Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Tetratec Instruments LMF Serie Referenzhandbuch Seite 136

Inhaltsverzeichnis
Referenzhandbuch
LMF
und Ausgangs-Skalierung, die Seriennummer, Überwachungsgrenzen und eine Zuordnung zum
Hardware-Eingang. Die Reihenfolge der Linearisierungsdatensätze ist prinzipiell beliebig. Es
können auch mehr Linearisierungsdatensätze belegt werden, als für die Durchflussrechnung
erforderlich sind. Z. B. können mehrere Linearisierungsdatensätze auf ein und den selben
Hardware-Eingang (Sensor) zugreifen, z. B. um zwischen alternativen Linearisierungsverfahren
wählen zu können.
In gleicher Weise wird für jedes Primärelement mindestens ein Linearisierungsdatensatz angelegt
(S4nxx-Blöcke). Dieser enthält u. a. Angaben zum Typ des Primärlements, der Mediums, der
Kalibrierbedingungen, Ausgleichspolynom, Skalierungsfaktoren und Seriennummer. Kommen
mehrere Gasarten oder Prüfbedingungen zum Einsatz, gibt es häufig mehrere
Linearisierungsdatensätze für ein und dasselbe Primärelement.
Die P-Parameter sind programmspezifisch. Es gibt 10 Programme, denen die Parameterblöcke
P0xx bis P9xx entsprechen. Es gibt in jedem Programm bestimmte Parameter-Blöcke für
bestimmte Eingangsgrößen. Hier wird unter anderem festgelegt, welcher Sensor für die
entsprechende Eingangsgröße verwendet wird, indem der passende Linearisierungsdatensatz
ausgewählt wird.
Nachfolgend eine Übersicht der Parameterblöcke und Ihren Bedeutungen:
1. Pn000-Block: Primär-Element
Ein Primärelement kann z. B. ein Wirkdruckgeber wie ein LFE, eine Blende oder ein Venturi-Rohr
sein. Es kann sich aber auch um einen Zähler, einen Massenstromsensor, usw. handeln.
2. Pn010-Block: Primäre Messgröße
Wird zur Durchflussmessung ein Primär-Element wie z. B. ein LFE, eine Blende oder ein Venturi-
Rohr eingesetzt, ist die primäre Messgröße der Wirkdruck, d. h. der Differenzdruck zwischen
Eingang und Ausgang bzw. Engstelle.
3. Pn020, Pn030 und Pn040-Blöcke: Sensoren für die Messbedingungen
Für die Durchflussrechnung sind die Messbedingen statischer Absolutdruck, Temperatur und
relative Feuchte erforderlich. Mit ihrer Hilfe werden die Größen Dichte und Viskosität am Eingang
des Primärelements berechnet. Diese wiederum sind erforderlich, um die Volumenströme und,
sofern das Primärelement nicht gerade ein Massenstromsensor ist, auch den Massenstrom zu
berechnen. Siehe auch Abschnitte 11.6.1.1, 11.6.1.3 und 11.6.1.4.
4. Pn050, Pn60 und Pn070-Blöcke: Sensoren für Bezugsbedingungen
Bezugsbedingungen sind Bedingungen an einer beliebigen Messstelle des Strömungssystems, z.
B. am Eingang des Prüflings (Prüfbedingungen). Mit Hilfe der Bezugsbedingungen kann z. B. die
Dichte am Ort der Bezugs-Messstelle berechnet werden, und somit bei bekanntem Massenstrom
der lokale Volumenstrom. Außerdem können die Bezugsbedingungen für Korrekturrechnungen
verwendet werden, mit dem Ziel, externe Einflüsse zu kompensieren, und so eine Messgröße zu
definieren, die nur mit der im Fokus stehenden Eigenschaft des Prüflings korreliert.
Siehe auch Abschnitte 11.6.2.1, 11.6.2.2 und 11.6.2.3.
5. Pn075, Pn080, Pn085, Pn090 und Pn095-Blöcke: Hilfseingänge
Die Hilfseingänge (Aux0 bis Aux 4)) können frei definiert werden, zum Beispiel für zusätzliche
Relativ- oder Differenzdrucksensoren, oder einen Massenstromsensor.
Siehe auch Abschnitt 11.6.3.
Sonderbehandlung Massenstromsensor:
Damit das Signal eines Massenstromsensors auch hinsichtlich der vollständigen
Durchflussrechnung als Massenstrom interpretiert wird muss der Massenstromsensor als Sensor,
als Hilfseingang und als Primärelement eingerichtet werden:
Zunächst wird er in einem S2nxx-Datensatz als Sensor angelegt, z. B. im S27xx-Block
-
Ein Hilfseingang greift auf diesen Sensor-Linearisierungsdatensatz zu, z. B. Hilfseingang 0
-
(Pn075-Block). Dann wird Pn075=7 gesetzt.
Schließlich wird der Massenstromsensor in einem S4nxx-Datensatz als Primärelement
-
angelegt, z. B. im S43xx-Block. Dann wird S4300=100 gesetzt (Typ direkter
Massenstromeingang) und S4330=0 gesetzt (Hilfseingang 0)
6. S9010-Block: System-Basisdruck
Der System-Basisdruck ist der zentralen Absolutdruck, mit dessen Hilfe Relativdrücke in
Absolutdrücke umgerechnet werden können. Häufig sind die Relativdrücke auf den
Umgebungsdruck bezogen. In diesem Fall ist der System-Basisdruck gleichbedeutend mit dem
barometrischen Umgebungsdruck.
Die folgenden Abschnitte geben einen Überblick über die verschiedenen Einstellungen für die
Sensoren, die (unabhängig vom Primär-Element) zur Bestimmung der Dichte und der Viskosität an
das LMF angeschlossen werden können.
Seite 128
LMF V7.0

Quicklinks ausblenden:

Inhaltsverzeichnis
loading

Diese Anleitung auch für:

Laminarmasterflow systemS320

Inhaltsverzeichnis