Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Hameg Instruments HM305 Bedienungsanleitung Seite 19

Inhaltsverzeichnis
(gedruckt) befinden. Bei falscher Flankenrichtungswahl er-
folgt die Darstellung unstabil bzw. ungetriggert, da dann der
Bildinhalt die Triggerung auslost.
Die Videosignaitriggerung sollte im Automatikbetrieb er-
folgen. Bei interner Triggerung muB die Signalhohe der
Synchronimpulse mindestens 5mm betragen. Bei ge-
druckterAT/NORM.-Taste kanndieVideotriggerungnicht
korrekt arbeiten.
Das Synchronsignal besteht aus Zeilen- und Bildsyn-
chronimpulsen, die sich unter anderem auch durch ihre
Pulsdauer unterscheiden. Sie betragt bei Zeilensynchron-
impulsen ca. Sps von 64ps fur eine Zeile. Bildsyn-
chronimpulse bestehen aus mehreren Pulsen, die jeweils
ca. 28ps lang sind und mit jedem Haibbildwechsel im
Abstand von 20ms vorkommen. Beide Synchronimpuls-
arten unterscheiden sich somit durch ihre Zeitdauer und
durch ihre Wiederholfrequenz. Es kann sowohl mit Zeilen-
als auch mit Bildsynchronimpulsen getriggert werden.
Die Umschaltung zwischen Bild- und Zeilen-Synchron-
impuis-Triggerung erfoigt bei TV-Triggerung automatisch
durch den TIME/DIV.-Schalter.
In den Stellungen von .2s/div. bis Ims/div. erfoigt die
Triggerung auf Bildsynchronimpulse.
Im Bereich von .5ms/div. bis .Ips/div wird mit den
Zeilensynchronimpulsen getriggert.
Bildsynchronimpuls-Triggerung.
Es ist ein dem MelSzweck entsprechender Zeit-
koeffizient am TIME/DIV.-Schalter zu wahlen. In der
2ms/div.-Stellung wird ein volistandiges Haibbild dar-
gestellt. Am linken Bildrand ist der auslosende
Bildsynchronimpuls und am rechten Bildschirmrand
der, aus mehreren Pulsen bestehende, Bildsynchron¬
impuls fur das nachste Haibbild zu sehen. Das nachste
Haibbild wird unter diesen Bedingungen nicht darge-
stellt. Derdiesem Haibbildfolgende Bildsynchronimpuls
lost erneut die Triggerung und die Darstellung aus. Bei
Linksanschlag des HOLD OFF-Einstellers wird unter
diesen Bedingungen jedes 2. Haibbild angezeigt. Auf
welches Haibbild getriggert wird, unterliegt dem Zufall.
Durch kurzzeitiges Unterbrechen der Triggerung (z.B.
TRIG. EXT. ein- und ausrasten) kann auch zufallig auf
das andere Haibbild getriggert werden.
Eine X-Dehnung der Darstellung kann durch Drucken
der X-MAG.-Taste (xIO) erreicht werden; damit wer¬
den einzelne Zeilen erkennbar. Vom Bildsynchron¬
impuls ausgehend kann eine X-Dehnung auch mit
demTIME/DIV.-Knopf vorgenommen werden, in dem
dieser bis zur Ims/div.-Stellung nach rechts gedreht
wird. Allerdings ergibt sich dadurch eine scheinbar
ungetriggerte Darstellung, well dann jedes Haibbild zu
sehen ist. Dies ist durch den Versatz der Zeilen-
synchronimpulse bedingt, der zwischen den beiden
Haibbildern eine halbe Zeilenlange betragt.
Zeilensynchronimpuls-Triggerung
Zur Zeilentriggerung muU sich derTIME/DIV.-Schalter im
Bereich von.5ms/div. bis.1ps/div. befinden. Um einzel¬
ne Zeilen darstellenzukonnen, istdieTIME/DIV.-Schalter-
stellung von lOps/div. empfehlenswert. Es werden dann
ca. 1 '72 Zeilen sichtbar.
Im allgemeinen hat das komplette Videosignal einen star-
ken Gleichspannungsanteil. Bei konstantem Bildinhalt (z.B.
Testbild Oder Farbbalkengenerator) kann der Gleich¬
spannungsanteil ohne weiteres durch AC-Eingangskopp-
lung des Oszilloskop-Verstarkers unterdruckt werden. Bei
wechseindem Bildinhalt (z.B. normales Programm) emp-
fiehlt sich aber DC-Eingangskopplung, weil das Signalbild
sonst mit jeder Biidinhaltanderung die vertikale Lage auf
dem Bildschirm andert. Mit dem Y-POS.-Knopf kann der
Gleichspannungsanteil immer so kompensiert werden,
daB das Signalbild in der Biidschirmrasterflache liegt. Das
kompiette Videosignal sollte beiDC-Kopplung eine vertika¬
le Hohe von 6cm nicht (iberschreiten.
Die Sync-Separator-Schaltung wirkt ebenso bei externer
Triggerung. SelbstverstandlichmudderSpannungsbereich
(0,3Vss bis 3Vss) fur die externe Triggerung eingehalten
werden. Ferner ist auf die richtige Flankenrichtung zu
achten, die ja bei externer Triggerung nicht mit der Rich-
tung des Signai-Synchronimpulses ubereinstimmen mu(J.
Beides kann leicht kontrolliert werden, wenn die externe
Triggerspannung selbst erst einmal (bei interner Trigger¬
ung) dargestellt wird.
Netztriggerung
Zur Triggerung mit Netzfrequenz in Stellung~ desTRIG.-
Schalters wird eine Spannung aus dem Netzteil als
netzfrequentes Triggersignal (50/60Hz) genutzt. Diese
Triggerart ist unabhangig von Amplitude und Frequenz
des Y-Signals und empfiehit sich fur alle Signaie, die
netzsynchron sind. Dies gilt ebenfalls in gewissen Gren-
zen fur ganzzahlige Vielfache oderTeile der Netzfrequenz.
Die Netztriggerung erlaubt eine Signaldarstellung auch
unterhalbderTriggerschwelle. Sie istdeshalb u.a. beson-
ders geeignet zur Messung kleiner Brummspannungen
von Netzgieichrichtern odernetzfrequenten Einstreuungen
in eine Schaltung.
Mit der SLOPE-Taste wird bei Netztriggerung zwischen
der positiven und der negativen Haibwelle gewahit (evti.
Netzstecker umpolen). Bei Normaltriggerung kann der
Triggerpunktuber einen gewissen Bereich der gewahiten
Haibwelle verschoben werden.
Netzfrequente magnetische Einstreuungen in eine Schal¬
tung konnen mit einer Spulensonde nach Richtung (Ort)
und Amplitude untersucht werden. Die Spule sollte zweck-
malSig mit moglichst vielen Windungen dunnen Lack-
drahtes auf einen kleinen Spulenkorper gewickelt und
uber ein geschirmtes Kabel an einen BNC-Stecker (fur den
Oszilloskop-Eingang) angeschlossen werden. Zwischen
M 14
Anderungen vorbehalten
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis