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BMW R 51/2 Reparaturanleitung Seite 51

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III. Laden und Wartung von neuen Batterien
Jede Zelle der Batterie wird mit chemisch reiner Akkumulatorensäure (spezifisches
Gewicht 1,28) so gefüllt, daß diese mit Sicherheit im Spritzschutzkästchen steht.
Das Plattenmaterial saugt je nach Ladedauer der Batterie mehr oder weniger Säure auf.
Die Batterie soll mindestens vier Stunden stehen, damit sie sich wieder abkühlen kann,
da beim Füllen der Batterie mit Säure eine starke Wärmeentwicklung vor sich geht, welche
das Plattenmaterial sehr ungern erträgt. Aus diesem Grund muß die Batterie wirklich ruhig
stehen bleiben, ohne während dieser Zeit bewegt oder gar schon geladen zu werden. Die
Stopfen für die Einfüllöffnungen sind sowohl nach dem Füllen als auch während des
Ladens der Batterie nicht eingeschraubt.
Das Laden der neuen Batterie erfolgt mit einem Ladestrom von höchstens 1 Ampere, und
zwar wird die Batterie mit ihrem +Pol mit dem +Pol einer entsprechenden Ladestromquelle
(Ladegleichrichter), der — Pol derselben mit dem — Pol der Batterie verbunden. Der Säure-
stand in der Batterie ist hierbei noch nicht zu berücksichtigen. Während des Ladevor-
ganges darf sich die Batterie nicht nennenswert erwärmen. Die Säuretemperatur soll nicht
über ca. 40° C steigen (handwarm). Wird die Batterie wärmer, so ist der Ladevorgang zu
unterbrechen, bis sich die Batterie abgekühlt hat.
Die Batterie ist so lange zu laden, bis ihre Spannung pro Zelle 2,7 Volt beträgt. Die Ge-
samtspannung der 6 Volt-Batterie ist also dann 3 x 2,7 Volt = 8,1 Volt. Die einzelnen Zellen
müssen bei dieser Spannung gleichmässig gasen und die Säuredichte muß wieder 1,28
betragen.
Eine genaue Zeitdauer über den Ladevorgang läßt sich nicht angeben, da dieser einmal
von der jeweiligen Lagerdauer der Batterie, zum anderen von dem Zustand der Ladevor-
richtung abhängt. Deshalb müssen die oben genannten Werte als Richtwerte genügen.
Nach dieser Erstladung der Batterie darf dieselbe noch nicht in das Fahrzeug eingebaut
werden, da das Plattenmaterial sich erst formieren muß. Mit Hilfe einer Glühlampe von
nicht mehr als 6 Volt /6 Watt wird die Batterie wieder entladen, bis die Glühlampe nur
noch dunkel brennt. Anschließend wird die Batterie wieder, wie vorher beschrieben, auf-
geladen.
Ab jetzt muß die genaue Einhaltung des
Säurestandes beachtet werden. Vor dem
Einschrauben der Verschlußstopfen wird der
Säureprüfer mit seinem; Gummischlauch, so-
weit es überhaupt möglich ist, in jede Zelle
der Batterie getaucht (bis Widerstand spürbar
— also Gummischlauch auf den Boden des
Spritzschutzkästchens aufstößt) und die Säure
abgesaugt. Diese Maßnahme wird mindestens
dreimal wiederholt, um sicher zu sein, daß
alle Säure, welche sich über dem Boden des
Spritzschutzkästchens befindet, abgesaugt ist.
Nach dieser Gesamtbehandlung der Batterie
kann diese in das Fahrzeug eingebautwerden.
Bei jedem Pflegedienst, sowie auch beim
Nachladen der Batterie ist eine Kontrolle des
Säurestandes mittels Holz- oder Glasstäbchen,
wie im Bild dargestellt, vorzunehmen.
Gruppe elektrische Ausrüstung
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