16 SPS-Schnittstelle
Die SPS-Schnittstelle dient der ferngesteuerten Ausführung automatischer Prüfabläufe. Dabei ist es
für das LMF unerheblich, ob es mit einer klassischen speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS),
einem PC, oder mit einer Hand-Fernsteuerung kommuniziert.
Dieses Kapitel informiert Sie über:
Übersicht über Prüfschritte und Abläufe (Abschnitt 16.1)
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Detailinfos zu den einzelnen Prüfschritten (Abschnitt 16.2)
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Übersicht und Erläuterung der zur Steuerung verwendeten Signale (Abschnitt 16.3)
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Belegung der Schnittstelle (Zuordnung der Signale, Abschnitt 16.3.4)
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Schematische Signalverläufe (Abschnitt 16.5)
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Zu beachten
Die Funktionalität der SPS-Schnittstelle kann durch geeignete Konfiguration flexibel an die
unterschiedlichsten Erfordernisse und Prüfaufgaben angepasst werden. In diesem Kapitel wird nur der
einfache Standardablauf beschrieben. Als Beispiel dient ein System, bei welchem ein Prüfdruck
eingeregelt und ein Durchfluss gemessen und bewertet wird. Anwendungsspezifische Besonderheiten
entnehmen Sie bitte der „Betriebsanleitung und Systemkonfiguration" Ihres Systems.
16.1 Übersicht über Prüfschritte und Abläufe
Die Prüfabläufe sind in einzelne Prüfschritte gegliedert, die teilweise automatisch oder abhängig von
Parameter-Einstellungen, Ereignissen oder Signalen auf einander folgen.
Im Standardfall wird die Abfolge der Prüfschritte einmal durchlaufen, am Ende des Prüfablaufs werden
Ergebnissignale gesetzt.
Standard-Prüfablauf
Der Standardprüfablauf sieht typischerweise aus wie folgt:
Setzen des Signals „Bereit"
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Warten auf SPS-Start
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Programm anhand der gesetzten Programmsignale wählen, ggf. Steuersignale für
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Sonderfunktionen (z. B. Nullabgleich) auswerten
Ggf. Nullabgleich durchführen
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Vorfüllen
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Füllen
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Beruhigen
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Messen (mit kontinuierlicher Überwachung des Prüfdrucks)
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Ergebnis (z. B. Mittelwert des Volumenstroms) bewerten
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Ergebnis auf Anzeige anzeigen
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Ergebnis digital ausgeben
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Lüften
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Signal „Ende" setzen
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Warten auf Wegnahme SPS-Start
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Signal „Ende" zurücksetzen
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Signal „Bereit" setzen
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LMF V7.0
Referenzhandbuch
LMF
Seite 149