Das Bild deramplitudenmodulierten HF-Schwingung kann
mit dem Oszitloskop sichtbar gemacht und ausgewertet
werden, wenn das Frequenzspektrum innerhalb der
Oszilloskop-Bandbreite liegt. Die Zeitbasis wird so einge-
stellt, daft mehrere Wellenzuge der Modulationsfrequenz
sichtbar sind. Genau genommen sollte mit Modulations¬
frequenz (vom NF-Generator oder einem Demodulator)
extern getriggert werden). Interne Triggerung ist aber oft
moglich mit Normaltriggerung unter Anwendung einer
vergrofterten Hold-off-Zeit.
m=
50%;
UT
= 28,3mVeff
Oszilloskop-Einstellung fur ein Signal entsprechend Figur 2:
Keine Taste drucken.
Y: CH. I; 20mV/cm; AC.
TIME/DIV.:
0.2ms/cm.
Triggerung:
NORMAL; AC;
int. mit Zeit-Feinsteller
(oder externe Triggerung).
Liest man die beiden Werte a und bvom Bildschirm ab, so
errechnet sich der Modulationsgrad aus
m = a~ b
bzw.
m = a ~
. 100[%]
a + b
a + b
Hierin ist
a = UT (1+m)
und
b = UT (1-m).
Bei der Modulationsgradmessung konnen die Feinstell-
knopfe fur Amplitude und Zeit beliebig verstellt sein. Ihre
Stellung geht nicht in das Ergebnis ein.
Triggerung und Zeitablenkung
Die Aufzeichnung eines Signals ist erst dann moglich,
wenn die Zeitablenkung ausgelost bzw. getriggert wird.
Damit sich ein stehendes Bild ergibt, muft die Auslosung
synchron mit dem Meftsignal erfolgen. Dies ist moglich
durch das Meftsignal selbst oder eine extern zugefuhrte,
aber ebenfalls synchrone Signalspannung. Steht der
LEVEL-
Knopf gerastet in Stellung
AT,
wird immer eine
Zeitlinie geschrieben, auch ohne angelegte Meftspannung.
In dieser Stellung konnen praktisch alle unkomplizierten,
sich periodisch wiederholenden Signale uber30 Hz Folge-
frequenz stabil stehend aufgezeichnet werden. Die Be-
dienung der Zeitbasis beschrankt sich dann im wesentli-
chen auf die Zeiteinstellung.
Diese
automatische„Zero"-Triggerung
(Triggerung er-
folgt bei Nulldurchgang des Signals) gilt prinzipiell auch fur
externe Triggerung uber die BuchseTRIG.
INP.
Allerdings
muft die dort anliegende (synchrone) Signalspannung
etwa im Bereich 50mVss bis 0,5VSS liegen.
Achtung!
Signale, die nicht exakt Null durchlaufen (wie
z.B. TTL low) sollten in den Stellungen AC oder HF des
TRIG.-Wahlschalters gemessen werden. Andernfalls kann
mit Hilfe des LEVEL-Einstellers (Norm) gearbeitet wer¬
den. Gleiches gilt auch fur die Betriebsart ALT. (alternie-
rende Triggerung).
Bei
Normaltriggerung
(LEVEL-Knopf nicht in AT-Stel-
lung) kann die Auslosung bzw. Triggerung an jeder Stelle
einer Signalflanke, durch entsprechende Einstellung des
LEVEL-Reglers, erfolgen. Der mit dem LEVEL-Regler
erfaftbare Triggerbereich ist stark abhangig von der
Amplitude des dargestellten Signals. Ist sie kleiner als 1
cm, erfordert die Einstellung wegen des kleinen Fang-
bereiches etwas Feingefuhl.
Durch Drucken derTaste SLOPE +/-wird die dargestellte
Triggerflanke umgepolt. SLOPE ist unabhangig von der
Stellung der INVERT-Tasten.
Bei interner Triggerung und Einkanal-Betrieb ergiebt sich
dieTriggerquellenumschaltungausder Kanalumschaltung
(CHI/II-TRIG.I/II). Im Zweikanal-Betrieb wird mit gleichen
Taste bestimmt, welcher Kanal das Triggersignal zur
Verfugung stellt. Dies gilt ebenso fur die Summen- oder
Differenzdarstellung mit gedruckter Taste ADD.
Mit alternierender Triggerung
(Taste ALT. gedruckt)
kann bei alternierendem DUAL-Betrieb auch von bei¬
den Kanalen gleichzeitig intern mit Normaltriggerung
gearbeitet werden. Die beiden Signalfrequenzen kon-
nen dabei zueinander asynchron sein.
Urn die beiden
Signale im Rasterfeld beliebig gegeneinander verschie-
ben zu konnen, sollte wenn moglich fur beide Kanale AC-
Eingangskopplung benutzt werden. Dann gilt etwa die
gleicheTriggerschwelle von 5mm. Das Triggersignal wird
dabei wechselweise dem gerade dargestellten Kanal ent-
nommen. Die Darstellung nur eines Signals ist bei
alternierendem Betrieb mit dieser Triggerart nicht mbg-
lich.
Fur
externe Triggerung
ist die Triggertaste EXT. zu
drukken und das Signal (50mVss bis 0,5VSS) der Buchse
TRIG. INP. zuzufuhren.
Mit dem Triggerwahlschalter (TRIG.) sind unterschiedli-
che Ankopplungsarten des Triggersignals wahlbar; dies
gilt auch bei externer Triggerung. In den Stellungen AC
oder DC werden kleine Signale (<2 cm) nur bis etwa
20MHz getriggert. Fur hohere Signalfrequenzen (20-
100MHz) ist auf Stell. HFumzuschalten. Prinzipiell triggert
das Gerat in den Stellungen AC und DC auch bei Frequen-
zen uber 20MHz; dabei erhoht sich allerdings die
Triggerschwelle. Vorteilhaft ist, daft im Bereich bis20MHz
auch bei hochster Empfindlichkeit des Meftverstarkers
durch Verstarkerrauschen entstehende Doppeltriggerung
Ml2 604-2
Anderungen vorbehalten