SLC4 Sicherheits-Lichtvorhang
4.4 Zusätzliche Schutzeinrichtungen
Wie in
Berechnung des Sicherheitsabstands (Mindestab-
stands)
auf Seite 12beschrieben, ist der SLC4 so zu posi-
tionieren, dass es für Personen nicht möglich ist, durch
das Schutzfeld in die Gefahrstelle zu greifen, bevor die
Maschine stillsteht.
Die Gefahrstelle darf außerdem nicht durch Um-, Unter-
oder Übergreifen des Schutzfeldes zugänglich sein. Um
dies zu gewährleisten, müssen zusätzliche Schutzeinrich-
tungen (mechanische Sperren wie Gitter oder Schranken)
gemäß den in der Norm ANSI B11.19 beschriebenen Si-
cherheitsanforderungen oder anderer geeigneter Normen
installiert werden. Der Zugang ist dann nur über das
Schutzfeld des SLC4-Systems oder über eine andere
Schutzeinrichtung möglich, die den Zugang zur Gefahr-
stelle verhindert.
Die für diesen Zweck verwendeten mechanischen Sperren
werden in der Regel als „feste Schutzeinrichtungen" be-
zeichnet. Zwischen einer festen Schutzeinrichtung und
dem Schutzfeld dürfen keine Lücken bestehen. Öffnungen
in der festen Schutzeinrichtung müssen den in der Norm
ANSI B11.19 oder anderen geeigneten Normen beschrie-
benen Anforderungen für Sicherheitsöffnungen entspre-
chen.
Dies ist ein Beispiel für eine zusätzliche Schutzeinrichtung in einer Roboterzelle. Der SLC4 bietet zusammen mit der fes-
ten Schutzeinrichtung den primären Schutz. Eine zusätzliche Schutzeinrichtung (z. B. ein horizontal montierter Sicher-
heits-Lichtvorhang als Bereichsschutz) ist in Bereichen erforderlich, die vom Reset-Schalter aus nicht einsehbar sind
(z. B. hinter dem Roboter und dem Fließband). Weitere zusätzliche Schutzeinrichtungen können gefordert werden, zum
Beispiel die Beseitigung von Zwischenräumen und Gefährdungen durch Einziehen (z. B. eine Sicherheitsmatte als Be-
reichsicherung zwischen dem Roboter, dem Drehtisch und dem Fließband).
WARNUNG:
•
Die Gefahrstelle darf nur durch den Erfassungsbereich zugänglich sein.
•
Eine unsachgemäße Installation des Systems könnte schwere oder tödliche Verletzungen zur
Folge haben.
•
Durch die Installation des SLC4 muss verhindert werden, dass Personen um, unter, über oder
durch das Schutzfeld in den Gefahrenbereich greifen können, ohne erfasst zu werden.
•
Informationen zur Ermittlung der Sicherheitsabstände und sicherer Öffnungsgrößen für Ihre
Schutzeinrichtung sind den Normen OSHA CFR 1910.217, ANSI B11.19 und/oder ISO 14119,
ISO 14120 und ISO 13857 zu entnehmen. Um diese Anforderung zu erfüllen, können mecha-
nische Sperren (z. B. feste Schutzeinrichtungen) oder zusätzliche Schutzeinrichtungen erfor-
derlich sein.
4.5 Sonstige Überlegungen
4.5.1 Benachbarte reflektierende Oberflächen
WARNUNG:
•
Das System nicht in der Nähe von reflektierenden Oberflächen installieren
•
Reflektierende Oberflächen könnten die Lichtstrahlen in der Umgebung eines Objekts oder ei-
ner Person im Schutzfeld reflektieren und dadurch die Erfassung durch das System verhin-
dern. Wenn Probleme mit Reflexionen nicht verhindert werden, ist eine lückenlose Überwa-
chung nicht möglich und es kann ein optischer Kurzschluss verursacht werden, der zu schwe-
ren oder tödlichen Verletzungen führen könnte.
•
Das Schutzfeld darf sich nicht neben einer reflektierenden Oberfläche befinden. Führen Sie
den Detektionsfunktionstest entsprechend der Beschreibung in der Produktdokumentation
durch, um derartige Reflexionen zu erkennen.
Eine reflektierende Oberfläche in der Nähe des Schutzfelds kann einen oder mehrere Strahlen um ein Objekt im Schutz-
feld herum ablenken. Im schlimmsten Fall kann ein optischer Kurzschluss auftreten, aufgrund dessen ein Objekt unbe-
merkt durch das Schutzfeld gelangen kann.
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Abbildung 3. Beispiel für eine zusätzliche Schutzeinrichtung
Feste Schutzeinrichtung
Feste
Schutzeinrichtung
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Bereichs
sicherung
Roboter
Dreh
tisch
Bereichs
sicherung
Sicherheits-Lichtvorhang
Reset-Schalter
Öffnung
Fließband