Besondere Vorsichtistbeistehendem punktformigen
Strahl geboten.
Zu hell eingestellt, kann dieser die Leuchtschicht der
Rohre beschadigen. Ferner schadet es der Kathode der
Strahlrohre, wenn das Oszilloskop oft kurz hintereinander
aus- und eingeschaltet wird.
Strahldrehung TR
Trotz Mumetall-Abschirmung der Bildrohre lassen
sich erdmagnetische Einwirkungen auf die horizon-
tale Strahllage nichtganz vermeiden. Das istabhan
-
gig von der Aufstellrichtung des Oszilloskops am
Arbeitspiatz. Dann verlauft die horizontal Strahllinie
in Schirmmitte nicht exakt parallel zu den
Rasterlinien. Die Korrektur weniger Winkelgrade ist
an einem Potentiometer hinter der mit
TR
bezeich-
neten Offnung mit einem kleinen Schraubenzieher
moglich.
Teilerschalter-Offset
Trotz sorgfaltiger Einstellung im Werk kann beim Um-
schalten der Teilerschalter eine Anderung der Strahl-
position in vertikaler Richtung eintreten.
Anderungen in der Groftenordnung von einer halben
Strahlstarke sind normalerweise ohne Bedeutung; den-
noch ist eine Korrektur von auften moglich. Sie kann mit
einem Schraubenzieher mit 3mm Klingenbreite vorge-
nommen werden.
Der Korrekturvorgang ist fur jeden der Y-Kanale einzeln
vornehmbar. In der Unterseite des Gehausemantels be-
findet sich fur jeden Kanal eine mit DC-BaIanceCH1/CH2
gekennzeichnete Offnung. in die der Schraubenzieher
einzufuhren ist.
Vorder Korrektur sollte der Eingangskopplungsschalter in
Stellung GD geschaltet sein. Die Strahllinie soil sich auf
der mittleren waagerechten Rasterlinie befinden. Wah-
rend der Korrektur ist der Eingangs-Teilerschalter zwi-
schen 2mV/cm und 5mV/cm hin- und herzuschalten, bis
sich die vertikale Strahllage nicht mehr andert.
Tastkopf-Abgleich und Anwendung
Damit der verwendete Tastteiler die Form des Signals
unverfalscht wiedergibt, muft er genau an die Eingangs-
impedanz des Vertikalverstarkers angepaftt werden. Ein
im HM604 eingebauter umschaltbarer Generator liefert
hierzu ein Rechtecksignal mit sehr kurzer Anstiegszeit
(<5ns) und der Frequenz 1kHz Oder 1MHz, die durch
Tastendruck gewahlt werden kann. Das Rechtecksignal
kann den beiden konzentrischen Buchsen unterhalb des
Bildschirms entnommen werden. Eine Buchse liefert
0.2VSS ±1 % fur Tastteiler 10:1, die andere 2VSS ±1 % fur
Tastteiler 100:1. Diese Spannungen entsprechen jeweils
der Bildschirmamplitude von
4cm Hohe,
wenn der
Eingangsteilerschalter des HM604 auf den Ablenkkoeffi-
zienten 5mV/cm eingestellt ist. Der Innendurchmesser
der Buchsen ist 4,9mm und entspricht direkt dem (an
Masse liegenden) AuSendurchmesser des Abschirm-
rohres von modernen
Modularen Tastkopfen
und Tast¬
kopfen der
Serie F
(international vereinheitlicht). Nur
hierdurch ist eine extrem kurze Masseverbindung mog¬
lich, die fur hohe Signalfrequenzen und eine unverfalschte
Kurvenform-Wiedergabe von nicht-sinusformigen Signa-
len Voraussetzung ist.
Abgleich 1kHz
Dieser C-Trimmerabgleich kompensiert die kapazitive
Belastung des Oszilloskop-Eingangs (ca. 20pF beim
HM604). Durch den Abgleich bekommt die kapazitive
Teilung dasselbe Teilerverhaltnis wie der ohmsche
Spannungsteiler. Dann ergibt sich bei hohen und niedri-
gen Frequenzen dieselbe Spannungsteilung wie fur
Gleichspannung. (Fur Tastkopfe 1:1 oder auf 1:1 umge-
schaltete Tastkopfe ist dieser Abgleich weder notig noch
moglich.) Voraussetzung fur den Abgleich ist die Parallelitat
der Strahllinie mit den horizontalen Rasterlinien (siehe
,,Strahldrehung TR").
Tastteiler (Typ HZ51, 52, 53, 54 oder auch HZ36) an den
CH.I-Eingang anschlieften, keine Taste drucken und
Eingangskopplungauf DCstellen, Eingangsteilerauf 5mV/
cm und TIME/DIV.-Schalter auf 0.2ms/cm schalten (bei-
de Feinreglerin Kalibrationsstellung CAL.), Tastkopf (ohne
Federhaken) in die entsprechende CAL.-Buchse einstek-
ken (Teiler 10:1 in Buchse 0.2V, 100:1 in Buchse 2V)
falsch
richtig
falsch
Auf dem Bildschirm sind 2 Wellenzuge zu sehen. Nun ist
derKompensationstrimmerabzugleichen. Erbefindetsich
im allgemeinen im Tastkopf selbst. Beim 100:1 Tastteiler
HZ53 befindet er sich im Kastchen am BNC-Stecker. Mit
dembeigegebenen IsolierschraubenzieheristderTrimmer
abzugleichen, bisdieoberen Dacherdes Rechtecksignals
exakt parallel zu den horizontalen Rasterlinien stehen
(siehe Bild 1 kHz). Dann sollte die Signalhohe 4cm ±1,2mm
(= 3%) sein. Die Signalflanken sind in dieser Einstellung
unsichtbar.
Abgleich 1MHz
Ein HF-Abgleich ist bei den Tastkopfen HZ51,52 und 54
moglich. Diese besitzen Resonanz-Entzerrungsgiieder (R-
Trimmer in Kombination mit Spulen und Kondensatoren),
mit denen es erstmals moglich ist, den Tastkopf auf
einfachste Weise im Bereich der oberen Grenzfrequenz
M8 604-2
Anderungen vorbehalten