Dieser Nukleus bietet somit ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten und ist sofort,
ohne Neugenerierung des RMOS3-Systems auf dem Zielsystem einsetzbar. Die jeweils
aktuellste Version des Nukleus befindet sich im Verzeichnis RM3DEV\SYSTEM\PC_CNUC.
Ältere Versionen befinden sich in den Verzeichnissen
RM3DEV\SYSTEM\PC_CNUC<version>. Ebenso in diesen Verzeichnissen befinden sich
Installationsskripte für die Inbetriebnahme des Nukleus auf dem Zielsystem.
Der Nukleus liegt in zwei Bootvarianten (siehe Kapitel "Bootvorgang und Speicherbelegung
(Seite 159)" vor:
● Boot des RMOS3-Nukleus über Second Stage Bootloader RMLDR
● Laden des RMOS3-Nukleus über MS-DOS mittels LOADX.
2.2.4
Bootvorgang
Hochlauf des RMOS3-Systems
Der RMOS3-Nukleus kann direkt von Festplatte oder Compact-Flash-Card geladen werden.
Nach dem Hochlauf des Betriebssystems stehen alle Hardware-Ressourcen des PC's unter
der Kontrolle von RMOS3 bzw. den Applikations-Tasks.
Bei RMOS3 wird der PC-Bildschirm im Semigrafik-Modus, d.h. zeichenorientiert, betrieben.
Das multitaskingfähige RMOS3-Dateiverwaltungssystem betreibt die Massenspeicher-
Ressourcen im DOS-Format und unterstützt damit die leichte Austauschbarkeit von
Datenträgern zwischen RMOS3- und DOS-Systemen.
Im Gegensatz zum DOS-Dateiverwaltungssystem erlaubt RMOS3 auch quasi-parallele
Datei-Operationen, z.B. gleichzeitiges Lesen/Schreiben von Dateien auf Diskette/Festplatte.
Dies hat u.a. den Vorteil, dass während des Formatierens einer Diskette parallele
Dateioperationen von Echtzeit-Tasks auf anderen Massenspeichern (Festplatte, Compact-
Flash-Card) möglich sind.
2.2.5
Leistungsumfang des RMOS3-Nukleus
RMOS3-Nukleus
Der Echtzeit-Multitasking-Nukleus von RMOS3 bietet neben den zuvor erläuterten
Multitasking-, Multiprocessing-, Echtzeit- und Kommunikations-Mechanismen eine
überschaubare (ausreichende) Anzahl Systemdienste zur Task- und Betriebsmittel-
Verwaltung und zur Task-Koordination und -Kommunikation.
Durch den Einsatz des konfigurierbaren RMOS3-Nukleus kann der Anwender, ohne selbst
einen Nukleus generieren zu müssen, auf eine getestete Betriebssystemvariante aufsetzen
und die erforderlichen Treiber durch eine Konfigurationsdatei (RMOS.INI) einbinden,
konfigurieren und aktivieren. Die Applikationsentwicklung kann sofort beginnen.
Die Netzwerk-Unterstützung im Standard-Lieferumfang bietet vielfältige Möglichkeiten, z.B.
mittels File Transfer Protocol (FTP) Dateien vom und zum Zielsystem übertragen oder auch
mit Hilfe von Telnet das RMOS3-Zielsystem remote debuggen und bedienen.
RMOS3 V3.50 Benutzerhandbuch
Bedienhandbuch, 07/2012, A5E03692290-01
Einführung in RMOS3
2.2 Leistungsmerkmale von RMOS3
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