unistat control V3.8.1
Der Redu Slave, also das Gerät, welches in Redundanz gehalten wird, kann folgende
Zustände unterscheiden:
1. 'Redu Slave' nicht aktiviert und Kabel steckt nicht - das ist der 'normale' Betriebszustand
2. 'Redu Slave' nicht aktiviert und Kabel steckt - das Gerät geht auf Störung 'Level' 42/1
oder 42/x je nachdem wie der Poko des Mastergerätes steht. Es wird also Niveaufehler
erkannt.
3. 'Redu Slave' aktiviert und Kabel steckt nicht - das Gerät deaktiviert seinen POKO und gibt
ein Signal zur Anzeige "REDU: Connect?" und zum Signalgeber. Der Slave kann seine
Redundanzfunktion nicht wahrnehmen, geht aber nicht auf Störung, sondern behält seine
aktuelle Betriebsart bei.
4. 'Redu Slave' aktiviert und Kabel steckt - das Mastergerät hat seinen POKO aktiv:
Das ist die eigentliche Redundanz-Standby-Betriebsart.
5. 'Redu Slave' aktiviert und Kabel steckt - das Mastergerät hat seinen POKO inaktiv:
Der Slave temperiert mit den voreingestellten Parametern.
Die Betriebsarten Redu Slave und Redu Master werden im Display der Geräte alternierend in
der zweiten Zeile angezeigt.
Das Setzen der Betriebsarten Pokomaster/Pokoslave erfolgt in Programm 29 (Redundanz
Modi). Der Redu Slave beginnt zu temperieren, wenn der POKO des Redumaster inaktiv wird.
Das ist der Fall, wenn
1. Der Redumaster stromlos ist
2. Der Redumaster nach Einschalten noch nicht bereit ist
3. Der Redumaster auf Störung geht.
Verhalten des Redu Slave nach Aktivieren: wenn einmal aktiviert, lässt sich der Redu Slave
nur noch durch Handeingriff über die Tastatur ausschalten. Dazu muss die Mode Redu Slave
durch Programm 29 beendet werden. Die Temperierung läuft weiter, kann aber dann über die
Off-Taste beendet werden.
Auswirkung auf die Niveauüberwachung: Es wird für beide Aufgaben die gleiche Buchse
benutzt. Deshalb wird die Niveauüberwachung automatisch abgeschaltet, wenn der Redu
Slave Mode eingeschaltet ist. Wird der Redu Slave Mode abgeschaltet und das Gerät startet
mit dem Redu-Kabel auf, wird eine Störmeldung 'Niveaufehler' ausgegeben.
Zur Beachtung: Die Verwendung eines zweiten Gerätes zur Erhöhung der
Anlagensicherheit ist ein komplexer Prozess. Die oben beschriebene Funktionalität
wird hilfreich sein, kann allein aber noch nicht das Ziel erreichen. Es wird beispielsweise zu
untersuchen sein, wie sich die Fluid-Kreise verhalten, ob sie ggf. mit Rückschlagklappen
versehen werden müssen, auf welchen Sollwert der Slave arbeiten soll, durch welche
Verfahrensanweisungen gesichert wird, daß im Ernstfall der Slave auch wirklich in
Bereitschaft ist u.s.w.
Wichtiger Hinweis: Vergewissern Sie sich bitte regelmäßig vor jedem Temperierprozess der
richtigen Funktion des Redundanzbetriebes!
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