Testplan
Allgemeines
Dieser Testplan
soil
helfen,
in
gewissen
Zeitabstanden
und
ohne
grolJen
Aufwand
an MelSgeraten
die
wichtigsten
Funktionen
des
HM
806
zu uberprufen.
Aus
dem
Test even-
tuell
resultierende Korrekturen
und
Abgleicharbeiten
im
Innern
des Gerates
sind
in
der Service-Anleitung
beschrie-
ben. Sie
sollten
jedoch nur
von Personen
mit
entsprechen-
der Fachkenntnis durchgefuhrt
werden.
Wie
bei
den
Voreinstellungen
1st
darauf zu achten,
dalS
zunachst
alle
Knopfe
in
Calibrierstellung
stehen. Keine der
Tasten
soil
gedruckt
sein,
LEVEL
A-Knopf
in
AT
Stellung,
TRIG.-Wahlschalter
auf
AC.
Es wird empfohlen, das
Oszil-
loskopschon
ca.
15
Minuten vorTestbeginn
einzuschalten.
Strahlrohre,
Helligkeit
und
Scharfe,
Linearitat,
Rasterverzeichnung
Die
Strahlrohre
im
HM806
hat
normalerweise
eine
gute
Helligkeit.
Ein
Nachlassen derselben kann
nurvisuell beur-
teilt
werden.
Eine
gewisse Randunscharfe
ist
jedoch
in
Kauf zu
nehmen.
Sie
ist
rohrentechnisch
bedingt.
Zu
geringe
Helligkeit
kann
die
Folge
zu
kleiner
Hochspannung
sein.
Dies erkennt
man
leicht
an der
dann
stark vergrofSer-
ten Empfindlichkeit
des
Vertikalverstarkers.
Der
Einstellbe-
reich fur
maximale und
minimale
Helligkeit
mufS so
liegen,
daU
kurz
vor Linksanschlag
des
INTENS.-Einstellers der
Strahl
gerade
verldscht
und
bei
Rechtsanschlag
die
Scharfe
und
Strahibreite
noch
akzeptabel
sind.
Aufkeinen
Falldarf
bei
maximaler
Intensitat
mit Zeitabienkung der Ruck-
iauf sichtbar
sein.
Auch
bei
gedruckter Taste
X-Y
muB
sich
der
Strahi
voiiig
verdunkein
iassen.
Dabei
ist
zu
beachten,
dalS bei
starken Helligkeitsveranderungen
immer
neu
fokussiert
werden
mulS.
Auflerdem
soil
bei
max.
Hellig-
keit
kein
„Pumpen"
des
Bildes auftreten. Letzteres
bedeu-
tet,
daB
die
Stabilisation
der
Hochspannungsversorgung
nicht
in
Ordnung
ist.
Das
Potentiometer
fur
Hochspannung
(minimale
Helligkeit)
ist
nur
innen
zuganglich
(siehe
Abgleichplan
und
Service-Anleitung).
Ebenfalls
rohrentechnisch bedingt
sind
gewisse
Toleran-
zen der
Linearitat
und
Rasterverzeichnung.
Sie sind
in
Kauf
zu
nehmen,
wenn
die
vom
Rdhrenhersteller
angegebenen
Grenzwerte
nicht
uberschritten
werden.
Auch
hierbei
sind
speziell die
Randzonen des
Schirms
betroffen.
Ebenso
gibt
es Toleranzen der
Achsen- und Mittenabweichung.
Alle
diese
Grenzwerte
werden
von
HAM
EG
Qberwacht.
Das
Aussuchen
einer toleranzfreien
Bildrohre
ist
praktisch
unmdglich
(zu
viele
Parameter).
Astigmatismuskontrolle
Es
ist
zu prufen,
ob
sich die
maximale
Scharfe
waagerech-
ter
und
senkrechter
Linien bei
derselben
FOCUS-Knopfein-
stellung
ergibt.
Man
erkennt
dies
am
besten
bei
der
Abbil-
dung
eines Rechtecksignals hoherer
Frequenz
(ca.
1
MHz).
Bei
normaler
Helligkeit
werden
mit
dem
FOCUS-Reglerdie
waagerechten
Linien
des Rechtecks
auf
die
bestmogliche
Scharfe
eingestellt.
Die
senkrechten
Linien
mussen
jetzt
auch
die
maximale
Scharfe haben.
Wenn
sich
diese jedoch
durch
die
Betatigung
des FOCUS-Reglers
verbessern
laBt,
ist
eine Astigmatismus-Korrekturerforderlich. Hierfurbefin-
det
sich
im Gerat
ein
Trimmpotentiometer
(siehe
Abgleich-
plan
und
Service-Anleitung).
Symmetrie und
Drift
des
Vertikalverstarkers
Beide Eigenschaften
werden
im wesentlichen von
den
Ein-
gangsstufen bestimmt.
Einen
gewissen
AufschluB uberdie
Symmetrie von
Kanal
II
und des
Y-Endverstarkers
erhalt
man
beim
Invertieren
(Taste
INV.
II
drucken). Bei guter
Symmetrie
darf sich die
Strahllage
um
etwa
5mm
andern.
Gerade noch
zulassig
ware
1
cm. GroBere
Abweichungen weisen
auf eine
Veran-
derung im
Vertikalverstarker
hin.
Eine
weitere
Kontrolle
der
Y-Symmetrie
ist
uber
den
Stell-
bereich der Y-POS.-Einstellung moglich.
Man
gibt
auf
den
Y-Eingang
ein
Sinussignal
von etwa
10-1
00 kHz
(Signal-
kopplung
dabei auf AC).
Wenn
dann
bei
einer
Bildhdhe
von
ca.
8cm
der
Y-POS.
I-Knopf
nach beiden
Seiten
bis
zum
Anschlaggedrehtwird,
muISderoben und
unten
noch
sicht-
bare
Teil
ungefahr
gleich
groB
sein.
Unterschiede
bis
1
cm
sind
noch
zulassig.
Die
Kontrolle
der
Drift
ist
relativ
einfach.
Nach etwa
10
Minuten
Einschaitzeitwlrd der
Strahl
exakt
auf Mitte
Bild-
schirm
gestellt.
In
derfolgenden Stunde
darf sich die Strahl-
lage
um
nicht
mehr
als
5mm
verandern.
GroBere Abwei-
chungen werden
oft
durch
unterschiedliche Einzeldaten
der Eingangstufe
des
Y-Vorverstarkers verursacht.
Beim
Durchdrehen des
betreffenden
Teilerschalters
uber
alle
Stellungen
ohne
Signal darf sich die vertikale Strahllage
ins-
gesamt
um
nicht
mehr
als
0,5
mm
verandert.
Manchmal
treten
solche
Effekte
erst
nach
langerer Betriebszeit
des
Gerates
auf.
Calibration
des
Vertikalverstarkers
Die
Ausgangsbuchsen
des
Calibrators
geben
eine Recht-
eckspannung von
0,2V^s
bzw.
2
Vsj,ab.
Sie
haben
normaler-
weise
eine Toleranz
von
nur
±1 %.
Stellt
man
eine
direkte
Verbindung zwischen der
0,2
V-Ausgangs-Buchse und
dem
Eingang
des
Vertikalverstarkers
her (Tastkopf
1:1),
muB
das aufgezeichnete
Signal
in
Stellung
50
mV/cm 4cm
hoch
sein (Feineinstellknopf
des
Teilerschalter
auf Rechts-
anschlag CAL.; Signalankopplung
DC).
Abweichungen
von
maximal
1
,2
mm
(3
%)
sind
gerade noch
zulassig.
Wird
zwi-
schen
der 2
V-Ausgangs-Buchse und MeBeingang
ein
Tast-
teiier
70:7
geschaltet,
muB
sich die
gleiche
Bildhohe
erge-
Anderungen
vorbehalten
T1
806