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Pumpenreglung - Pce Instruments Pce-Btc 83 Bedienungsanleitung

Prozessregler
Inhaltsverzeichnis
Die Funktion des Ruhemodus kann verwendet werden um einen Ein-/Aus-Schalter zu ersetzten und die
Systemkosten zu reduzieren.
In der Voreinstellung ist SLEP = NONE eingestellt, der Ruhemodus also deaktiviert.

6.12 Pumpenreglung

Die Funktion der Pumpenreglung ist eines der herausragenden Features des Prozessreglers PCE-BTC
83. Mittels der Pumpenreglung kann der Druck in einem Prozess hervorragend geregelt werden. Dieser
Druck wird in der Regel durch eine Pumpe erzeugt, welche über einen, in seiner Geschwindigkeit
variablen, Motor angetrieben wird. Ein solches System besitzt die folgenden Charakteristika, welche das
Regelverhalten beeinflussen:
Das System rauscht stark
Der Druck ändert sich recht schlagartig
Die Pumpencharakteristik ist ultra-nichtlinear in Beziehung zu der Drehgeschwindigkeit
Die meisten Pumpen erzeugen keinen stabilen Druck, wenn die Drehzahl kleiner als die halbe
Nenndrehzahl ist.
Handelsübliche Pumpen verlieren aufgebauten Druck über die Zeit, auch wenn die Ventile
komplett geschlossen sind.
Offensichtlich die meisten erhältlichen Prozessregler mit dieser Problematik überfordert. Der
Prozessregler BTC83 kann jedoch, durch seine überragende Rauschunterdrückung und hohe Tastrate,
derartige Charakteristiken berücksichtigen. Um dies zu erreichen, nehmen Sie die folgenden
Einstellungen vor:
Einstellungen Setup:
FUNC = FULL
EIFN = NONE
PVMD = PV1
FILT = 0.5
SELF = NONE
SPMD = PUMP
SP2F = DEVI
Programmierung Benutzermenü:
REFC = Referenzkonstante
SP2 = Ein negativer Wert wird SP1 zuaddiert um den Setpoint für Leerlauf zu erreichen
Da die Pumpe bei geringer Drehzahl kaum Druck erzeugt, kann es sein dass sie auch weiterläuft
nachdem der Druck den Setpoint erreicht hat. Das führt zu hohem Verschleiß und Energieaufwand. Um
dies zu verhindern, gibt es im Benutzermenü eine Referenzkonstante. Wenn für SPMD die Funktion
PUMP gewählt wurde, überprüft der Regler den Prozess regelmäßig durch Anwendung dieser Konstante
nachdem der Druck den Setpoint erreicht hat. Wird festgestellt dass der Druck noch immer durch den
Prozess verbraucht wird, versorgt der Regler die Pumpe weiterhin mit Energie. Wird festgestellt dass der
Prozess den Druck nicht weiter verbraucht, reduziert der Regler die Energieversorgung der Pumpe
schrittweise, bis die Pumpe steht. Wenn dies geschehen ist, wechselt der Regler in den Leerlauf-Status.
Der Leerlauf verwendet einen niedrigeren Setpoint welcher erzielt wird, indem SP2 zu SP1 hinzuaddiert
wird, bis der Druck unter diesen Setpoint fällt. Im Leerlauf soll ein zu häufiges Ein- und Ausschalten der
Pumpe verhindert werden. Um eine korrekte Funktion zu gewährleisten, sollte der Wert für SP2 negativ
sein.
Die Pumpenreglungsfunktionen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Wenn der Prozess Druck verliert/verbraucht, regelt das Gerät den Druckwert präzise am Setpoint
ein.
Wenn der Prozess keinen Druckverbrauch/Druckverlust mehr aufweist, schaltet der Regler die
Pumpe so lange wie möglich aus.
Der Regler startet die Pumpe neu und beginnt den Druck einzuregeln, sobald der Druck unter
einer vordefinierten Wert (also SP1 + SP2) fällt.
Programmierung:
BETRIEBSANLEITUNG
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