Auswirkungen der Viskosität der Tem-
perierflüssigkeit
Beispiel
Einfluss der Regelparameter auf das Regel-
verhalten
Abb. 73: optimale Einstellung
Abb. 74: Regelparameter Xp zu groß
V1
Wenn die Regelung bei tiefen Temperaturen stabil ist, dann ist sie im Allge-
meinen auch bei hohen Temperaturen stabil. Wenn umgekehrt ein System
bei hohen Temperaturen gerade noch stabil ist, dann wird es höchst wahr-
scheinlich hin zu tieferen Temperaturen instabil, das heißt es schwingt.
Die Viskosität der Temperierflüssigkeit ändert sich sehr stark mit der Tem-
peratur. Bei tiefen Temperaturen sind die Flüssigkeiten hochviskoser. Die
Regelqualität ist deshalb im Allgemeinen bei tiefen Temperaturen schlechter.
Aus diesem Grund sollte die Reglereinstellung am unteren Ende des abzu-
deckenden Temperaturbereichs ausgeführt werden.
Ist der Temperaturbereich einer Anwendung zwischen -20 - 80 °C, dann
sollte die Reglereinstellung bei -10 - 20 °C vorgenommen werden.
Wird der Parameter Xp zu groß gewählt, gelangt der Istwert früh in den
Proportionalbereich und der P-Anteil wird kleiner als 100 % der Stellgröße.
Die Annäherung zum Sollwert verlangsamt sich. Somit hat der gleichzeitig
aufintegrierende I-Anteil mehr Zeit, seinen Stellgrößenanteil aufzubauen.
Ist der Sollwert erreicht, führt der zu viel aufsummierte I-Anteil zum Über-
schwingen über den Sollwert. Wird der Proportionalbereich Xp verkleinert,
bleibt der P-Anteil länger bei 100 %. Deshalb nähert sich der Istwert
schneller dem Sollwert an und der I-Anteil hat weniger Zeit, die Regeldif-
ferenz aufzuintegrieren. Das Überschwingen wird reduziert.
Integral Prozessthermostate mit Kältemittel CO
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