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Lauda IN 2040 XTW Betriebsanleitung Seite 104

Integral prozessthermostate mit kältemittel co2
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Beispiel:
Abb. 52: Tabelle Dampfdruck Wasser-
Glykol-Mischung
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Wird also die Drucküberlagerung zu hoch gesetzt, reicht gegebenenfalls
der verbleibende Druck der Pumpe für den gewünschten Volumenstrom
der Temperierflüssigkeit nicht aus. Daher ist es gegebenenfalls notwendig
die Drucküberlagerung zu reduzieren, um einen höheren Volumenstrom zu
erhalten.
Für einen zuverlässigen Temperierprozess ist es notwendig, dass die Tem-
perierflüssigkeit nicht siedet. Siedeprozesse entstehen dann, wenn der
Dampfdruck der Temperierflüssigkeit vom statischen Druck (Drucküberla-
gerung) unterschritten wird. Um dies zu verhindern, muss die Temperatur
der Temperierflüssigkeit mindestens um 5 K unterhalb der Dampfdruckkurve
liegen.
Wenn Sie eine Wasser-Glykol-Mischung (im Verhältnis 40:60, ent-
n
spricht LAUDA Kryo 30) bei einer Temperatur von 130 °C temperieren
möchten, lesen Sie den Dampfdruck der Temperierflüssigkeit bei 135 °C
ab. Dieser ist angegeben mit 2,0 bar absolut (siehe Tabelle Dampfdruck).
Stellen Sie die Drucküberlagerung (= Solldruck Pset) auf 1,5 bar ein.
n
Berechnung: Dampfdruck - Umgebungsdruck + 0,5 bar Sicher-
heitszuschlag
Hinweis: Der Solldruck (Pset) wird als relativer Druck bezogen auf
den Umgebungsdruck angegeben.
TiH 2 K über dem Sollwert einstellen (in diesem Beispiel 132 °C),
n
dadurch heizt das Temperiergerät nicht höher.
Wenn Sie Wärme abführen wollen, ist die Rücklauftemperatur höher als
n
die Vorlauftemperatur. Verwenden Sie die höchste Systemtemperatur
zur Festlegung der Drucküberlagerung.
Beim Betrieb an einer druckempfindlichen Applikation (zum Beispiel
Glasreaktor) müssen Sie eine Druckentlastungseinrichtung (zum
Beispiel Sicherheitsventil) in den hydraulischen Kreislauf einbauen.
Führen Prozesse in der Applikation zu höheren Temperaturen, kann es
zu Aussiedevorgängen kommen. Dadurch bricht die Temperaturregelung
zusammen, das Temperiergerät temperiert aber soweit als möglich weiter.
Um das Problem zu beheben, müssen Sie entweder die Drucküberlagerung
erhöhen oder die maximale Solltemperatur reduzieren.
Tmax und Tmax_return sind sicherheitsrelevante Parameter. Werden die
Werte von Tmax oder Tmax_return überschritten, schaltet das Temperier-
gerät mit Alarm ab. Tmax_return kann höher eingestellt werden als Tmax, da
die Rücklauftemperatur bei Kühlprozessen signifikant höher liegen kann als
die Vorlauftemperatur, die durch Tmax überwacht wird.
Stellen Sie diese Werte so hoch ein, wie es die Sicherheit zulässt.
Nutzen Sie diese Parameter nicht dazu Ausgasungsprozesse zu kontrollieren,
da sonst der Temperiervorgang gegebenenfalls komplett unterbrochen wird.
Integral Prozessthermostate mit Kältemittel CO
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