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Hameg Instruments HM 705 Bedienungsanleitung Seite 19

Inhaltsverzeichnis
Pe /A\ UU Le Loss
Rechtecks zum Nadelimouls verformt, kann die Um-
_ schaltung auf Normaltriggerung und die Bedienung
des LEVEL-Reglers erforderlich werden.
Bei Signal-
gemischen
ist die Triggermoglichkeit abhangig von
gewissen periodisch wiederkehrenden Pegelwerten.
Die LEVEL-Einstellung auf diese Pegelwerte erfordert
etwas Feingefuhl.
Zur Netztriggerung in Stellung Line des oberen Trig-
gerwahlschalters wird eine (geteiite) Sekundarwick-
lungsspannung
des Netztransformators
als netzfre-
quentes
Triggersignal
(5O-6QHz}
genutzt.
Diese
Triggerart ist unabhangig
von Amplitude
und Fre-
quenz des Y-Signals und empfiehlt sich fur alle Signa-
le, die netzsynchron
sind.
Dies gilt ebenfalls
in
gewissen Grenzen — fur ganzzahlige Vielfache oder
Teile der Netzfrequenz.
Die Netztriggerung
erlaubt
eine Signaldarstellung
aucn
unterhalb der Trigger-
schwelle. Sie ist deshalb u. a. besonders geeignet zur
Messung kleiner Brummspannungen von Netzg!eich-
richtern oder netzfrequenter
Einstreuungen
in eine
schaltung.
Soll das Video-Signal eines Fernsehempfangers mit
- Bildfrequenz oszilloskopiert werden, mul man zur
Abschwachung
der Zeilenimpulse den oberen Trig-
gerwahlschalter in Stellung LF (low frequency) brin-
gen. Dies ist auch fur die Triggerung anderer Signale
unter
80QHz
Folgefrequenz
vorteilhaft,
weil dann
durch
den
eingeschalteten
Tiefpal&
hochfrequente
Storungen und Rauschen in der Triggerspannungszu-
fuhrung unterdruckt werden.
Wenn
bei aufserst
komplizierten
Signalgemischen
auch nach mehrmaligem
gefuhlvollen Durchdrehen
des LEVEL-Reglers bei Normaltriggerung kein stabi-
ler Triggerpunkt gefunden wird, kann in vielen Fallen
der
Bildstand
durch
Betatigung
des
HOLD-OFF-
Reglers erreicht werden. Mit dieser Einrichtung kann
die Sperrzeit der Triggerung zwischen zwei Zeitab-
lenkperioden
im Verhaltnis
10:1
kontinuierlich ver-
grofert werden.
Impulse oder andere Signalformen,
die innerhalb dieser Sperrzeit auftreten, kOnnen nun
die Triggerung
nicht mehr beeinflussen.
Besonders
bel Burst-Signalen oder aperiodischen Impulsfolgen
gleicher Amplitude kann der Beginn der Triggerphase
dann auf den jeweils gunstigsten oder erforderlichen
Zeitpunkt eingestellt werden.
Nach Beendigung cie-
ser Arbeit sollte der HOLD-OFF-Regler
unbedingt
M10 705
wieder auf Rechtsanschlag
zuruckgedreht werden,
weil sonst u. U. die Bildhelligkeit drastisch reduziert
ist.
Einmalige Vorgange, z. B. einzelne Stdrimpulse oder
das Bild der abklingenden Schwingung eines Reso-
nanzkreises nach Stoerregung,
lassen sich mit ein-
maliger Zeitablenkung darstellen. Hierfur ist die Taste
Single einzudrucken.
Die
links neben
der Reset-
Taste befindliche
Leuchtdiode
zeigt die Startbereit-
schaft der Zeitablenkung an. Leuchtet sie nicht, mufg
die Reset-Taste ebenfalls gedruckt werden. In man-
chen Fallen kann zwar bei der Aufzeichnung von Ein-
zelbildern mit automatischer Spitzenwert-Triggerung
gearbeitet werden.
Der Strahlhinlauf beginnt dabei
etwa in Hohe der Zeitlinie. Die Triggerung ist dann
sehr empfindlich, aber schon sehr kleine, zufallig auf-
tretende Storimpulse konnen die Ablenkung vorzeitig
auslosen. Fur die getriggerte Auslosung bei hdéheren
oder tieferen Pegelwerten oder bei sehr tiefen Fre-
quenzen ist Normaltriggerung und die manuelle Be-
dienung des LEVEL-Reglers viel vorteilnafter. Even-
tuell ist die entsprechende Einstellung vorher bei nor-
maler Zeitablenkung mit einer ahniichen Signalspan-
nung zu ermitteln. Richtig eingestellt, lost dann der
nachstfolgende Triggerimpuls die Zeitablenkung ein-
malig aus. Nach deren Ablauf erlischt die mit Ready
bezeichnete Leuchtdiode. Fur eine Wiederholung des
Vorgangs
ist die Reset-Taste
erneut
zu drucken.
Visuell kOnnen bei einmaliger Darstellung nur relativ
langsame Vorgange beobachtet werden. In den mel-
sten Fallen empfiehit sich eine fotografische
RegI-
strierung.
Alle am TIMEBASE-Schalter einstellbaren Zeitkoeffi-
zienten beziehen sich auf die rechte Anschlagstellung
des mit VAR. bezeichneten Feinreglers und eine Lan-
ge der Zeitlinie von
10cm.
Bet 10facher Dehnung
der Zeitachse (Knopf X-MAGN. gezogen) ergibt sich
dann
in der 0.05us/em
Stellung des TIMEBASE-
Schalters zusammen
eine maximale Auflosung von
ca. 5ns/cm. Die Wahl! des gunstigsten Zeitbereiches
hangt von der Folgefrequenz
der angelegten
Mels-
spannung ab. Die Anzahl der dargesteliten Kurvenbil-
der erhoht sich mit der Vergrolgerung des Zeitkoefti-
zienten.
Trigger-Anzeige
Sowohl
bei Auto- wie auch
be! Norm.-Triggerung
wird der getriggerte Zustand der Zeitablenkung durch
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