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Hameg Instruments HM 705 Bedienungsanleitung Seite 22

Inhaltsverzeichnis
PT ee
schiebung
zum
Triggerpunkt hat, sind problemlos.
Gemeint sind damit alle elektrischen Signalformen,
die sich mit der Folgefrequenz standig wiederholende
Signalflanken
gleicher
Polaritat
und
triggerbare
Pegeiwerte
enthalten.
Besteht
keine
Phasenkon-
stanz,
kann
die Triggerung
beim
Umschalten
von
Search auf Delay oder bei Anderung des Zeitkoeffi-
zienten aussetzen. Man muf$ dann bereits im Normal-
betrieb (Darstellung der Grundperiode des Signals)
versuchen, einen mit dem zu vergrdernden Signal-
teil phasenkonstanten
Triggerpunkt
zu finden.
Be:
komplizierten Signalgemischen
ist es moglich, dafs
die
Aufzeichnung
der
Grundperiode
mit anderen
signalanteilen Uberlagert ist. Diese verschwinden in
der Regel beim Hochschalten der Ablenkgeschwin-
digkeit. Andernfalls wird u. U. der Bildstand der ge-
dehnten Darstellung mit Einstellung des LEVEL- und
des VAR.-Reglers
oder mit Hilfe der after delay-
Triggerung
erreicht.
Mit
Hilfe
der
X-MAGN.-
Dehnung kann jeder Ausschnitt ohne Veranderungen
an der Zeitbasis oder der Verzogerungszeit nochmals
um den Faktor 70 vergrof&ert werden. Dies kann bel
schwieriq zu triggernden Signalen eine Hilfe sein.
After delay-Triggerung
Besonders
dann,
wenn
in komplizierten
Signalge-
mischen
der interessierende Signalausschnitt keine
Phasenkonstanz
zur Signal-Folgefrequenz
hat, hilft
die zweite Triggerung after delay, also nach Ablauf
der eingestellten Verzogerungszeit. Die erste Trigge-
rung spricht auf eine geeignete Signalflanke an, die
synchron
ist mit der Folgefrequenz,
wahrend
die
zweite Triggerung — vollig unabhangig davon — auf
eine Flanke
des interessierenden
Signalausschnitts
eingestellt werden kann. Ein praktisches Beispiel fur
ein solches Signalgemisch ist der Farb-Sychronister-
Impuls
(alternierender
Burst)
im Farbfernsehsignal
auf der hinteren Austastschulter des Zeilenimpulses,
der von Zeile zu Zeile wechselnd um +45° phasen-
verschoben ist. Dieser (HF-) Impuls lat sich mit after
delay-Triggerung ohne Schwierigkeit Uber die volle
Bildschirmbreite runig stehend darstellen, ohne Sto6-
rung durch die gleichzeitig vorhandenen anderen Sig-
nalteile
wie
Farbartsignal,
Leuchtdichtesignal
und
Austastsignal
im
FBAS-Signal.
Die
after
delay-
Triggerung hilft aber auch — wie bereits erwahnt —
bel starkem
Jittern des Generators,
das normaler-
weise gro&e Dehnungen nicht zula&t.
Nachdem
alle Einstellungen fur die Triggerung der
Grundperiode — wie oben beschrieben — in Stellung
Norm. ausgetuhrt sind, wird in Stellung Search die
Verzogerungszeit gewahlt.
Sie ist etwas kurzer als
sonst einzustellen, weil die zweite Triggerung eine
gewisse Ansprechzeit erfordert. Die Dunkelzone soll-
te bereits ca. 2mm
vor dem zu triggernden Signal-
ausschnitt enden.
Intern erfolgt die Entnahme
des
zweiten
Triggersignals
AC-gekoppelt
von
der glei-
chen Signalquelle wie fur die Grundperiode.
Extern
ist das Triggersignal
DC-gekoppelt.
Hierzu
ist die
Taste Int./Ext. im DELAY-Feld zu drucken. Das exter-
ne Triggersignal ist dann der Buchse EXT. TRIG. zu-
zufuhren, wie fur externe Triggerung der Grundperio-
de. Die Wahl der Triggerflanke ist mit der +/— Taste
im DELAY-Feld moglich. Die Einstellung auf den ge-
wunschnten
Triggerpunkt
erfolgt mit dem
zweiten
LEVEL-Regler im DELAY-Feld. Ist dieser Regler in FR-
stellung (,,free run''), ist die after delay-Triggerung
abgeschaltet. Aufserhalb der FR-Stellung bleibt der
schirm
ohne
Einsatz
der after delay-Triggerung
immer dunkel (also z. B. auch bei Fehlen des Trigger-
signals).
Deshalb
mu&
der zweite
LEVEL-Regler
ohne gewunschte after delay-Triggerung immer in
FR-Position stehen.
|\st der gewunschte Signalaus-
schnitt nun durch die Einstellung des zweiten LEVEL-
Reglers
exakt
getriggert,
ist der
MODE-Schiebe-
schaiter im DELAY-Feld auf Delay zu schalten. Wie
bel der oben beschriebenen
normalen
verzdgerten
Darstellung beginnt dann die Zeitablenkung am lin-
ken Bildrand mit dem zu dehnenden
Zeitabschnitt.
Eine
Verschiebung
des
Zeitabschnitts
mit
dem
DELAY-Feinregler
x1-x10
ist nicht mehr moglich.
Die after delay-Triggerung halt den mit dem zweiten
LEVEL-Regier eingestellten Triggerpunkt fest. Die ge-
wunschte
Dehnung
kann nun, wie oben beschrie-
ben, durch Rechtsdrehung des TIMEBASE-Schalters
und/oder Einschaltung der x10 Dehnung X-MAGN.
erfolgen.
Der Umgang mit der Ablenkverzogerung, besonders
bei schwierig darzustellenden Signalgemischen,
be-
darf einer gewissen Erfahrung. Die Aufzeichnung von
Ausschnitten einfacher Signalarten ist dagegen vom
Anfang an problemlos. Es ist zu empfehlen, immer in
der
beschriebenen
Reihenfolge
Norm.-Search-
Delay vorzugehen, da sonst das Auffinden des ge-
wunschten Zeitbereiches relativ schwierig sein kann.
Der Einsatz der Ablenkverzogerung ist auch bei Zwel-
M13 705
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