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Betriebsarten Der Vertikalverstärker; Xy-Betrieb; Phasenvergleich Mit Lissajous-Figur - Hameg Instruments Hm303-4 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
wiederholt werden muß, und daß die Kalibrator-Fre-
quenzen 1kHz und 1MHz nicht zur Zeit-Eichung ver-
wendet werden können. Ferner weicht das Tast-
verhältnis vom Wert 1:1 ab. Voraussetzung für einen
einfachen und exakten Tastteilerabgleich (oder eine
Ablenkkoeffizientenkontrolle) sind horizontale Impuls-
dächer, kalibrierte Impulshöhe und Nullpotential am
negativen Impulsdach. Frequenz und Tastverhältnis
sind dabei nicht kritisch.
Betriebsarten der Vertikalverstärker
Die gewünschte Betriebsart der Vertikalverstärker wird
mit den 3 Tasten im Y-Feld gewählt. Für Mono-Betrieb
werden alle Tasten ausgerastet. Dann ist nur Kanal I
betriebsbereit.
Bei Mono -Betrieb mit Kanal II ist die Taste CH I/II zu
drücken. Diese Taste trägt unten die Bezeichnung TRIG. I/
II, weil damit gleichzeitig die Kanalumschaltung der
Triggerung erfolgt.
Wird die Taste DUAL gedrückt, arbeiten beide Kanäle. Bei
dieser Tastenstellung erfolgt die Aufzeichnung zweier
Vorgänge nacheinander (alternate mode). Die Signalbilder
aus beiden Kanälen werden zwar nur abwechselnd
einzeln dargestellt, sind aber bei schneller Zeitablenkung
scheinbar beide gleichzeitig sichtbar. Für das Oszillo-
skopieren langsam verlaufender Vorgänge mit Zeit-
koeffizienten ≥1ms/cm ist diese Betriebsart nicht geeig-
net. Das Schirmbild flimmert dann zu stark, oder es
scheint zu springen. Drückt man noch die Taste CHOP.,
werden beide Kanäle innerhalb einer Ablenkperiode mit
einer hohen Frequenz ständig umgeschaltet (chop mode).
Auch langsam verlaufende Vorgänge werden dann flim-
merfrei aufgezeichnet. Für Oszillogramme mit höherer
Folgefrequenz ist diese Art der Kanalumschaltung nicht
sinnvoll.
Ist nur die Taste ADD gedrückt, werden die Signale beider
Kanäle algebraisch addiert (±I ±II). Ob sich hierbei die
Summe oder die Differenz der Signalspannungen ergibt,
hängt von der Phasenlage bzw. Polung der Signale selbst
und von der Stellung der INVERT-Tasten ab.
Gleichphasige Eingangsspannungen:
Beide INVERT-Tasten ungedrückt = Summe.
Beide INVERT-Tasten gedrückt = Summe.
Nur eine INVERT-Taste gedrückt = Differenz.
Gegenphasige Eingangsspannungen:
Beide INVERT-Tasten ungedrückt = Differenz.
Beide INVERT-Tasten gedrückt = Differenz.
Nur eine INVERT-Taste gedrückt = Summe.
In der ADD-Betriebsart ist die vertikale Strahllage von der
Y-POS.-Einstellung beider Kanäle abhängig. Das heißt die
M 10
Y.POS.-Einstellung wird addiert, kann aber nicht mit
INVERT beeinflußt werden.
Signalspannungen zwischen zwei hochliegenden Schal-
tungspunkten werden oft im Differenzbetrieb beider
Kanäle gemessen. Als Spannungsabfall an einem bekann-
ten Widerstand lassen sich so auch Ströme zwischen
zwei hochliegenden Schaltungsteilen bestimmen. Allge-
mein gilt, daß bei der Darstellung von Differenzsignalen
die Entnahme der beiden Signalspannungen nur mit
Tastteilern absolut gleicher Impedanz und Teilung erfol-
gen darf. Für manche Differenzmessungen ist es vorteil-
haft, die galvanisch mit dem Schutzleiter verbundenen
Massekabel beider Tastteiler nicht mit dem Meßobjekt
zu verbinden. Hierdurch können eventuelle Brumm- oder
Gleichtaktstörungen verringert werden.

XY-Betrieb

Für XY-Betrieb wird die Taste XY im X-Feld betätigt. Das X-
Signal wird über den Eingang von Kanal II zugeführt. Ein-
gangsteiler und Feinregler von Kanal II werden im XY-
Betrieb für die Amplitudeneinstellung in X-Richtung
benutz t. Zur horizontalen Positionseinstellung ist aber der X-
POS.-Regler zu benutzen. Der Positionsregler von Kanal II ist
im XY-Betrieb abgeschaltet. Max. Empfindlichkeit und Ein-
gangsimpedanz sind nun in beiden Ablenkrichtungen gleich.
Die Taste X-MAG. (x10) für die Dehnung der Zeitlinie sollte
dabei nicht gedrückt sein. Die Grenzfrequenz in X-Richtung
ist ≥3 MHz (−3dB). Jedoch ist zu beachten, daß schon ab 50
kHz zwischen X und Y eine merkliche, nach höheren Fre-
quenzen ständig zunehmende Phasendifferenz auftritt. Eine
Umpolung des X-Signals mit der INVERT CH II-Taste von
Kanal II ist nicht möglich!
Der XY-Betrieb mit Lissajous-Figuren erleichtert oder
ermöglicht gewisse Meßaufgaben:
− Vergleich zweier Signale unterschiedlicher Frequenz
oder Nachziehen der einen Frequenz auf die Frequenz
des anderen Signals bis zur Synchronisation. Das gilt
auch noch für ganzzahlige Vielfache oder Teile der
einen Signalfrequenz.
− Phasenvergleich zwischen zwei Signalen gleicher Fre-
quenz.

Phasenvergleich mit Lissajous-Figur

Die folgenden Bilder zeigen zwei Sinus-Signale gleicher
Frequenz und Amplitude mit unterschiedlichen Phasen-
winkeln.
Die Berechnung des Phasenwinkels oder der Phasen-
verschiebung zwischen den X- und Y-Eingangsspannungen
Änderungen vorbehalten
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