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Viskositätsberechnung; Mess- Und Bezugssensoren - Tetratec Instruments Lmf Serie Referenzhandbuch

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Ideal: [0] (Pn003=0)
Bei der Einstellung ideal werden keine Realgaskorrekturen durchgeführt. Die Berechnung verläuft rein
nach dem idealen Gasgesetz ohne Berücksichtigung der aktuellen Feuchte.
Real: [1] (Pn003=1)
Bei der Einstellung Real [1] werden Realgaskorrekturen für hohe Drücke durchgeführt. Die
Berechnung verläuft unter Berücksichtigung des Real-Gasverhaltens. Mittels Realgasfaktoren und
deren Entwicklung nach Virialkoeffizienten wird das Druck-Verhalten von realen Gasen beschrieben.
Dieses Rechenmodell gilt für alle (trockenen) Gase und sollte bei Drücken > 4 bar auch bei Luft immer
verwendet werden.
Real: [2] (Pn003=2)
Bei der Einstellung Real [2] werden Realgaskorrekturen unter Berücksichtigung der Feuchte
durchgeführt. Die Berechnung erfolgt nach BIPM- und PTB-Empfehlungen. Dieses Rechenmodell gilt
nur für Luft bis ≤ 4 bar unter Berücksichtigung der Feuchte und ist die Standardeinstellung für Luft.
11.5 Viskositätsberechnung
Die Viskosität wird aus den Messgrößen für Temperatur, und ggf. Feuchte bestimmt. Als Faustformel
zur Fehlerabschätzung kann folgender Zusammenhang benutzt werden:
1° Temperaturfehler, entspricht
45 % Feuchtefehler, entspricht
ca. 0,2 % Fehler bei der Viskositätsberechnung!
Die Viskosität ist bis ca. 7 bar absolut unabhängig vom Druck. Mit dem LMF lässt sich die Viskosität
nach verschiedenen Modellen berechnen. Eingestellt werden diese Modelle im Parameter Pn004. Im
folgenden werden die verschiedenen Rechen-Modelle erläutert.
Ideal:
Bei der Einstellung ideal wird eine universelle Temperaturkorrektur der Viskosität reiner Gase
durchgeführt. Für Luft wird dabei nur das Verhalten trockener Luft berücksichtigt. Die Berechnung
verläuft bei allen Gasarten nach Empfehlungen von Daubert & Danner. Sie ist über einen weiten
Temperaturbereich gültig.
Real:
Bei der Einstellung real wird die exakte Viskositätskorrektur zusätzlich unter Berücksichtigung der
Luftfeuchte durchgeführt, dies ist die Standardeinstellung für Luft. Die Berechnung verläuft nach dem
Kestin-Whitelaw-Gesetz und ist nur für Luft gültig.
Für die Zukunft ist ein weiteres Rechen-Modell für die Viskosität geplant. Dieses Modell soll dann
zusätzlich die Druckabhängigkeit der Viskosität bei Drücken ≥ 7 bar absolut korrigieren.

11.6 Mess- und Bezugssensoren

Die Durchflussrechnung benötigt bestimmte Eingangsgrößen mit vordefinierten Bedeutungen, z. B.
zur Berechnung von Dichte und Viskosität. Zusätzlich gibt es optionale Eingangsgrößen, deren
Bedeutung projektspezifisch festgelegt werden kann. Die Zuordnung der Sensoren erfolgt auf
mehreren Ebenen:
Zunächst können die Sensoren prinzipiell beliebig den verfügbaren Hardware-Eingängen zugeteilt
sein. In der Regel wird diese Zuordnung zu Beginn des Projekts durch den Projektleiter nach
bestimmten Konventionen festgelegt. Danach ist eine Änderung nicht mehr ohne weiteres
möglich.
Im Rahmen der Inbetriebnahme wird jedem Sensor mindestens ein Linearisierungsdatensatz
zugeordnet (S2nxx-Blöcke, n = Datensatznummer). Jeder Linearisierungsdatensatz enthält unter
anderem Festlegungen zum Linearisierungsverfahren, das Ausgleichspolynom, eine Eingangs-
LMF V7.0
Referenzhandbuch
LMF
Seite 127

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Laminarmasterflow systemS320

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