6.18
Programmgeber
6.18.1
Grundlagen
Abb. 59: Programmgeber
108 / 196
Der Programmgeber erlaubt Ihnen das Durchführen und Speichern eines
Temperatur-Zeit-Programms. Ein Programm besteht aus mehreren Tem-
peratur-Zeit-Segmenten. In einem Segment werden Angaben zur End-
temperatur des Segments, zur Zeitdauer, zur Temperaturtoleranz, zur
Pumpenstufe und zur Schalterstellung (aus/ein) des Kontaktmoduls festge-
legt. Möglich sind Rampen, Temperatursprünge oder auch Temperaturhalte-
phasen.
Rampe
n
Eine Rampe wird beschrieben durch die vorgegebene Zeitdauer, vom
Beginn bis zum Ende des Segments, und durch die Zieltemperatur, das
heißt die Temperatur am Ende des Segments.
Temperatursprung
n
Ohne eine Zeitvorgabe (Zeit ist gleich 0) wird die Endtemperatur so
schnell wie möglich angefahren.
Temperaturhaltephase
n
Keine Temperaturveränderung (die Temperatur am Anfang und am Ende
eines Segments ist gleich).
Pumpenstufe aus beziehungsweise 0
n
Integral T: Innerhalb eines Segments kann die Pumpenstufe [aus]
gewählt werden. Dadurch wird das Programm bei Erreichen dieses
Segments beendet, obwohl noch weitere Segmente in diesem Pro-
gramm folgen. Der Thermostat wird in den Status „Stand-by"
gesetzt. Beim Starten des Programms erfolgt ein Hinweis, dass das
Programm an diesem Segment endet.
Integral XT: Innerhalb eines Segments kann die Pumpenstufe [---]
(bedeutet Pumpe ist aus) gewählt werden. Dadurch wird das Pro-
gramm bei Erreichen dieses Segments beendet, obwohl noch wei-
tere Segmente in diesem Programm folgen. Der Thermostat wird
in den Status „Stand-by" gesetzt. Beim Starten des Programms
erfolgt ein Hinweis, dass das Programm an diesem Segment mit der
Pumpenstufe 0 endet.
Programmoptimierung
n
Das Aktivieren der Programmoptimierung führt in der Praxis zu einem
sehr guten Regelverhalten. Bei Programmen, die sowohl Rampen als
auch andere Segmenttypen beinhalten, stimmt der Ist-Temperatur-
verlauf genauer mit dem Soll-Temperaturverlauf überein als bei Pro-
grammen ohne Optimierung. Überschwinger werden minimiert. Nur bei
sehr ungünstigen Regelparametern kann ein verstärktes Unterschwingen
am Rampenende auftreten. In diesem Fall deaktivieren Sie die Optimie-
rung.
Eine zu enge Toleranz verschlechtert das Regelergebnis. Arbeiten Sie
nach Möglichkeit ohne Toleranz.
Stand-by
n
Wird bei einem laufenden Programm das Gerät in Stand-by gesetzt,
wird das laufende Programm automatisch mit Pause angehalten.
1.
Drücken Sie die Eingabetaste um ins Menü zu gelangen.
2.
Wählen Sie den Menüpunkt Programmgeber Programm X.
Integral Prozessthermostate und Hochtemperaturthermostate
Es öffnet sich das Untermenü im gewählten Programm.
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