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Gefahrstellenabsicherung
8022184/1G72/2022-05-27 | SICK
Irrtümer und Änderungen vorbehalten
WARNUNG
Gefahr durch Unwirksamkeit der Schutzeinrichtung!
Zu schützende Personen und Körperteile werden bei Nichtbeachtung möglicherweise
nicht erkannt.
Bei groben Auflösungen werden zu schützende Körperteile möglicherweise nicht
erkannt.
•
Bei Gefahrbereichsabsicherung Auflösung von 70 mm oder feiner verwenden.
•
Bei Gefahrbereichsabsicherung mit einer Auflösung von 70 mm: Sicherstellen,
dass ein menschliches Bein erkannt werden kann.
•
Bei Gefahrbereichsabsicherung mit einer Auflösung von 70 mm: Das Gerät in
einer Höhe von mindestens 300 mm (Höhe der Scanebene) montieren.
•
Wenn das Gerät nicht auf einer Höhe von mindestens 300 mm montiert werden
kann, feinere Auflösung verwenden.
Mindestabstand berechnen
Die Berechnung des Mindestabstands richtet sich nach den internationalen oder natio‐
nalen Normen und gesetzlichen Vorgaben, die am Einsatzort der Maschine gültig sind.
Der Mindestabstand hängt unter anderem von folgenden Punkten ab:
•
Nachlaufzeit der Maschine (Zeitintervall zwischen dem Auslösen der Sensorfunk‐
tion und der Beendigung des Gefahr bringenden Maschinenzustands, inkl. Signal‐
laufzeiten im Netzwerk und Verarbeitungszeit in der Steuerung)
•
Ansprechzeit der Schutzeinrichtung
•
Greif- oder Annäherungsgeschwindigkeit der Person
•
Auflösung (Detektionsvermögen) des Geräts
•
Art der Annäherung: parallel
•
Parameter, die abhängig von der Applikation vorgegeben werden
•
Zuschläge für den generellen und eventuell den reflexionsbedingten Messfehler
•
Zuschlag zum Schutz gegen Übergreifen
•
Höhe der Scanebene
•
Umschaltzeit zwischen den Überwachungsfällen
Das Gerät wird mit vertikaler Scanebene in einer stationären Applikation montiert, z. B.
an einer Maschine, bei der sich der Bediener nahe bei der Gefahrstelle aufhalten muss.
Vor der Gefahrstelle befindet sich eine feste Barriere. Die erforderliche Höhe ist spezi‐
fisch für die vorliegende Anwendung unter Berücksichtigung der geltenden Standards
(z. B. ISO 13857) zu berechnen.
Über die Barriere kann der Bediener durch die Scanebene hindurch in die Gefahrstelle
eingreifen. Der Bediener kann aber nicht über die Barriere hinüber steigen. Wenn keine
solche Barriere vorhanden ist, ist möglicherweise eine Zugangsabsicherung erforder‐
lich.
Bei der Gefahrenstellenabsicherung erkennt das Gerät den Arm oder einen anderen
Körperteil einer Person. Das Schutzfeld ist orthogonal zur Annäherungsrichtung des
Körperteils. Um bei der Gefahrenstellenabsicherung die Armerekennung zu gewährleis‐
ten, wird eine Auflösung von 40 mm benötigt.
PROJEKTIERUNG
B E T R I E B S A N L E I T U N G | TiM361S
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