HO/A\ MIE Ss
gend). Bei direktem Anschlufg an den Y-Eingang kann
man Signale bis 160Vss aufzeichnen.
Ist das Mef-
signal mit einer Gleichspannung uberlagert, darf der
Gesamtwert
(Gleichspannung
+ einfacher Spitzen-
wert
der
Wechselspannung)
des
Signals
am
Y-
Eingang +500V nicht dberschreiten.
Der gleiche
Grenzwert
gilt auch
fur normale
Tastteiler
10:1, —
durch deren Teilung jedoch Signalspannungen
bis
ca.
1000Vss
auswertbar
sind. Mit Spezialtastteiler
100:1
(z. B. HZ37)
kénnen
Spannungen
bis ca.
3000Vss
gemessen
werden.
Allerdings verringert
sich dieser Wert bei hOheren Frequenzen (siehe tech-
nische Daten HZ37). Mit einem normalen Tastteiler
10:1 riskiert man bel so hohen Spannungen, dafs der
den
Teiler-Langswiderstand
uberbruckende
C-
Trimmer durchschlagt, wodurch der Y-Eingang des
Oszilloskops beschadigt werden kann. Soll jedoch z.
B. nur die Restwelligkeit einer Hochspannung oszil-
loskopiert werden, genugt auch der 10:1-Tastteiler.
Diesem ist dann noch ein entsprechend
hochspan-
nungsfester
Kondensator
(etwa
22-68nF)
vorzu-
schalten.
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Es wird ausdrucklich
darauf hingewiesen,
dals die
Oszilloskop-Eingangskopplung unbedingt auf DC zu
schalten ist, wenn Tastteiler an hohere Spannungen
als 500V gelegt werden (siehe ''Anlegen der Signal-
Spannung'', Seite M6).
Zeitwerte der Signalspannung
In der Regel sind alle aufzuzeichnenden Signale sich
periodisch wiederholende Vorgange, auch Perioden
genannt. Die Zahl der Perioden pro Sekunde ist die
Folgefrequenz.
Abhangig
von
der Einstellung
des
TIMEBASE-Schalters kdnnen eine oder mehrere Sig-
nalperioden oder auch nur ein Teil einer Periode dar-
gestellt werden. Die Zeitkoeffizienten sind am TIME-
BASE-Schalter in s/cm, ms/cm und yus/em angege-
ben. Die Skala ist dementsprechend
in drei Felder
aufgeteilt. Die Dauer einer Signalperiode bzw. eines
Teils davon ermittelt man durch Multiplikation des
betreffenden Zeitabschnitts (Horizontalabstand in
cm) mit dem am TIMEBASE-Schalter eingesteliten
Zeitkoeffizienten.
Dabei muB& der mit VAR.
be-
zeichnete Zeit-Feinregler in seiner calibrierten Stel-
lung stehen (Pfeil waagerecht nach rechts zeigena).
Ist der zu messende
Zeitabschnitt im Verhaltnis zur
vollen
Signalperiode
relativ
klein,
sollte
man
mit
gedehntem Zeitmasstab
(X-MAGN.
x10) arbeiten.
Die ermittelten Zeitwerte sind dann durch 10 zu divi-
dieren. Sehr kleine Ausschnitte an beliebigen Stellen
des Signals sind jedoch genauer mit Hilfe der Ablenk-
verzogerung
mefgsbar.
Mit dieser
konnen
— _ stark
gedehnt
—
auch Zeiten von weniger als 1%
der
vollen Periodendauer dargestelit werden. Der kleinste
noch mef&ibare Zeitabschnitt ist im wesentlichen von
der verfugbaren
Helligkeit der Bildrohre
abhangig.
Die Grenze
liegt etwa
bei einer 500-1000fachen
Dehnung. Mit aufgesetztem Lichtschutztubus ist un-
ter Umstanden auch noch 200O0fach moglich. Dies
setzt jedoch voraus, dalé der am TIMEBASE-Schalter
eingestellte Zeitkoeffizient fur die Grundperiode unter
10usicm (einschlieBlich Dehnung x10) liegt, da an-
dernfalls
die
kUrzeste
einstellbare
Ablenkzeit
die
gro&tmogliche Dehnung bestimmt.
Bestimmend
fur das Impulsverhalten
einer Signal-
Spannung sind die Anstiegszeiten der in ihr enthalte-
nen Spannungssprunge. Damit Einschwingvorgange,
eventuelle Dachschragen und Bandbreitegrenzen die
MefSgenauigkeit
weniger
beeinflussen,
mif&t
man
Anstiegszeiten generell zwischen
70% und 90% der
vertikalen Impulshohe. Fur 6em hohe und symme-
trisch zur Mittellinie eingestellte Signalamplituden hat
das Bildschirm-Innenraster zwei punktierte horizontale
Hilfslinien in + 2,4em Mittenabstand. Der horizonta-
le Zeitabstand in cm zwischen den beiden Punk-
ten, an denen die Strahilinie oben und unten die
horizontalen
Hilfslinien
mit
2mm-Unterteilung
kreuzt, ist dann die zu ermitteinde Anstiegszeit.
Abfallzeiten werden sinngemaf§& genauso gemessen.
Die optimale vertikale Bildlage und der Mef&bereich
fur die Anstiegszeit sind in der folgenden Abbildung
dargestellt.
M5 705