Betriebssystem-Eigenschaften von RMOS3
Treiber
Die Steuerung und Verwaltung einer Peripheriefunktion wird bei RMOS3 durch
entsprechende geräteabhängige Software vorgenommen. Diese Software wird durch Treiber
implementiert. Jeder Treiber steuert und verwaltet eine Peripheriefunktion oder eine Klasse
von gleichartigen Peripheriefunktionen. Gleichartige Peripheriefunktionen sind zum Beispiel
die Steuerung und Verwaltung der Zeichenausgabe an verschiedene Terminals. Alle Treiber
haben eine einheitliche Schnittstelle zum Nukleus. Die Synchronisation zwischen Treibern
und Hardware erfolgt über Hardware-Interrupts und zugehörige Interruptroutinen, auch
Interrupthandler genannt. Die Treiber können durch den vom Nukleus zur Verfügung
gestellten und für alle Treiber einheitlichen Systemaufruf
angesprochen werden. Die Konfigurierung von Treibern erfolgt in zwei Schritten. Der Treiber
muss dem Betriebssystemkern bekannt sein. Zweitens muss der Treiber und seine
Interruptroutinen an das Hardwareinterface angepasst werden.
Diensttasks
Diensttasks sind Programme, die wie normale Anwendertasks auf dem RMOS3-
Betriebssystem ablaufen. RMOS3-Diensttasks sind beispielsweise das HSFS-Dateisystem,
der Debugger und der Resource Reporter.
Applikationen
Applikationen oder Anwenderprogramme werden durch eine oder mehrere Tasks realisiert,
die miteinander kommunizieren oder sich synchronisieren können. Alle Tasks setzen auf den
RMOS3-Systemaufrufen auf. Die Tasks können in Assembler oder in einer höheren
Programmiersprache programmiert sein.
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von Anwendertasks
RmIO
RMOS3 V3.50 Benutzerhandbuch
Bedienhandbuch, 07/2012, A5E03692290-01