P= LAA UU Le Los
des Mefiverstarkers. Eine genauere Auswertung sol-
cher Signale mit dem HM 7/05 ist deshalb nur bis ca.
7 MHz
Folgefrequenz
moglich.
Schwieriger
ist das
Oszilloskopieren
von
Signalgemischen,
besonders
dann, wenn darin keine mit der Folgefrequenz stan-
dig wiederkehrende
hoheren
Pegelwerte
enthalten
sind, auf die getriggert werden kann. Dies ist z. B. bel
Burst-Signalen der Fall. Um auch dann ein gut getrig-
gertes Bild zu erhalten, ist u. U. die Zuhilfenahme des
Zeit-Feinreglers
oder der Ablenkverzogerung
erfor-
derlich.
Fernseh-Video-Signale
sind
relativ
leicht
triggerbar. Allerdings muf& bei Aufzeichnungen
mit
Bildfrequenz der obere Trigger-Selector-Schalter in
Steilung LF (Tiefpal-Filter) stehen. Dann werden die
schnelleren
Zeilenimpulse
so weit abgeschwacht,
daf§ bei entsprechender
Pegeleinstellung
leicht auf
die vordere oder hintere Flanke des Bildimpulses ge-
triggert werden kann.
Fur wahlweisen
Betrieb als Gleich- oder Wechsel-
spannungsverstarker
hat jeder Kanaleingang
einen
DC-AC-Schalter.
In Stellung DC sollte nur mit Tast-
teiler oder bei sehr niedrigen Frequenzen gearbeitet
werden,
oder wenn
die Erfassung des Gleichspan-
nungsanteils der Signalspannung unbedingt erforder-
lich ist.
Bei der Aufzeichnung sehr niederfrequenter Impulse
konnen bei AC-Betrieb des Mefiverstarkers storende
Dachschragen auftreten. In diesem Fall ist, wenn die
Signalspannung nicht mit einem hohen Gleichspan-
nungspegel
uberlagert
ist, der
DC-Betrieb
vorzu-
ziehnen. Andernfalls
muf& vor den Eingang des auf
DC-Kopplung geschalteten Mefverstarkers ein ent-
sprechend
grol&er Kondensator
geschaltet werden.
Dieser mulg, vor allem bei Messungen an Hochspan-
nungen,
eine genugend
grofge Spannungsfestigkeit
besitzen. DC-Betrieb ist auch fur die Darstellung von
Logik- und Impuls-Signalen zu empfehlen, besonders
dann, wenn
sich dabei das Tastverhaltnis
standig
andert. Andernfalls wird sich das Bild bei jeder Ande-
rung auf- und abwarts bewegen. Gleichspannungen
sind ebenfalls in Stellung DC zu messen.
Die Auswertung einmaliger Vorgange mit Einzelab-
lenkung (Single-Reset-Betrieb) von weniger als 1 Se-
kunde Dauer ist nur fotografisch mdglich. Dank des
ungewohnlich
hellen und scharfen Strahls der Bild-
rohre konnen sogar extrem kurze einmalige Vorgan-
ge noch fotografisch aufgezeichnet werden.
M4 705
GréRe der Signalspannung
In der allgemeinen Elektrotechnik bezieht man sich
bei Wechselspannungsangaben in der Regel auf den
Effektivwert.
Fur Signalgroen
und Spannungsbe-
zeichnungen
in der Osziilloskopie
wird jedoch
der
Vss-Wert
(Volt-Spitze-Spitze)
verwendet.
Letzterer
entspricht den wirklichen Potentialverhaltnissen zwi-
schen dem positivsten und negativsten Punkt einer
Spannung.
Will man eine auf dem Oszilloskopschirm aufgezeich-
nete
sinusformige
Grofgse
auf
ihren
Effektivwert
umrechnen,
mufS der sich in Vss ergebende Wert
durch 2xj/2 = 2,83 dividiert werden. Umgekehrt ist
zu beachten, dalg in Veff angegebene sinusformige
Spannungen den 2,83fachen Potentialunterschied in
Vss
haben.
Die
Beziehungen
der
verschiedenen
Spannungsgrokken untereinander sind aus der nach-
folgenden Abbildung ersichtlich.
|
CEC
eteteteteeeeEe
PTT TLE
INSG |
Spannungswerte an einer Sinuskurve
Veff = Effektivwert; Vs = einfacher Spitzenwert;
Vss = Spitze-Spitze-Wert; Vmom = Momentanwert
Die
minimal
erforderliche
Signalspannung
am
Y-
Eingang fur ein 1cm hohes Bild betragt ca. 2mVss,
wenn
der Feinregler am
Eingangsteilerschalter
bis
zum Anschlag nach rechts gedreht ist. Es konnen je-
doch auch noch kleinere Signale aufgezeichnet wer-
den. Die Ablenkkoeffizienten an den Eingangsteilern,
bezeichnet mit CH. und CH.II, sind in mVss/cm oder
Vssicm
angegeben.
Die
GroBe
der angelegten
Spannung ermittelt man durch Multiplikation des
eingesteliten Ablenkkoeffizienten mit der abgele-
senen vertikalen Bildhéhe in cm. Wird mit Tastteiler
10:1 gearbeitet, ist nochmals mit 10 zu multiplizie-
ren. Fiir Amplitudenmessungen muB der Feinregler
am
Ejingangsteilerschalter
in seiner
calibrierten
Stellung stehen
(Pfeil waagerecht
nach
links zei-