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Technische Einzelheiten; Vertikalablenkung - Hameg Instruments Hm 705 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
HIFAriE Lo
Allgemeines
Im HM705 sind viele technische Besonderheiten verwirk-
licht, die wegen ihres Aufwandes bei Geraten tieferer Preis-
klasse nicht realisierbar sind. lm Vordergrund steht dabei
jedoch
immer
ein giinstiges
Preis-Leistungsverhaltnis.
Der Aufbau ist Ubersichtlich. Die verschiedenen Baugrup-
pen sind auf insgesamt
10 Leiterplatten
untergebracht.
Durch
gemischte
Anwendung
monolithisch
integrierter
Schaltkreise und diskreter Elemente und durch Selektion
datenbestimmender Bauteile wird ein hoher Qualitatsstan-
dard erreicht. Bedienungs- und Service-Hinweise sind aus-
fuhrlich im beiliegenden Manual behandelt.
Fur die Auf-
zeichnung
sehr langsam
verlaufender
Vorgange
ist der
HM 705 auch mit Nachleuchtrohre |ieferbar.
Betriebsarten
Der HM705
ist fur 1- oder 2-Kanalbetrieb verwendbar.
Die Aufzeichnung zweier in Zeit und Amplitude verschiede-
ner Vorgange kann nacheinander
(alternate mode)
oder
durch vielfaches Umschalten
der Kanale innerhalb einer
Ablenkperiode (chopped mode) erfolgen. Im alternierenden
Betrieb ist es mdglich, das interne Triggersignal den zwei
Kanalen wechselweise zu entnehmen. Dann konnen bei-
de Eingangssignale auch asynchron sein oder sich gegen-
seitig gleitend andern. Bei gleichzeitiger Einschaltung bel-
der Kanale konnen zwei Signalspannungen addiert werden.
In Verbindung mit invertiertem Kanal | ist auch die Darstel-
lung der Differenz moglich. Alle angefuhrten Betriebsarten
sind mit nur wenigen
Tasten
einzustellen.
Bei externer
Horizontal-Ablenkung (XY-Betrieb) wird das X-Signal uber
Kanal || zugeflhrt.
Eingangsimpedanz
und Ablenkkoeffi-
zientbereiche sind dann in beiden Richtungen gleich.
Vertikalablenkung
Der HM705
hat diodengeschitzte FET-Eingange in be'-
den Vorverstarkern.
Diese werden
Uber einen elektroni-
schen Umschalter einzeln, wechselweise oder zusammen
an den Y-Endverstarker geschaltet. Der Umschalter arbeitet
mit bistabil gesteuerten Diodengattern. Als Steuersignal
wird fur altern. Betrieb der Helltastimpuls des Ablenkgene-
rators und bei Chopperbetrieb ein 1MHz-Signal benutzt.
Dabei auftretende Schaltimpulse werden ausgetastet. Zwi-
schen den Diodengattern und dem Y-Endverstarker liegt
eine symmetrische Verzégerungsleitung, welche das Y-
Signal etwa um die dreifache Ansprechzeit der Zeitbasis
verzogert. Zur einwandfreien Triggerung hoherer Frequen-
zen sind die Bandbreiten der Vorverstarker relativ gro. Die
Bandbreite des gesamten Y-Verstarkers wird im wesentli-
chen von der Y-Endstufe
bestimmt.
Die angegebenen
Werte beziehen sich auf -3dB (70% von 60mm).
P2 5/82
Technische Einzelheiten
Uberschreibungen des Schirmrasters in Y-Richtung werden
durch
2 Leuchtdioden
angezeiat.
Gegenuber
dem
her-
kommlichen
''Beam Finder'' ist sofort erkennbar, in wel-
cher Richtung der Strahl den Schirm verlassen hat. Diese
Einrichtung
registriert
auch
Uberschreibungen
durch
Nadelimpulse (Spikes) von mehr als 10Ons Dauer. Beson-
ders bei niedrigen Wiederholungsfrequenzen
durfte dies
von groRem Vorteil sein. Bei totaler Ubersteuerung des
Bildschirms leuchten beide Lampen auf.
Zeitablenkung
Durch Verwendung schneller monolithisch integrierter Bau-
steine konnen Signale ab 5mm BildhGdhe bis mind. 7OMHz
mit
Automatischer
Spitzenwert-
oder
mit
Normal!-
Triggerung dargestellt werden. In Stellung ''HF'' des Trig-
gerfilters liegt die obere Grenze sogar bei 120MHz.
Kern-
stuck der Triggeraufbereitung ist ein Spannungskompara-
tor mit extrem
kurzer
Anstiegszeit
und
TTL-Ausgang.
Ankopplung und Entnahme der Triggerung sind in vielen
Varianten modglich, so daf& auch die Darstellung sehr kom-
plizierter Vorgange relativ problemlos ist. Mit Hilfe der 10:1
variablen ''Hold-off''-Zeit kOnnen aperiodische Signale,
wie z. B. digitale ''Worte'', getriggert werden.
Einmalige
Ereignisse, wie z. B. Einschaltvorgange, sind im *'Single''-
Betrieb darstellbar.
Die Zeitbasis verfugt Uber 23 Ablenkbereiche, die jeweils
noch x10 gedehnt werden konnen. Grofgere Dehnungen
bzw. Ausschnitt-VergroRerungen sind mit der verzégerba-
ren Zeitablenkung moglich.
Begrenzt durch die kurzeste
Ablenkzeit (5ns/cm) konnen z. B. bis zum Zeitkoeffizienten
5 us/cm Signalausschnitte zeitlich 1000-fach gedehnt dar-
gestellt und gemessen werden. In den darunter liegenden
Bereichen sind noch groRere Dehnungen moglich. Der Ein-
satzpunkt derselben ist vorwahlbar oder lat sich kontinu-
ierlich Uber die Signalperiode verschieben.
Besonders fur
die Analyse von komplexen Signalarten ist dies sehr vor-
teilhaft. Enthalt ein Signalgemisch, wie z.B. das Farbfern-
sehsignal,
asynchron
verlaufende
Signalanteile,
konnen
diese nur mit einer 2. Triggerung, wie sie auch im HM705
vorhanden
ist, ruhig stehend aufgezeichnet werden.
Die
Anpassung an den Triggerpege! erfolgt mit einem zweiten
''LEVEL''-Regler. Der getriggerte Zustand der Zeitbasis und
die Delay-Betriebsarten
werden
mit Leuchtdioden
ange-
zeigt.
Sonstiges
Fur die StrahImodulation mit TTL-Pegel und zur Entnahme
der Sagezahnspannung
sind an der Ruckseite zwei BNC-
Buchsen angebracht.
Ein Calibrator fur die Kontrolle der
Ablenkkoeffizienten
und den Abgleich von Tastteilern ist
ebenso eingebaut wie eine Einrichtung zur Strahidrehung.
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