Anlegen
der Signalspannung
Vorsicht
beim Anlegen
Vertikaleingang!
Ohne vorgeschalteten Tastteiler sollte
der Schalter für die Signalkopplung zunächst immer auf AC
und der Eingangsteilerschalter auf 20 V/cm stehen. 1stdie
Strahllinie nach dem Anlegen der Signalspannung plötzlich
nicht mehr sichtbar, kann es sein, daß die Signalamplitude
viel zu groß ist und den Vertikalverstärker total übersteuert.
Der Eingangsteilerschalter muß dann nach links zurückge-
dreht werden, bis die vertikale Auslenkung nur noch 3-8 cm
hoch ist. Bei mehr als 160 Vss großer Signalamplitude ist
unbedingt ein Tastteiler vorzuschalten.Verdunkelt sich die
Strahllinie beim Anlegen des Signals sehr stark, ist wahr-
scheinlich die Periodendauer des Meßsignals wesentlich
länger als der eingestellte Wert am TIME/DIV.-Schalter.
Letzterer ist dann auf einen entsprechend größerenZeitko-
effizienten
nach links zu drehen.
Die Zuführung des aufzuzeichnendenSignalsan den Y-Ein-
gang des Oszilloskops ist mit einem abgeschirmten Meß-
kabel wie Z.B. HZ32 und HZ34 direkt Oder über einen Tast-
teiler 10:1 geteilt möglich. Die Verwendung der Meßkabel
an hochohmigen Meßobjekten ist jedoch nur dannempfeh-
lenswert, wenn mit relativ niedrigen Frequenzen (bis etwa
50 kHz) gearbeitet wird. Für höhere Frequenzen muß die
Meßspannungsquelle niederohmig, d.h. an den Kabel-Wel-
lenwiderstand
(in der Regel 50Q) angepaßt sein. Beson-
ders bei der Übertragungvon Rechteck- und Impulssigna-
len ist das Kabel unmittelbar am Y-Eingang des Oszillo-
skops mit einem Widerstand gleich dem Kabel-Wellenwi-
derstand abzuschließen. Bei Benutzung eines 50Q-Kabels
wie Z.B. HZ34 ist hierfür von HAMEG der 50Q-Durchgangs-
abschluß HZ22 erhältlich. Vor allem bei der Ubertragung
von Rechtecksignalen mit kurzer Anstiegszeit werden ohne
Abschluß
an den
Flanken
schwingverzerrungen
sichtbar. Manchmal empfiehlt sich
die Verwendung eines Abschlußwiderstandes auch bei
Sinussignalen. Gewisse Verstärker, Generatoren Oder ihre
Abschwächer
halten die Nenn-Ausgangsspannung
dann frequenzunabhängig ein. wenn ihr Anschlußkabel mit
dem vorgeschriebenen
Dabei ist zu beachten,
daß man den Abschlußwiderstand
HZ22 nur mit max. 2 Watt belasten darf. Diese Leistung
Wird mit 10 Veff Oder — bei Sinussignal — mit 28,3 Vss
erreicht.
Wird ein Tastteiler
10:1 Oder 100: 1 verwendet,
Abschluß
erforderlich.
In diesem
direkt an den hochohmigen Eingang des Oszilloskops ange-
paßt. Mit Tastteiler werden auch hochohmige Spannungs-
quellen nur geringfügig belastet (ca. IOMQ II 16 pF bzw.
100MQ II 7 pF bei HZ53). Deshalb sollte, wenn der durch
den Tastteiler auftretende Spannungsverlust durch eine
höhere Empfindlichkeitseinstellung
werden kann, nie ohne diesen gearbeitet werden. Außer-
M6
203-5
unbekannter
Signale an den
und
Dächern
störende
Widerstand
abgeschlossen
Fall ist das Anschlußkabel
wieder ausgeglichen
dem stellt
die Längsimpedanz
gewissen Schutz für den Eingang des Vertikalverstärkers
dar. Infolge der getrennten Fertigung sind alle Tastteiler nur
vorabgeglichen; daher muß ein genauer Abgleich am Oszil-
loskop vorgenommen werden (siehe „Tastkopf-Abgleich" ,
Seite M 8).
Standard-Tastteiler am Oszilloskop verringern mehr Oder
weniger dessen Bandbreite und erhöhen die Anstiegszeit.
In allen Fällen, bei denen die Oszilloskop-Bandbreite voll
genutzt werden muß (Z.B.für Impulse mit steilen Flanken),
raten wir dringend dazu, die Modularen
(10:1), HZ52 (10:1 HF) und HZ54 (1
zen (siehe OSCILLOSCOPE-Zubehör Z 1). Das erspart u.U.
die Anschaffung eines Oszilloskops mit größerer Band-
breite
und hat den Vorteil,
HAMEG bestellt und selbst ausgewechselt werden kön-
nen. Die genannten Tastköpfe haben zusätzlich zur nieder-
frequenten Kompensationseinstellung
Damit ist mit Hilfe eines auf 1 MHz umschaltbaren
tors, Z.B. HZ60, eine Gruppenlaufzeitkorrektur
ren Grenzfrequenz des Oszilloskops möglich.
werden
mit
Anstiegszeit des HM 203-5 kaum merklich geändert und
Kurvenform-Wiedergabetreue
weil eine Anpassung an die individuelle Rechteckwiericr•
gabe des Oszilloskops möglich ist.
Wenn
ein Tastteiler
muß bei Spannungen
kopplung benutzt werden. Bei AC-Kopplung tieffrequen-
ter Signale ist die Teilung nicht mehr frequenzunabhängig,
Impulse können Dachschräge zejgen, Gleichspannungen
werden
unterdrückt
Oszilloskop-Eingangskopplungskondensator.
Spannungsfestigkeit ist max. 400 V (DC + SpitzeAC).Ganz
Ein-
besonders wichtig ist deshalbdie DC-Eingangskopplung
bei einem Tastteiler 100: 1, der meist eine zulässige Span-
nungsfestigkeit von max. 1200V (DC + SpitzeAC) hat. Zur
Unterdrückung störender Gleichspannung darf aber ein
nur
Kondensator
stigkeit vor den Tastteilereingang
ist.
(Z.B. zur Brummspannungsmessung).
Bei allen Tastteilern ist die zulässige Eingangswechsel-
spannung oberhalbvon 20 kHzfrequenzabhängigbegrenzt.
Deshalb muß die „Derating Curve" des betreffenden Tast-
ist kein
teilertyps beachtet werden.
Wlchtig für die Aufzeichnung kleiner Signalspannungenist
die Wahl des Massepunktes am Prüfobjekt. Er soll mög-
lichst immer nahe dem Meßpunkt liegen. Andernfalls kön-
nen evtl. vorhandene Ströme durch Masseleitungen Oder
Chassisteile das Meßergebnis stark verfälschen. Beson-
ders kritisch
sind auch die Massekabel
sollen so kurz und dick wie möglich sein. Beim Anschluß
des Teilers
und 10:1) zu benut-
daß defekte
einen HF-Abgleich.
diesen
Tastkopf-Typen
u.U. sogar noch verbes$.
10:1 Oder 100: 1 verwendet
über 400 V immer DC-Eingangs-
— belasteh
aber den betreffenden
entsprechender Kapazität und Spannungsfe-
geschaltet werden
von Tastteilern.
auch einen
Tastköpfe HZ51
Einzelteile
bei
Ca!ibi.•:,-
an der
Bandbrcite
wird,
Dessen
Sie
Anderungen vorbehalten