gerecht nach rechts zeigend). Wird der Feinstellknopf
nach links gedreht, verringert sich die Empfindlichkeit in
jeder Teilerschaiterstellung mindestens urn den Faktor
2,5. So kann jeder Zwischenwert innerhalb der 1-2-5
Abstufung eingestellt werden. Bei direktem AnschlufJ
an den Y-Eingang sind Signals bis 400Vss darstellbar
(Teilerschalterauf 20V/cm, Feinstellerauf Linksanschlag).
Mit den Bezeichnungen
H = Hohe in cm des Schirmbildes,
U = Spannung in Vss des Signals am Y-Eingang,
A = Ablenkkoeffizient in V/cm am Teilerschalter
laUt sich aus gegebenen zwei Werten die dritte GrofSe
errechnen:
Alls drei Werte sind jedoch nicht frei wahibar. Sie
miissen beim HM305 innerhalb folgender Grenzen
liegen (Triggerschwelie, Ablesegenauigkeit):
H zwischen 0,5cm und 8cm, moglichst 3,2cm und 8cm,
U zwischen ImVss und IGOVjs,
A zwischen 1 mV/cm und 20V/cm in 1-2-5 Teiiung.
Beispiele:
Eingest. Ablenkkoeffizient A = 50mV/cm ^ 0,05V/cm,
abgelesene Bildhohe H = 4,6cm,
gesuchte Spannung U = 0,05x4,6 = 0,23Vss
Eingangsspannung U = 5Vss,
eingestellter Ablenkkoeffizient A = IV/cm,
gesuchte Bildhohe H = 5:1 = 5cm
Signalspannung U = 230Veff x 2xV 2 = 651 Vss
(Spannung >160Vss, mit Tastteiler 10:1 U = 65,1Vss),
gewunschte Bildhohe H = mind. 3,2cm, max. 8cm,
maximaler Ablenkkoeffizient A = 65,1:3,2 = 20,3V/cm,
minimaler Ablenkkoeffizient A = 65,1:8 = 8,1V/cm,
einzustellender Ablenkkoeffizient A = 10V/cm
Die Spannung am Y-Eingang dart 400V (unabhangig
von der Polaritat) nicht iiberschreiten.
1st das zu
messende Signal eineWechselspannung die einerGleich-
spannung uberlagert ist (Mischspannung), betragt der
hochstzulassige Gesamtwert beider Spannungen (Gleich-
spannung und einfacher Spitzenwert der Wechselspan-
nung) ebenfalls + bzw.-400V (siehe Abbildung. Wechsel-
spannungen, deren Mittelwert Null ist, durfen maximal
800Vss betragen.
Beim Messen mit Tastteilern sind deren hohere Grenz-
werte nur dann maBgebend, wenn DC-Eingangs-
kopplung am Oszilloskop vorliegt. Fur Gleich-
spannungsmessungen bei AC-Eingangskopplung gilt der
niedrigere Grenzwert des Oszilloskopeingangs (400V).
Der aus dem Widerstand im Tastkopf und dem 1MQ
Eingangswiderstand des Oszilloskops bestehende
Spannungsteiler ist, durch den bei AC-Kopplung dazwi-
M 4
schen geschalteten Eingangs-Kopplungskondensator, fur
Gleichspannungen unwirksam. Gleichzeitig wird dann der
Kondensator mit der ungeteilten Gleichspannung belastet.
Bei Mischspannungen ist zu berucksichtigen, dafJ bei AC-
Kopplung deren Gleichspannungsanteil ebenfalls nicht ge-
teilt wird, wahrend der Wechselspannungsanteil einer
frequenzabhangigen Teiiung unterliegt, die durch den
kapazitiven Widerstand des Koppelkondensators bedingt
ist. Bei Frequenzen >40Hz kann vom Teilungsverhaltnis
des Tastteilers ausgegangen werden.
In Stellung GD wird der Signalweg direkt hinter dem Y-
Eingang aufgetrennt; dadurch ist der Spannungsteiler auch
in diesem Falle unwirksam. Dies gilt selbstverstandlich fCir
Gleich- und Wechselspannungen.
Unter Beriicksichtigung der zuvor erlauterten Bedingun-
gen konnen mit HAMEG-Tastteilern 10:1 Gleichspan¬
nungen bis 600V bzw. Wechselspannungen (mit Mittel¬
wert Null) bis 1200Vss gemessen werden. Mit Spezial-
tastteilern 100:1 (z.B. HZ53) lessen sich Gleichspannungen
bis 1200V bzw. Wechselspannungen (mit Mittelwert
Null) bis 2400Vss messen.
Allerdings verringert sich dieser Wert bei hoheren Frequen¬
zen (siehe technische Daten HZ53). Mit einem normalen
Tastteiler 10:1 riskiert man bei so hohen Spannungen, da(J
derdenTeiler-Langswiderstanduberbriickende C-Trimmer
durchschlagt, wodurch der Y-Eingang des Oszilloskops
beschadigt werden kann. Soli jedoch z.B. nur die Rest-
welligkeit einer Hochspannung oszilloskopiert werden, ge-
nugt auch der 10:1-Tastteiler. Diesem ist dann noch ein
entsprechend hochspannungsfester Kondensator (etwa
22-68 nF) vorzuschalten.
Mit der auf GD geschalteten Eingangskopplung und dem
Y-POS.-Einsteller kann vor der Messung eine horizontale
Rasterlinie als Referenziinie fiirMassepotentialeinge-
stellt werden. Sie kann beliebigzurhorizontalenMittellinie
eingestellt werden, je nachdem, ob positive und/oder nega¬
tive Abweichungen vom Massepotential zahlenmaSig
erfalSt werden sollen.
Spannung
Gesamtwert der Eingangsspannung
Die gestrichelte Kurve zeigt eine Wechselspannung, die
um 0 Volt schwankt. Ist diese Spannung einer Gleich¬
spannung uberlagert (DC), so ergibt die Addition der
positiven Spitze zur Gleichspannung die maximal auftre-
tende Spannung (DC + AC Spitze).
Anderungen vorbehalten