Zu beachten ist hier der Hinweis, daft die
AnschluR-
umpolung
e/nesHa/6/erters (Vertauschen von CT-Buchse
mit Masse-Buchse) eine
Drehung des Testbilds um
180°
um den Rastermittelpunkt der Bildrohre bewirkt.
i
i
i
Typ:
Normale Diode
Hochspann.-Diode
Z-Diode 12V
Pole:
Kathode-Anode
Kathode-Anode
Kathode-Anode
Anschlusse:
(CT - Masse)
(CT - Masse)
(CT - Masse)
Pole:
B-E
B-C
E-C
Anschlusse:
(CT - Masse)
(CT - Masse)
(CT - Masse)
Pole:
B-E
B-C
E-C
Anschlusse:
(CT - Masse)
(CT - Masse)
(CT - Masse)
Wichtiger noch ist die einfache Gut-Schlecht-Aussage uber
Bauteile mit Unterbrechung Oder Kurzschluft, die im Ser-
vice-Betrieberfahrungsgemaftam haufigstenbenotigtwird.
Die iibliche Vorsicht gegenuber einzelnen MOS-Bau-
elementen in Bezug auf statische Aufladung oder
Reibungselektrizitat wirddringendangeraten. Brumm
kann auf dem Bildschirm sichtbar werden, wenn der
Basis- oder Gate-AnschluB eines einzelnen Transi¬
stors often ist, also gerade nicht getestet wird
(Handempfindlichkeit).
Tests direkt in derSchaltung
sindin vielen Fallen moglich,
aber nicht so eindeutig. Durch Parallelschaltung reeller und/
oder komplexer Groften besonders wenn diese bei Netzfre-
quenz relativ niederohmig sind
ergeben sich meistens
grofte Unterschiede gegenuber Einzelbauteilen. Hat man
oft mit Schaltungen gleicher Art zu arbeiten (Service), dann
hilft auch hier ein
Vergleich mit einer funktionsfahigen
Schaltung
Dies geht sogar besonders schnell, weil die
Vergleichsschaltung gar nicht unter Strom gesetzt werden
muft (und darf!). Mit den Testkabeln sind einfach die iden-
tischen Meftpunktpaare nacheinander abzutasten und die
Schirmbilder zu vergleichen. Unter Umstanden enthalt die
Testschaltung selbst schon die Vergleichsschaltung, z.B.
bei Stereo-Kanalen, Gegentaktbetrieb, symmetrischen
Bruckenschaltungen. In Zweifelsfallen kann ein Bauteil-
anschluft einseitig abgelotet werden. Genau dieser An-
schluft sollte dann mit der
CT-Priifbuchse ohne
Massezeichen
verbunden werden, weil sich damit die
Brummeinstreuung verringert. Die Prufbuchse mit Masse¬
zeichen liegt an Oszilloskop-Masse und ist deshalb brumm-
unempfindlich.
Beim Test in der Schaltung ist es notwendig, die an die
BNC-Buchsen des HM604 angeschlossenen MeRkabel-
und Tastteiler-Verbindungen zur Schaltung hin zu tren-
nen. Sonst ist man nicht mehr wahlfrei bei der
MeBpunkt-Abtastung (doppelte Masseverbindung).
Die Testbilder auf Seite Ml8 zeigen einige praktische
Beispiele fur die Anwendung des Komponenten-Testers.
Sonstiges
Sagezahn-Ausgang
Die Sagezahnspannung des Ablenkgenerators (ca. 5VSS)
ist uber eine mit /Wgekennzeichnete Buchse an der
Ruckseite des Gerates herausgefuhrt. Der Belastungs-
widerstand sollte nicht kleiner als 10kOII47pF sein. Fur die
Entnahme ohne Gleichspannungspotential ist ein Kon-
densator zwischenzuschalten.
Y-Ausgang
Der HM604besitzt auch einen
Y-Ausgang
mit BNC-Buchse
auf der Gerate-Ruckseite. Die Ausgangsspannung betragt
im Leerlauf ca. 100mVss pro cm Schirmbildhohe; sie ist
phasengleich mit dem Eingangssignal. Die Y-Spannung
wird dem Vertikalverstarker wie das Triggersignal entnom-
men und ist ebenso umschaltbar. Kanal I oder II wird mit der
Taste CHI/II-TRIG.I/II im Y-Feld gewahlt. Bei alternierender
Kanalumschaltung (im Y-Feld nur Taste DUAL gedruckt)
und alternierender Triggerung (im X-Feld die Taste ALT.
gedruckt) wird der Y-Ausgang abwechselnd (im Takt der
Zeitablenkung) von Kanal I und II gesteuert. Der Y-Ausgang
ist unabhangig von der Y-Strahllage. Er reagiert also nicht
auf Verstellung von Y- POS.I oder Y-POS.II, ebenso nicht
auf die Invertierungstasten INVERT. Der Y-Ausgang ist
gleichstromgekoppelt und liegt ungefahr auf Nullpotential.
Seine Bandbreite ist ca. 60MHz, wenn er auften mit 50Q
abgeschlossen ist. Dann ist die Ausgangsspannung >45mVss
pro cm Schirmbildhohe.
Der Y-Ausgang kann auch zur Steigerung der Oszilloskop-
Eingangsempfindlichkeit benutzt werden. Es muft aber
beachtet werden, daft am Y-Ausgang ein Gleichspannungs-
Offset unvermeidlich ist, so daft sich diese Moglichkeit auf
Wechselspannungen beschrankt. Im Regelfall sollte daher
mit AC-Eingangskopplung gearbeitet werden. Aufterdem
muft darauf hingewiesen werden, daft wegen der zusatzli-
chen Verstarkung auch ein starkeres Rauschen auftritt.
Das zu messende Signal (z.B. 1mVss) wird an den Eingang
von Kanal I angelegt, dessen Teilerschalter auf 2mV/cm
geschaltet ist. Es wird mit 5mm Signalamplitude darge-
stellt, was fur die Triggerung ausreicht. DieTriggerung muft
intern mit Kanal I als Triggerquelle erfolgen, damit das
Signal am Y-Ausgang mit ca. 25mVMan 50£2anliegt. Vom Y-
Ausgang ist uber ein Meftkabel (z.B. HZ34), das mit einem
50£2-Durchgangsabschluft (HZ22) abgeschlossen ist, die
Verbindung zum Kanal 11 herzustellen und das Oszilloskop in
den DUAL-Betrieb zu schalten. In der 5mV/cm Stellung
des Teilerschalters von Kanal II wird das Signal nun mit
einer Signalhohe von ca. 5cm dargestellt und ist besser
auswertbar.
Anderungen vorbehalten
Ml7 604-2