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Komponenten-Test. Ml6 - Hameg Instruments Hm305 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Die Arbeitsweise ist aus folgenden Abbildungen ersichtlich.
Abb. 1
zeigt das Schirmbild bei Linksanschlag des HOLD-OFF-Einstell-
knopfes (Grundstellung). Da verschiedene Teile des Kurvenzuges ange-
zeigt werden, wird kein stehendes Bild dargestellt (Doppelschreiben).
Abb. 2:
Hier ist die Hold-off-Zeit so eingestellt, daft immer die gleichen
Teile des Kurvenzuges angezeigt werden. Es wird ein stehendes Bild
dargestellt.
Y-Uberbereichsanzeige
Diese Anzeige leuchtet auf, wenn der gesamte Strahl
Oder Signalanteile das MeEraster in vertikaler Richtung
verlassen. Die Anzeige erfoigt nnit der OVERSCAN-An-
zeige, die im Bedienungsfeld zwischen den Teilerschaltern
angeordnet ist und aus 2 Leuchtdioden besteht. Leuchtet
eine LED ohne angelegtes MeEsignal, deutet dies auf
einen verstellten Y-POS.-Knopf hin. An der Zuordnung der
LEDs erkennt man, in welcher Richtung der Strahl den
Bildschirm verlassen hat. Bei DUAL-Betrieb konnen auch
beide Y-POS.-Knopfe verstellt sein. Haben beide Strahl-
linien den Schirm der selben Richtung verlassen, leuchtet
ebenfalls nur eine LED. Befindet sich jedoch ein Strahl
oberhalb und der andere unterhalb des MeErasters, leuch-
ten beide LEDs. Die Anzeige der Y-Position bei Raster-
uberschreitung erfoigt in jeder Betriebsart, also auch
dann, wenn wegen fehlender Zeitablenkung keine Zeit-
linie geschrieben wird Oder das Oszilloskop im XY-Betrieb
arbeitet. Wie schon im Absatz "Voreinstellungen" be-
merkt, sollte moglichst oft mitautomatischerTriggerung
gearbeitet werden. Dann ist auch ohne MeEsignalstandig
eine Zeitlinie vorhanden. Nicht selten verschwindet die
Strahllinie nach dem Aniegen des MeEsignals. An der
Anzeige erkennt man dann, wo sie sich befindet. Leuch-
ten beim Aniegen der Signalspannung beide Anzeigen
gleichzeitig, wird das Raster in beiden Richtungen uber-
schrieben. Ist das Signal einer relativ hohen Gleichspannung
uberlagert, kann, beiDC-KopplungdesVertikalverstarkers,
die Gleichspannungskomponente den Strahl unter Um-
standen uber den Rasterrand hinaus ablenken. Dann ist
entweder AC-Eingangskopplung zur Unterdruckung der
Gleichspannungskomponente Oder ein anderer Ablenk-
koeffizient zu wahlen.
Komponenten-Test (nur im Analogbetrieb)
Der HM305 hat einen eingebauten Komponenten-Te-
ster, der durch Drucken der COMP. TESTER-Taste
sofort betriebsbereit ist. Der zweipolige AnschluE des
zu prufenden Bauelementes erfoigt uber die zu-
geordneten Buchsen (rechts unter dem Bildschirm).
Bei gedruckter COMP. TESTER-Taste (ON) sind so-
wohl die Y-Vorverstarker wie auch der Zeitbasis-
generator abgeschaltet. Jedoch durfen Signalspannun-
gen an den drei Front-BNC-Buchsen weiter aniiegen,
wenn einzelne nicht in Schaltungen befindliche Bautei-
le (Einzelbauteile) getestet werden. Nur in diesem Fall
mussen die Zuleitungen zu den BNC-Buchsen nicht
gelost werden (siehe ,,Tests direkt in der Schaltung").
AuEer den INTENS.-, FOCUS- und X-POS.-Einstellern
haben die ubrigen Oszilloskop-Einstellungen keinen
EinfluE auf diesen Testbetrieb. Fur die Verbindung des
Testobjekts mit den COMP. TESTER-Buchsen sind
zwei einfache MeEschnure mit 4mm-Bananenstek-
kern erforderlich. Nach beendetem Test kann durch
Auslosen der COMP. TESTER-Taste der Oszilloskop-
Betrieb ubergangslos fortgesetzt werden.
Wie im Abschnitt SICHERHEIT beschrieben, sind aile
Mefianschliisse (bei einwandfreiem Betrieb) mit dem
Netzschutzieiter verbunden, also auch die COMP.
TESTER-Buchsen. Fiir den Test von Einzelbauteilen
(nicht in Geraten bzw. Schaltungen befindlich) ist
dies ohne Belang, da diese Bauteile nicht mit dem
Netzschutzieiter verbunden sein konnen.
Sollen Bauteile getestet werden die sich in Test-
schaltungen bzw. Geraten befinden, mussen die
Schaltungen bzw. Gerate unter alien Umstanden
vorherstromlos gemacht werden. Soweit Netzbetrieb
vorliegt ist auch der Netzstecker des Testobjektes zu
Ziehen. Damit wird sichergestellt, daR eine Verbin¬
dung zwischen Oszilloskop und Testobjekt uber den
Schutzleiter vermieden wird. Sie hatte falsche Test-
ergebnisse zur Folge.
Nurentladene Kondensatoren durfen getestet werden!
Das Testprinzip ist von bestechender Einfachheit. Ein im
HM305 befindlicher Sinusgenerator erzeugt eine Sinus-
spannung, deren Frequenz 50Hz (±10%) betragt. Sie
speist eine Reihenschaltung aus Priifobjekt und einge¬
bauten Widerstand. Die Sinusspannung wird zur Horizontal-
ablenkung und der Spannungsabfall am Widerstand zur
Vertikalablenkung benutzt.
Ist das Priifobjekt eine reelle GroRe (z.B. ein Wider¬
stand), sind beide Ablenkspannungen phasengleich.
Auf dem Bildschirm wird ein mehr oder weniger
schrager Strich dargestellt. Ist das Priifobjekt kurzge-
schlossen, steht der Strich senkrecht. Bei Unterbre-
chung oder ohne Priifobjekt zeigt sich eine waage-
rechte Linie. Die Schragstellung des Striches ist ein
M 16
Anderungen vorbehalten
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