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PROJEKTIERUNG
8.11
Mobile Gefahrbereichsabsicherung
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B E T R I E B S A N L E I T U N G | TiM361S
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Greif- oder Annäherungsgeschwindigkeit der Person
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Auflösung (Detektionsvermögen) des sicherheitsgerichteten Sensors
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Art der Annäherung: orthogonal
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Parameter, die abhängig von der Applikation vorgegeben werden
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Zuschlag zur Vermeidung von Durchgreifen
Das Gerät wird mit horizontaler Scanebene in einer mobilen Applikation montiert,
z. B. an einem fahrerlosen Transportfahrzeug oder Serviceroboter. Bei der mobilen
Gefahrbereichsabsicherung wird der Gefahrbereich, der durch die Bewegung des Fahr‐
zeugs entsteht, vom Gerät abgesichert. Das Gerät erkennt die Beine einer Person. Das
Schutzfeld ist parallel zur Annäherungsrichtung.
HINWEIS
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In einer mobilen Applikation reicht eine Auflösung von 70 mm (Beindetektion) zum
Erkennen von Personen aus. Anders als bei der stationären Gefahrstellenabsiche‐
rung gilt dies auch bei niedriger Montagehöhe, da der sicherheitsgerichtete Sensor
zusammen mit dem Fahrzeug bewegt wird.
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Bei typischen Schutzfeldberechnungen wird nur die Fahrzeuggeschwindigkeit
berücksichtigt, nicht die Geschwindigkeit einer gehenden Person. Dem liegt die
Annahme zugrunde, dass die Person die Gefahr erkennt und stehen bleibt
Schutzfeldlänge
Das Schutzfeld muss so gestaltet sein, dass es eine Person in einem Mindestabstand
von der Gefahrstelle erkennt. Dieser Abstand ist notwendig, um zu gewährleisten, dass
das Fahrzeug zum Stillstand kommt, bevor eine Person oder ein Objekt erreicht wird.
Bei der mobilen Gefahrbereichsabsicherung bestimmt der Mindestabstand die erfor‐
derliche Schutzfeldlänge. Der Einfluss von Kurvenfahren muss bei der Berechnung der
Schutzfeldlänge gesondert betrachtet werden.
Wenn Sie mehrere Auswertefälle mit unterschiedlichen Schutzfeldern definieren, müs‐
sen Sie die Schutzfeldgröße für jedes verwendete Schutzfeld separat berechnen.
Schutzfeldbreite
8022184/1G72/2022-05-27 | SICK
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