gen zwischen 1 : 1 und 100 : 1 ändern, ohne daß die
Triggerung ausfällt.
Es ist dabei unter Umständen erforderlich, daß der LEVEL-
Einsteller fast an den Anschlag zu stellen ist. Bei der
nächsten Messung kann es erforderlich werden, den
LEVEL-Einsteller auf die Bereichsmitte zu stellen.
Diese Einfachheit der Bedienung empfiehlt die automati-
sche Spitzenwert-Triggerung für alle unkomplizierten
Meßaufgaben. Sie ist aber auch die geeignete Betriebsart
für den „Einstieg" bei diffizilen Meßproblemen, nämlich
dann, wenn das Meßsignal selbst in Bezug auf Amplitude,
Frequenz oder Form noch weitgehend unbekannt ist.
Mit automatischer Spitzenwert-Triggerung werden alle
Parameter voreingestellt, dann kann der Übergang auf
Normaltriggerung erfolgen.
Die automatische Spitzenwert-Triggerung ist unabhängig
von der Triggerquelle und ist sowohl bei interner wie auch
externer Triggerung anwendbar. Sie arbeitet oberhalb 20Hz .
In Kombination mit alternierender Triggerung (Taste ALT.
gedrückt) wird die Spitzenwerterfassung abgeschaltet,
während die Triggerautomatik erhalten bleibt. Der LEVEL-
Einsteller ist dann unwirksam (Triggerpunkt 0 Volt).
Normaltriggerung
Mit Normaltriggerung (gedrückte Taste AT/NORM.) und
passender LEVEL-Einstellung kann die Auslösung, bzw.
Triggerung der Zeitablenkung an jeder Stelle einer Signal-
flanke erfolgen. Der mit dem LEVEL-Knopf erfaßbare
Triggerbereich ist stark abhängig von der Amplitude des
Triggersignals. Ist bei interner Triggerung die Bildhöhe
kleiner als 1cm, erfordert die Einstellung wegen des
kleinen Fangbereichs etwas Feingefühl.
Bei falscher LEVEL-Einstellung ist der Bildschirm dunkel.
Mit Normaltriggerung sind auch komplizierte Signale
triggerbar. Bei Signalgemischen ist die Triggermöglichkeit
abhängig von gewissen periodisch wiederkehrenden
Pegelwerten, die u.U. erst bei gefühlvollem Drehen des
LEVEL-Knopfes gefunden werden. Weitere Hilfsmittel
zur Triggerung sehr schwieriger Signale sind der Zeit-
Feinstellknopf und die HOLDOFF-Zeiteinstellung, die wei-
ter unten besprochen wird.
Flankenrichtung
Die Triggerung kann bei automatischer und bei Normal-
triggerung wahlweise mit einer steigenden oder einer fallen-
den Triggerspannungsflanke einsetzen. Die gewählte
Flankenrichtung ist mit der Taste SLOPE einstellbar. Das
Pluszeichen (ungedrückte Taste) bedeutet eine Flanke, die
vom negativen Potential kommend zum positiven Potential
ansteigt. Das hat mit Null- oder Massepotential und absolu-
Änderungen vorbehalten
ten Spannungswerten nichts zu tun. Die positive Flanken-
richtung kann auch im negativen Teil einer Signalkurve
liegen. Eine fallende Flanke (Minuszeichen) löst die Triggerung
sinngemäß aus, wenn die Taste SLOPE gedrückt ist. Dies
gilt bei automatischer und bei Normaltriggerung.
Triggerkopplung
Die Ankopplungsart und der Durchlaß-Frequenzbereich
des Triggersignals kann am TRIG.-Umschalter gewählt
werden.
AC: Triggerbereich < < < < < 20Hz bis 100MHz.
Dies ist die am häufigsten zum Triggern benutzte
Kopplungsart. Unterhalb 20Hz und oberhalb 100MHz
steigt die Triggerschwelle zunehmend an.
DC: Triggerbereich 0 bis 100MHz .
DC-Triggerung ist dann zu empfehlen, wenn bei ganz
langsamen Vorgängen auf einen bestimmten Pegel-
wert des Meßsignals getriggert werden soll oder
wenn impulsartige Signale mit sich während der
Beobachtung ständig ändernden Tastverhältnissen dar-
gestellt werden müssen.
Bei interner DC- oder LF-Triggerkopplung sollte
immer mit Normaltriggerung und LEVEL-Ein-
stellung gearbeitet werden.
LF: Triggerbereich 0 bis 1,5kHz (Tiefpaß).
Die LF-Stellung ist häufig für niederfrequente Signale
besser geeignet als die DC-Stellung, weil Rausch-
größen innerhalb der Triggerspannung stark unter-
drückt werden. Das vermeidet oder verringert im
Grenzfall Jittern oder Doppelschreiben, insbesonde-
re bei sehr kleinen Eingangsspannungen. Oberhalb
1,5kHz steigt die Triggerschwelle zunehmend an.
TV (Videosignal-Triggerung)
Steht der TRIG.-Umschalter in Stellung TV, wird der TV-
Synchronimpuls-Separator wirksam. Er trennt die
Synchronimpulse vom Bildinhalt und ermöglicht eine von
Bildinhaltänderungen unabhängige Triggerung von Video-
signalen.
Abhängig vom Meßpunkt, sind Videosignale (FBAS- bzw.
BAS-Signale = Farb-Bild-Austast-Synchron-Signale) als
positiv oder negativ gerichtetes Signal zu messen. Nur bei
richtiger Einstellung der SLOPE-Taste (±) werden die
Synchronimpulse vom Bildinhalt getrennt. Die Flanken-
richtung der Vorderflanke der Synchronimpulse ist für die
Einstellung der SLOPE-Taste (±) maßgebend; dabei darf die
Invertierungs-Taste (INVERT) nicht gedrückt sein. Ist die
Spannung der Synchronimpulse am Meßpunkt positiver als
der Bildinhalt, muß sich die SLOPE-Taste in Stellung +
(ungedrückt) befinden. Befinden sich die Synchronimpulse
unterhalb des Bildinhalts, ist deren Vorderflanke fallend
(negativ). Dann muß sich die SLOPE-Taste in Stellung –
(gedrückt) befinden. Bei falscher Flankenrichtungswahl er-
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