den Kalibrator 0.2Vpp u. 2Vpp zum Abgleich von Tast-
teilern 10:1 und 100:1. Rechts sind die Buchsen fur den
COMPONENT TESTER mit der zugehorigen Drucktaste
ON (Ein)/ OFF (Aus) angeordnet.
Alle Details sind so ausgelegt, dalS auch bei Fehlbedie-
nung kein groUerer Schaden entstehen kann. Die Druck-
tasten besitzen im wesentlichen nur Nebenfunktionen.
Man soilte daher bei Beginn der Arbeiten darauf achten,
dalJ keine der Tasten eingedruckt ist. Die Anwendung
richtet sich nach dem jeweiligen Bedarfsfall.
Der FIM305 erfaUt alle Signale von Gleichspannung bis zu
einer Frequenz von mindestens SOMFIz (-3dB). Bei
sinusformigen Vorgangen liegt die-6dB Grenze sogar bei
50MFIZ. Die zeitliche Auflosung ist unproblematisch.
Beispielsweise wird bei ca. 50MFIz und der kurzesten
einstellbaren Ablenkzeit (lOns/cm) alle 2cm ein Kurven-
zug geschrieben. Die Toleranz der angezeigten Werte
betragt in beiden Ablenkrichtungen nur +3%. Alle zu
messendenGrolSen sind daher relativgenau zu bestimmen,
Jedoch ist zu berucksichtigen, daB sich in vertikaler Rich-
tung ab ca. 10MHz der MeBfehler in Y-Richtung mit
steigender Frequenz standig vergroBert. Dies ist durch
den Verstarkungsabfall des MeBverstarkers bedingt. Bei
18MHz betragt der Abfall etwa 10%. Man muB daher bei
dieser Frequenz zum gemessenen Spannungswert ca.
11 % addieren. Da jedoch die Bandbreiten der Vertikal-
verstarker differieren (normalerweise zwischen 30 und
35MHz), sind die MeBwerte in den oberen Grenzberei-
chen nicht so exakt definierbar. Hinzu kommt, daB ober-
halb 30MHz mit steigender Frequenz auch die Aus-
steuerbarkeitderY-Endstufestetigabnimmt. DerVertikal-
verstarker ist so ausgelegt, daB die Obertragungsgute
nicht durch eigenes Uberschwingen beeinfluUt wird.
Inbetriebnahme und Voreinstellungen
Vor der ersten Inbetriebnahme muli die Verbindung
zwischen SchutzleiteranschluB und dem Netz-Schutz-
leiter vor jeglichen anderen Verbindungen herge-
steiit sein (Netzstecker also vorher anschlielien).
Es wird empfohien, bei Beginn der Arbeiten keine der
Tasten zu driicken und die 3 Bedienungsknopfe mit
Pfeilen in ihre kalibrierte Stellung CAL einzurasten.
Die auf den Knopfkappen angebrachten Striche sol-
len etwa senkrecht nach oben zeigen (IVlitte des
Einstellbereiches). Der TRIG.-Schalter soilte in der
obersten Steilung stehen.
Mitderroten NetztastePOWER wird dasGeratin Betrieb
gesetzt. Der Betriebszustand wird durch Aufleuchten
einer LED angezeigt. Wird nach ca. 20 Sekunden Anheizzeit
kein Strahl sichtbar, ist moglicherweise der INTENS.-
Einsteller nicht genugend aufgedreht, bzw. derZeitbasis-
Generator wird nicht ausgelost. AuBerdem konnen auch
die POS.-Einstellerverstellt sein. Es ist dann nochmals zu
kontrollieren, ob entsprechend den Hinweisen alle Knopfe
und Tasten in den richtigen Positionen stehen. Dabei ist
besonders auf die Taste AT/NORM, zu achten. Ohne
angelegte MelSspannung wird die Zeitlinie nur dann sicht¬
bar, wenn sich diese Taste ungedruckt in der AT-Steilung
(Automatische Triggerung) befindet. Erscheint nur ein
Punkt (Vorsicht, Einbrenngefahrl), ist wahrscheinlich die
Taste XY gedruckt. Sie ist dann auszulosen. Ist die
Zeitlinie sichtbar, wird am INTENS.-Knopf eine mittlere
Helligkeit und am Knopf FOCUS die maximale Scharfe
eingestellt. Dabei soilte sich die Eingangskopplungs-Druck-
taste GD (CH.I) in Rast-Stellung GD (ground = Masse)
befinden. Der Eingang ist dann aufgetrennt, damit even-
tuell am Eingang anliegende Signalspannungen unbela-
stet bleiben; denn der sonst mit dem Eingang verbundene
Vertikalverstarker wird kurzgeschlossen. Damit ist sicher-
gestellt, dafS keine Storspannungen von auBen die
Fokussierung beeinflussen konnen.
Zur Schonung der Strahlrohre soilte immer nur mit jener
Strahlintensitat gearbeitet werden, die MeBaufgabe und
Umgebungsbeleuchtung gerade erfordern. Besondere
Vorsicht ist bei stehendem, punktformigen Strahl
geboten. Zu hell eingestellt, kann dieser die Leuchtschicht
der Rohre beschadigen. Ferner schadet es der Kathode
der Strahlrohre, wenn das Oszilloskop oft kurz hinterein-
ander aus- und eingeschaltet wird.
Strahidrehung TR
Trotz Mumetall-Abschirmung der Bildrohre lessen sich
erdmagnetische Einwirkungen auf die horizontale
Strahllage nicht ganz vermeiden. Das ist abhangig von
derAufstellrichtung des Oszilloskops am Arbeitsplatz.
Dann verlauft die horizontale Strahllinie in Schirmmitte
nicht exakt parallel zu den Rasterlinien. Die Korrektur
weniger Winkelgrade ist an einem Potentiometer hin-
ter der mit TR bezeichneten Offnung mit einem kleinen
Schraubendreher mogUch.
Tastkopf-Abgleich und Anwendung
Damit der verwendete Tastteiler die Form des Signals
unverfalscht wiedergibt, muS er genau an die Eingangs-
impedanz des Vertikalverstarkers angepaSt werden. Ein
im HM305 eingebauter Generator liefert hierzu ein
Rechtecksignal mit sehr kurzer Anstiegszeit (<4ns am
0,2Vss Ausgang) und Frequenzen von ca. 1 kHz Oder 1 MHz.
Das Rechtecksignal kann den beiden konzentrischen Buch¬
sen unterhalb des Bildschirms entnommen werden. Eine
Buchse liefert 0.2Vss ±1 % fur Tastteiler 10:1, die andere
2Vss fur Tastteiler 100:1. Diese Spannungen entsprechen
jeweils der Bildschirmamplitude von 4cm Hohe, wenn der
Eingangsteilerschalter auf den Ablenkkoeffizienten 5mV/
cm eingestellt ist. Der Innendurchmesser der Buchsen
betragt 4,9mm und entspricht dem (an Bezugspotential
liegenden) AufSendurchmesser des Abschirmrohres von
modernen Tastkopfen der Serie F (international vereinheit-
licht). Nur hierdurch ist eine extrem kurze Masseverbindung
M 8
Anderungen vorbehalten