Das Fahrgestell besteht aus zwei spiegelbildlich konstruierten Bodenwannenhälften. In diese sind die
Antriebsmotoren sowie die Stirnradgetriebe integriert. Die Radachsen bzw. Antriebswellen laufen in Sinter-
buchsen.
Als Antriebsmotoren sind hochwertige Industriemotoren eingesetzt, die sich durch hohe Lebensdauer und
einen sehr guten Wirkungsgrad auszeichnen. Dadurch lassen sich mit einer Akkuladung lange Laufzeiten
realisieren.
Die Getriebe bestehen aus jeweils einem Ritzel mit 12 Zähnen auf der Motorwelle, zwei Stufenrädern mit
50/12 Zähnen und einem Zahnrad mit 50 Zähnen auf der Abtriebswelle. Alle Zahnräder haben Modul 0,5
und sind aus verschleißarmen Polyamid gefertigt. Zwei Gabellichtschranken an der Unterseite des Robot
Motherboards greifen über die beiden hochgesetzten Stufenräder und ermöglichen im Zusammenwirken
mit kleinen Bohrungen in den Zahnrädern eine sehr genaue Wegmessung. Die Antriebsräder mit Durchmes-
ser 44 mm führen die Raupenbänder, die aus Gummi gefertigt werden. Damit kann der Roboter kleine Hin-
dernisse und große Steigungen mühelos bewältigen.
In der Mitte der Bodenwanne wird der Fahrakku bzw. ein Batteriehalter, der mit Mignon Akkus bestückt
wird, eingesetzt.
Die Roboter Platine wird an der Oberseite mit 4 Schrauben befestigt und muss dann im Normalbetrieb mit
Akkus nicht mehr entfernt werden.
Für höchste Mobilität wird das Fahrgestell von zwei, in der Geschwindigkeit getrennt steuerbaren, Elektro-
motoren angetrieben. Die Laufrichtung jeder Raupe ist schaltbar.
Sensoren:
Folgende Sensoren ermöglichen dem Programmierer sehr komplexe Interaktionen mit Umgebungsreizen
und entsprechend vielseitigen Reaktionen darauf.
- 2 richtungsunterscheidende Lichtsensoren
- 2 Wegstreckenmesser mit hoher Auflösung
- ein berührungsloses IR Anti-Kollisionssystem mit schaltbarer Reichweite
- ein leistungsfähiges IR-Kommunikationssystem (Sender/Empfänger)
- Schallsensor
- Berührungssensor
- Sensor für Betriebsspannung
- Stromsensor für die Motoren
- Stromsensor für Ladestrom
Steuer-Computer
Der Steuer-Computer von CCRP5 ist ein Computer der C-Control Serie
Dieser ist ein kompakter Baustein für den universellen Einsatz in Mess-, Steuer- und Regelungsaufgaben
und verfügt außerdem über die Fähigkeiten der seriellen Datenübertragung und der Datenspeicherung.
Der Steuercomputer enthält einen weiterentwickelten Mikroprozessor, der die Programmierung des Bau-
steins in der weitbekannten und leicht zu erlernenden Programmiersprache BASIC erlaubt. So wird der
Steuercomputer durch wenige Zeilen BASIC-Quelltext zur intelligenten Alarmanlage, zum komplexen Date-
nerfassungssystem, zur Steuerzentrale einer Heizungsanlage oder, wie hier, zum ,,Hirn" eines kleinen
Robotermodells.
Für den Kontakt zur Außenwelt stehen acht analoge Eingänge, zwei analoge Ausgänge sowie 16 frei als Ein-
oder Ausgänge programmierbare Digitalports zur Verfügung.
Ein Teil dieser Ressourcen ist durch Sensorik und Antrieb belegt. Die freien Ressourcen lassen jedoch
genügend Spielraum für zusätzliche Erweiterungen, einschließlich der Verwendung einer leistungsfähigeren
CPU (die vorhandene CPU wird dann mit einem speziellen Programm zum CO-Prozessor)
Betriebsbedingungen
Die geschlossene Bodenwanne schützt die Mechanik gut gegen grobe Umwelteinflüsse. Sie ist aber weder
wasser- noch staubdicht. Setzen Sie den Roboter daher nur im trockenen und sauberen häuslichen Bereich
ein. Schmutz, Staub, Fremdkörper und Feuchtigkeit zerstören die Mechanik.
Die zulässige Umgebungstemperatur darf während des Betriebes 0°C und 40°C nicht unter- bzw. über-
schreiten.
Betreiben Sie den Roboter nicht in einer Umgebung mit brennbaren oder explosionsgefährdeten Flüssigkei-
ten, Gasen oder Stäuben.
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