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Anlegen Der Signalspannung - Hameg Instruments Hm 705 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
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Le Ls
Bei
sehr
kurzen
Zeiten
ist die
Anstiegszeit
des
Oszilloskop-Mefgverstarkers
geometrisch
vom
gemessenen
Zeitwert abzuziehen.
Die Anstiegszeit
des Signals ist dann
ta = V tges? — tosz?
Dabei ist tges die gemessene Gesamtanstiegszeit und
tosz die vom Oszilloskop (bei HM 705 ca. 5ns).|st tges
grofser als 35ns,
dann
kann
die Anstiegszeit des
MeBverstarkers vernachlassigt werden.
Anlegen der Signalspannung
Die ZufuUhrung des aufzuzeichnenden Signals an den
Y-Eingang
des
Oszilloskops
ist mit einem
abge-
schirmten Mef&kabel wie z. B. HZ32 und HZ34 direkt
oder uber einen Tastteiler 10:1 geteilt mdglich. Die
Verwendung
der Mef&kabel an hochohmigen
Mef-
objekten ist jedoch nur dann empfehlenswert, wenn
mit relativ niederen Frequenzen (bis etwa 50kHz) ge-
arbeitet wird. Fur hohere Frequenzen muf& die Mef-
spannungsquelle
niederohmig,
d. h. an den Kabel-
Wellenwiderstand (in der Rege! 50Q) angepaft sein.
Besonders bei der Ubertragung von Rechteck- und
Impulssignalen
ist das
Kabel
unmittelbar
am
Y-
Eingang
des
Oszilloskops
mit einem
Widerstand
gleich dem Kabel-Wellenwiderstand
abzuschliegen.
Bei Benutzung eines 50Q-Kabels wie z. B. HZ34 ist
hierfur von
HAMEG
der 50Q0-Durchgangsabschlulg
HZ22 erhdaltlich. Vor allem bei der Ubertragung von
Rechtecksignalen
mit
kurzer
Anstiegszeit
konnen
ohne Abschlu& an den Flanken und Dachern stérende
Einschwingverzerrungen
sichtbar werden.
Dabei ist
zu beachten,
dalg man
diesen AbschluBwiderstand
nur mit max.
2 Watt belasten darf. Diese Leistung
wird
mit
10Veff.
oder
bei Sinussignal
mit
28,3Vss
erreicht.
Wird
ein Tastteiler
10:1
(z. B.
HZ30) verwendet,
ist kein Abschlufg erforderlich. In
diesem Fall ist das AnschluSkabel direkt an den hoch-
ohmigen
Eingang
des Oszilloskops
angepalgt.
Mit
Tastteiler werden auch hochohmige Spannungsquel!-
len nur geringfugig belastet (ca. TOMQII11pF). Des-
halb sollte, wenn der durch den Tastteiler auftretende
Spannungsverlust
durch
eine hohere
Empfindlich-
keitseinstellung wieder ausgeglichen werden kann,
nie ohne diesen gearbeitet werden. Auf&erdem stelit
die Langsimpedanz des Teilers auch einen gewissen
M6 705
Schutz
fur den
Eingang
des
Mef&verstarxers
dar.
Infolge der getrennten Fertigung sind alle Tastteiler
nur vorabgeglichen; daher mu ein genauer Abgleich
am
Oszilloskop
vorgenommen
werden
(siehe
''Abgleich des Tastteilers'', Seite M7).
Wenn ein Tastteiler 10:1 oder 100:1
verwendet
wird, muB bei Spannunngen tiber 500 V immer DC-
Eingangskopplung
benutzt
werden.
Bei
AC-
Kopplung tleffrequenter Signale ist die Teilung nicht
mehr frequenzunabhangig,
Impulse
kénnen
Dach-
schrage
zeigen,
Gleichspannungen
werden
unter-
druckt
belasten
aber den
betreffenden
Oszillo-
skop-Eingangskopplungskondensator.
Dessen Span-
nungsfestigkeit
ist max.
5OOV
(DC+Spitze
AC).
Ganz besonders wichtig ist deshalb die DC-Eingangs-
kopplung bei einem Tastteiler 100:1, der meist eine
zulassige
Spannungsfestigkeit
von
max.
1500V
(DC
+ Spitze AC) hat. Zur Unterdruckung
stdrender
Gieichspannung darf aber ein Kondensator entspre-
chender Kapazitat und Spannungsfestigkeit vor den
Tastteilereingang
geschaltet
werden
({z.
B.
zur
Brummspannungsmessung).
Beim
100:1
Tastteiler HZ37
ist die zulassige Ein-
gangswechselspannung frequenzabnangig begrenczt:
unterhalb 20kHz (1\V/-Zeilenfrequenz!) auf
max.
1500Vs = 3000Vss =
10617
Veff;
oberhalb 20kHz (mit f in MHz) auf
212 s
=
424
a
150 Vere
yp
ye OS
ve
Wichtig fur die Aufzeichnung kieiner Signalspannun-
gen ist die Wahl des Massepunktes am Prufobjekt. Er
soll mdglichst immer
nahe dem
MefSpunkt liegen.
Andernfalls konnen evtl. vorhandene
Strome durch
Masseleitungen
oder Chassisteile das Melsergebnis
stark verfalschen.
Besonders
kritisch sind auch die
Massekabel
von Tastteilern. Sie sollen so kurz und
dick wie moglich sein.
Signalspannungen
zwischen
zwet
hochliegenden
Schaltungspunkten
werden
oft im Differenzbetrieb
beider
Kanale
gemessen.
Als Spannungsabfail
an
einem
bekannten
Widerstand
lassen sich so auch
Strome
zwischen
zwei
hochliegenden
Schaltungs-
teilen bestimmen. Allgemein gilt, dafé bei der Darstel-
lung von Differenzsignalen die Entnahme der beiden
Signalspannungen
nur mit Tastteilern absolut glei-
cher Impedanz und Teilung erfolgen darf. Fur man-
che Differenzmessungen ist es vorteilhaft, die Masse-
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