Betriebssystem-Eigenschaften von RMOS3
8.3 Interrupt-Bearbeitung unter RMOS3
Damit ergibt sich für die Kaskadierung der Interrupt-Controller folgendes Bild:
Bild 8-10
APIC-Modus
Neuere PC-Architekturen unterstützen 24 Interrupt-Eingänge. Die Belegung der 16
Leitungen von IRQ0 bis IRQ15 bleibt so wie in Abbildung 8-10 dargestellt. Die Eingänge von
IRQ16 bis IRQ23 werden für On-board-PCI-Geräte der CPU (z.B. USB oder LAN) bzw. für
PCI-Geräte am PCI-Bus verwendet.
Individuelle Maskierung der Eingänge
Die Eingänge der Interrupt-Controller können, zusätzlich zur Interrupt-Sperre bzw. –Freigabe
des Prozessors, individuell maskiert und wieder freigegeben werden. Dies ist über das
Interrupt Mask Register des Interrupt-Controllers möglich und wird vom RMOS3-
Betriebssystem bei der Installation von Interrupt-Routinen und Treibern automatisch
vorgenommen.
Interrupt-Bearbeitung im PIC-Modus
Die Bearbeitung der Interrupts am Beispiel des MPIC erfolgt in folgenden Schritten:
1. Tritt an einem der IR-Eingängen des PICs ein Interrupt auf, so wird dieser (sofern er nicht
2. Bei freigegebenem INTR-Pin führt die CPU den laufenden Befehl zu Ende und erwidert
3. Der PIC legt daraufhin die dem IR-Pin entsprechende, programmierte Vektornummer auf
4. Die CPU liest diese Vektornummer mit dem 2. INTA#-Impuls ein.
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Kaskadierung der Interrupt-Controller
gesperrt ist) mit dem Signal INTR an die CPU weitergeleitet.
die PIC-Anforderung mit dem 1. INTA#-Impuls.
den Datenbus (D7 ... D0).
RMOS3 V3.50 Benutzerhandbuch
Bedienhandbuch, 07/2012, A5E03692290-01