Bei einem am TIME/DlV.-Schalter
zienten von 0,05 gs/cm und gedrückter Dehnungstaste x10
ergäbe das Bildbeispiel eine gemessene Gesamtanstiegs-
zeit von
tges= 1,6cm • 0.05ps/cm : 10 —8ns
Bei sehr kurzen Zeiten ist die Anstiegszeit des Oszilloskop-
Vertikalverstärkers
und des evtl. benutzten Tastteilers geo-
metrisch
vom gemessenen
Anstiegszeit des Signals ist dann
tges2 — tosz2 — tt2
Dabei ist tgesdie gemesseneGesamtanstiegszeit,tosz die
vom Oszilloskop (beim HM1005 ca. 4,4 ns) und tt die des
Tastteilers, Z.B. = 2ns. 1sttgesgrößer als 34 ns, dann kann
die Anstiegszeit
des Vertikalverstärkers
werden
(Fehler < 1 0/0).
Obiges Bildbeispiel ergibt damit eine Signal-Anstiegszeit
von
82 - 3,52 - 22 = 6,9ns
Die Messung der Anstiegs- Oder Abfailzeit ist natürlich nicht
auf die oben im Bild gezeigte Bild-Einstellung begrenzt. Sie
ist so nur besonders einfach. Prinzipiell kann in Jeder Bild-
lage und bei beliebiger Signalamplitude gemessen werden.
Wichtig
ist nur, daß die interessierende
ler Länge bei nicht zu großer Steilheit sichtbar ist und daß
der Horizontalabstand
bei 10% und 90% der Amplitude
gemessen wird. Zeigt die Flanke Vor- Oder Uberschwingen,
sollte man die 100% nicht auf die Spitzenwerte beziehen,
sondern
auf die mittleren
brüche Oder Spitzen (glitches) neben der Flanke nicht
berücksichtigt.
Bei sehr starken Einschwingverzerrungen
verliert
die Anstiegs-
Oder Abfallzeitmessung
ihren Sinn. Für Verstärker
penlaufzeit (also gutem Impulsverhalten) gilt folgende Zah-
lenwert-Gleichung
zwischen Anstiegszeit
Bandbreite
B (in MHz)
350
ta
=
Anlegen
der Signalspannung
Vorsicht
beim
Anlegen
Vertikaleingang!
Ohne vorgeschalteten
der Schalter für die Signalkopplung zunächst immer auf AC
und der Eingangsteilerschalter
Strahllinie nach dem Anlegen der Signalspannung plötzlich
nicht mehr sichtbar, kann es sein, daß die Signalamplitude
viel zu groß ist und den Vertika*verstärker total übersteuert
(siehe unter: „Y-Überbereichsanzeige"). Der Eingangstei-
lerschalter muß dann nach links zurückgedreht werden, bis
Anderungen vorbehalten
eingestellten
Zeitkoeffi-
Zeitwert
abzuziehen.
vernachlässigt
Signalflanke
Dachhöhen.
Ebenso
werden
allerdings
mit annähernd
konstanter
ta (in ns) und
ta
unbekannter
Signale
an den
Tastteiler sollte
auf 5 V/cm stehen. 1st die
die vertikale Auslenkung nur noch 3-8 cm hoch ist. Bei mehr
als 40 Vssgroßer Signalamplitude ist unbedingt ein Tasttei-
ler vorzuschalten.
gen des Signals sehr stark, ist wahrscheinlich die Perioden-
dauer des Meßsignals wesentlich
stente
Wert
am TIME/DlV.-Schalter.
einen entsprechend größeren Zeitkoeffizienten
zu drehen.
Die
Die Zuführung des aufzuzeichnenden Signals an den Y-Ein-
gang des Oszilloskops ist mit einem abgeschirmten Meß-
kabel wie Z.B. HZ32 und HZ34 direkt
teiler 10:1 geteilt möglich. Die Verwendung der Meßkabe!
an hochohmigen Meßobjekten ist jedoch nur dann empfeh-
lenswert, wenn mit relativ niedrigen Frequenzen (bis etwa
50 kHz) gearbeitet wird. Für höhere Frequenzen muß die
Meßspannungsquelle
lenwiderstand
(in der Regel 500) angepaßt sein. Beson-
ders bei der Ubertragung von Rechteck- und Impulssigna-
len ist das Kabel unmittelbar am Y-Eingang des Osziilo-
skops mit einem Widerstand gleich dem Kabel-Wellenwi-
derstand abzuschließen. Bei Benutzung eines 50Q-Kabels
wie Z.B. HZ34 ist hierfür von HAMEG der 50Q-Durchgangs-
abschluß HZ22 erhäitlich. Vor allem bei der Ubertragung
von Rechtecksignalen mit kurzer Anstiegszeit werden ohne
Abschluß
an
den
schwingverzerrungen
die Verwendung
in vol-
Sinussignalen. Gewisse Verstärker, Generatoren Oder ihre
Abschwächer
halten
dann frequenzunabhängig
dem vorgeschriebenen
Dabei ist zu beachten,
Ein-
HZ22 nur mit max. 2 Watt belasten darf. Diese Leistung
Wird mit 10 Veff Oder —
erreicht.
Grup-
Wird
ein Tastteiler
Abschluß
erforderlich.
direkt an den hochohmigen Eingang des Oszilloskops ange-
paßt. Mit Tastteiler werden auch hochohmige Spannungs-
quellen nur geringfügig belastet (ca. IOMQ II 16 pF bzw.
100MQ
II 7 pF bei HZ53). Deshalb sollte, wenn der durch
den Tastteiler auftretende
höhere Empfindlichkeitseinstellung
werden kann, nie ohne diesen gearbeitet werden. Außer-
dem stellt die Längsimpedanz
gewissen Schutz für den Eingang des Vertikalverstärkers
dar. Infoige der getrennten Fertigung sind alle Tastteiler nur
vorabgeglichen;
loskop vorgenommen werden (siehe „Tastkopf-Abgleich"
Seite M 7).
Standard-Tastteiler
weniger dessen Bandbreite und erhöhen die Anstiegszeit.
In allen Fällen, bei denen die Oszilloskop-Bandbreite
Verdunkelt
sich die Strahllinie
länger als der einge-
Letzterer
Oder über einen Tast-
niederohmig, d.h. an den Kabel-Wel-
Flanken
und
Dächern
sichtbar. Manchmal empfiehlt
eines Abschlußwiderstandes
die
Nenn-Ausgangsspannung
ein, wenn ihr Anschlußkabel mit
Widerstand
abgeschlossen
daß man den Abschlußwiderstand
bei Sinussignal — mit 28,3 Vss
10:1 Oder 100: 1 vervvendet,
In diesem
Fall ist das Anschlußkabel
Spannungsverlust
wieder
des Teilers auch einen
daher muß ein genauer Abgleich am Oszil-
am Oszilloskop
verringern
beim Anle-
ist dann auf
nach links
störende
Ein-
sich
auch bei
nur
ist.
ist kein
durch eine
ausgeglichen
,
mehr Oder
voll
MS 1005