8.6
Befüllen und Betrieb eines Geräts mit Drucküberlagerung
Druckluftversorgung
Befüllen mit Temperierflüssigkeit
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Führen Prozesse in der Applikation zu höheren Temperaturen, kann es
zu Aussiedevorgängen kommen. Dadurch bricht die Temperaturregelung
zusammen, das Temperiergerät temperiert aber soweit als möglich weiter.
Um das Problem zu beheben, müssen Sie entweder die Drucküberlagerung
erhöhen oder die maximale Solltemperatur reduzieren.
Tmax und Tmax_return sind sicherheitsrelevante Parameter. Werden die
Werte von Tmax oder Tmax_return überschritten, schaltet das Temperier-
gerät mit Alarm ab. Tmax_return kann höher eingestellt werden als Tmax, da
die Rücklauftemperatur bei Kühlprozessen signifikant höher liegen kann als
die Vorlauftemperatur, die durch Tmax überwacht wird.
Stellen Sie diese Werte so hoch ein, wie es die Sicherheit zulässt.
Nutzen Sie diese Parameter nicht dazu Ausgasungsprozesse zu kontrollieren,
da sonst der Temperiervorgang gegebenenfalls komplett unterbrochen wird.
Um den Betrieb mit Drucküberlagerung zu ermöglichen, muss eine Versor-
gung mit Druckluft (oder Stickstoff) zur Verfügung stehen.
Druck: 5 ‑ 8 bar
n
Die Druckluft muss frei von Öl sein.
n
In 1 kg Druckluft darf maximal 1,7 g Wasser enthalten sein.
n
Werkstattkupplung NW 7,2 (am Temperiergerät)
n
Integral Prozessthermostate und Hochtemperaturthermostate
Beim Betrieb an einer druckempfindlichen Applikation (zum Beispiel
Glasreaktor) müssen Sie eine Druckentlastungseinrichtung (zum
Beispiel Sicherheitsventil) in den hydraulischen Kreislauf einbauen.
Für Geräte mit Drucküberlagerung sind nur diese Temperierflüssig-
keiten zulässig:
LAUDA Kryo 30
Wasser-Glykol-Mischung
WARNUNG!
Überlaufen von Temperierflüssigkeit
Ausrutschen oder Stürzen
Überfüllen Sie das Gerät nicht. Beachten Sie hierzu die
Niveauanzeige des Geräts.
V5