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Inbetriebnahme Und Voreinstellungen; Strahldrehung; Tastkopf-Abgleich Und Anwendung - Hameg Instruments Hm303-4 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
nung kein größerer Schaden entstehen kann. Die Druck-
tasten besitzen im wesentlichen nur Nebenfunktionen.
Man sollte daher bei Beginn der Arbeiten darauf achten,
daß keine der Tasten eingedrückt ist. Die Anwendung
richtet sich nach dem jeweiligen Bedarfsfall.
Der HM303 erfaßt alle Signale von Gleichspannung bis zu
einer Frequenz von mindestens 30MHz (−3dB). Bei
sinusförmigen Vorgängen liegt die −6dB Grenze sogar bei
50MHz. Die zeitliche Auflösung ist unproblematisch.
Beispielsweise wird bei ca. 50MHz und der kürzesten
einstellbaren Ablenkzeit (10ns/cm) alle 2cm ein Kurven-
zug geschrieben. Die Toleranz der angezeigten Werte
beträgt in beiden Ablenkrichtungen nur ±3%. Alle zu
messenden Größen sind daher relativ genau zu bestimmen.
Jedoch ist zu berücksichtigen, daß sich in vertikaler Rich-
tung ab ca. 10MHz der Meßfehler in Y-Richtung mit
steigender Frequenz ständig vergrößert. Dies ist durch
den Verstärkungsabfall des Meßverstärkers bedingt. Bei
18MHz beträgt der Abfall etwa 10%. Man muß daher bei
dieser Frequenz zum gemessenen Spannungswert ca.
11% addieren. Da jedoch die Bandbreiten der Vertikal-
verstärker differieren (normalerweise zwischen 30 und
35MHz), sind die Meßwerte in den oberen Grenzberei-
chen nicht so exakt definierbar. Hinzu kommt, daß ober-
halb 30MHz mit steigender Frequenz auch die Aus-
steuerbarkeit der Y-Endstufe stetig abnimmt. Der Vertikal-
verstärker ist so ausgelegt, daß die Übertragungsgüte
nicht durch eigenes Überschwingen beeinflußt wird.

Inbetriebnahme und Voreinstellungen

Vor der ersten Inbetriebnahme muß die Verbindung
zwischen Schutzleiteranschluß und dem Netz-Schutz-
leiter vor jeglichen anderen Verbindungen herge-
stellt sein (Netzstecker also vorher anschließen).
Es wird empfohlen, bei Beginn der Arbeiten keine der
Tasten zu drücken und die 3 Bedienungsknöpfe mit
Pfeilen in ihre kalibrierte Stellung CAL. einzurasten.
Die auf den Knopfkappen angebrachten Striche sol-
len etwa senkrecht nach oben zeigen (Mitte des
Einstellbereiches). Der TRIG.-Schalter sollte in der
obersten Stellung stehen.
Mit der roten Netztaste POWER wird das Gerät in Betrieb
gesetzt. Der Betriebszustand wird durch Aufleuchten
einer LED angezeigt. Wird nach ca. 20 Sekunden Anheizzeit
kein Strahl sichtbar, ist möglicherweise der INTENS.-
Einsteller nicht genügend aufgedreht, bzw. der Zeitbasis-
Generator wird nicht ausgelöst. Außerdem können auch
die POS.-Einsteller verstellt sein. Es ist dann nochmals zu
kontrollieren, ob entsprechend den Hinweisen alle Knöpfe
und Tasten in den richtigen Positionen stehen. Dabei ist
besonders auf die Taste AT/NORM. zu achten. Ohne
angelegte Meßspannung wird die Zeitlinie nur dann sicht-
M 8
bar, wenn sich diese Taste ungedrückt in der AT-Stellung
(Automatische Triggerung) befindet. Erscheint nur ein
Punkt (Vorsicht, Einbrenngefahr!), ist wahrscheinlich die
Taste XY gedrückt. Sie ist dann auszulösen. Ist die
Zeitlinie sichtbar, wird am INTENS.-Knopf eine mittlere
Helligkeit und am Knopf FOCUS die maximale Schärfe
eingestellt. Dabei sollte sich die Eingangskopplungs-Druck-
taste GD (CH.I) in Rast-Stellung GD (ground = Masse)
befinden. Der Eingang ist dann aufgetrennt, damit even-
tuell am Eingang anliegende Signalspannungen unbela-
stet bleiben; denn der sonst mit dem Eingang verbundene
Vertikalverstärker wird kurzgeschlossen. Damit ist sicher-
gestellt, daß keine Störspannungen von außen die
Fokussierung beeinflussen können.
Zur Schonung der Strahlröhre sollte immer nur mit jener
Strahlintensität gearbeitet werden, die Meßaufgabe und
Umgebungsbeleuchtung gerade erfordern. Besondere
Vorsicht ist bei stehendem, punktförmigen Strahl
geboten . Zu hell eingestellt, kann dieser die Leuchtschicht
der Röhre beschädigen. Ferner schadet es der Kathode
der Strahlröhre, wenn das Oszilloskop oft kurz hinterein-
ander aus- und eingeschaltet wird.
Strahldrehung TR
Trotz Mumetall-Abschirmung der Bildröhre lassen
sich erdmagnetische Einwirkungen auf die horizon-
tale Strahllage nicht ganz vermeiden. Das ist abhän-
gig von der Aufstellrichtung des Oszilloskops am
Arbeitsplatz. Dann verläuft die horizontale Strahl-
linie in Schirmmitte nicht exakt parallel zu den Raster-
linien. Die Korrektur weniger Winkelgrade ist an
einem Potentiometer hinter der mit TR bezeichneten
Öffnung mit einem kleinen Schraubendreher mög-
lich.

Tastkopf-Abgleich und Anwendung

Damit der verwendete Tastteiler die Form des Signals unver-
fälscht wiedergibt, muß er genau an die Eingangsimpedanz
des Vertikalverstärkers angepaßt werden. Ein im HM303
eingebauter Generator liefert hierzu ein Rechtecksignal mit
sehr kurzer Anstiegszeit (<4ns am 0,2V
Frequenzen von ca. 1kHz oder 1MHz. Das Rechtecksignal
kann den beiden konzentrischen Buchsen unterhalb des
Bildschirms entnommen werden. Eine Buchse liefert 0.2V
±1% für Tastteiler 10:1, die andere 2V
100:1. Diese Spannungen entsprechen jeweils der Bildschirm-
amplitude von 4cm Höhe, wenn der Eingangsteilerschalter
auf den Ablenkkoeffizienten 5mV/cm eingestellt ist. Der
Innendurchmesser der Buchsen beträgt 4,9mm und ent-
spricht dem (an Bezugspotential liegenden) Außendurch-
messer des Abschirmrohres von modernen Tastköpfen der
Serie F (international vereinheitlicht). Nur hierdurch ist eine
extrem kurze Masseverbindung möglich, die für hohe Signal-
Ausgang) und
ss
ss
±1% für Tastteiler
ss
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