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Die Programmiersprache Ccbasic; Echtzeituhr; User-Bytes; Digitalports - Conrad Electronic Robby Rp5 Bedienungsanleitung

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Die Programmiersprache CCBASIC

Systemressourcen des C-Control Computers
Unter dem Begriff ,,Systemressourcen" sind hier alle internen Funktionseinheiten zusammengefasst, die
sich aus den Eigenschaften des Mikrocontrollers ableiten oder durch das auf dem Chip maskenprogram-
mierte Betriebssystem zur Verfügung gestellt werden. Wie diese Systemressourcen im BASIC-Programm
angesprochen werden, wird weiter unten in der Befehlsübersicht beschrieben.

Echtzeituhr

Im Hintergrund des Betriebssystems läuft ein mit 20 Millisekunden getakteter 16-Bit-Timer, dessen Wert
jederzeit ausgelesen und zum Herstellen von Zeitbezügen im BASIC-Programm benutzt werden kann und
Zeitbasis für die interne Echtzeituhr ist. Diese Uhr kann mit einem DCF 77 Empfänger synchronisiert wer-
den. Die per DCF77 empfangene Zeit- und Datumsinformation wird vom Betriebssystem in sieben interne
Speicherzellen (Jahr, Monat, Tag, Wochentag, Stunde, Minute, Sekunde) übertragen und bis zur nächsten
Synchronisation in Portionen von 20 Millisekunden erhöht. Die Ganggenauigkeit der Echtzeituhr zwischen
den Synchronisationszeitpunkten ist bestimmt durch die Abweichung des 4 MHz-Quarzes von seiner Nor-
malfrequenz von bis zu 0,l Promille, abhängig von Streuungen in der Serienproduktion und von der Tempe-
ratur. Das entspricht einer Abweichung von bis zu 0,36 Sekunden pro Stunde. Nach dem Zuschalten der
Betriebsspannung und nach einem Reset startet die Uhr mit dem 01.01.97, 0O:OO:OO Uhr.
Die internen Speicherzellen für Datum und Uhrzeit können vom BASIC-Programm aus gelesen und
beschrieben werden. Durch das Beschreiben der Zeitspeicherzellen kann die Uhr also auch ohne DCF77-
Empfang gestellt werden. Für Programmtests oder bei geringem Anspruch an die Ganggenauigkeit kann so
auf die DCF77-Antenne verzichtet werden.

User-Bytes

Der Mikrocontroller MC68HC05B6 verfügt über insgesamt 240 Bytes RAM. Der C-Control Steuercomputer
belegt davon größten Teil für Betriebssystemfunktionen (Stack, Timer, Uhr, DCF77-Rahmenpuffer, Schnitt-
stellenpuffer, Zwischenspeicher für Berechnungen usw.). 24 Bytes stehen dem Anwender zur Verwendung
in BASIC-Programmen zur Verfügung. Davon werden die Bytes 1 bis 5 für das erweiterte Betriebssystem
von CCRP5 gebraucht und stehen dem Benutzer nicht zur freien Verfügung.
Die Verwendung dieser Userbytes ist im Abschnitt zum DEFINE-Befehl weiter unten beschrieben.

Digitalports

Benutzung eines Digitalports als Eingang
Digitaleingänge werden zur Abfrage von Schaltzuständen verwendet. Wird ein Digitalport als Eingang
benutzt, führt er im unbeschalteten Zustand undefinierten Pegel der z.B. mit einem PULL UP- Widerstand
festgelegt werden muss. Ist beispielsweise ein Reedkontakt an diesem Portangeschlossen, wird bei offe-
nem Schalter eine logische Eins (,,wahr") vom Port gelesen, bei geschlossenem Schalter eine logische Null
(,,falsch").
Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass je nach Beschaltung des Ports und der logischen Aussage, die Ihr
Programm beinhalten soll, der eingelesene Wert eventuell invertiert werden muss (NOT-Operator, siehe
Befehls- Beschreibung)!
Benutzung eines Digitalports als Ausgang
Wird ein Digitalport als Ausgang verwendet, können daran nachfolgende ICs, Transistoren oder Low-Cur-
rent-Leuchtdioden direkt betrieben werden. Der maximal zulässige Laststrom beträgt 10 mA. In jedem Fall
ist eine
ausreichende Strombegrenzung, zum Beispiel durch einen Widerstand, zu gewährleisten, da es sonst zur
Zerstörung des Mikrocontrollers kommen kann!
Innerhalb des Mikrocontrollers erfolgt die interne Beschaltung eines Digitalports als Ausgang oder Eingang
beim ersten Ausführen des Anwenderprogramms. Nach dem Zuschalten der Betriebsspannung oder
nach einem Reset verhalten sich alle Digitalports zunächst elektrisch als Eingang, sie führen also über einen
Pullup-Widerstand High-Pegel.
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Diese Anleitung auch für:

Ccrp519 03 33

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