Betriebsbedingungen
Der zulässige Umgebungstemperaturbereich während
des Betriebs reicht von +10°C... +40°C. Während der
Lagerung oder des Transports darf die Temperatur zwi-
schen -40°C und +70°C betragen. Hat sich während des
Transports oder der Lagerung Kondenswasser gebildet,
muß das Gerät ca. 2 Stunden aklimatisiert werden, bevor
es in Betrieb genommen wird. Das Oszilloskop ist zum
Gebrauch in sauberen, trockenen Räumen bestimmt. Es
darf nicht bei besonders großem Staub- bzw. Feuchtig-
keitsgehalt der Luft, bei Explosionsgefahr sowie bei ag-
gressiver chemischer Einwirkung betrieben werden. Die
Betriebslage ist beliebig. Eine ausreichende Luftzirkulation
(Konvektionskühlung) ist jedoch zu gewährleisten. Bei
Dauerbetrieb ist folglich eine horizontale oder schräge
Betriebslage (Aufstellbügel) zu bevorzugen. Die Lüftungs-
löcher dürfen nicht abgedeckt werden!
Nenndaten mit Toleranzangaben gelten nach einer
Anwärmzeit von min. 20 Minuten und bei einer
Umgebungstemperatur zwischen 15°C und 30°C. Wer-
te ohne Toleranzangabe sind Richtwerte eines durch-
schnittlichen Gerätes.
Garantie
Jedes Gerät durchläuft vor dem Verlassen der Produktion
einen Qualitätstest mit 10-stündigem ,,burn-in". Im inter-
mittierenden Betrieb wird dabei fast jeder Frühausfall
erkannt. Dem folgt ein 100% Test jedes Gerätes, bei dem
alle Betriebsarten und die Einhaltung der technischen
Daten geprüft werden.
Dennoch ist es möglich, daß ein Bauteil erst nach längerer
Betriebsdauer ausfällt. Daher wird auf alle Geräte eine
Funktionsgarantie von 2 Jahren gewährt. Vorausset-
zung ist, daß im Gerät keine Veränderungen vorgenommen
wurden. Für Versendungen per Post, Bahn oder Spedition
wird empfohlen, die Originalverpackung zu verwenden.
Transport- oder sonstige Schäden, verursacht durch durch
grobe Fahrlässigkeit, werden von der Garantie nicht erfaßt.
Bei einer Beanstandung sollte man am Gehäuse des
Gerätes eine stichwortartige Fehlerbeschreibung anbrin-
gen. Wenn dabei gleich der Name und die Telefon-Nr.
(Vorwahl und Ruf- bzw. Durchwahl-Nr. oder Abteilungs-
bezeichnung) für evtl. Rückfragen anggeben wird, dient
dies einer beschleunigten Abwicklung.
Wartung
Verschiedene wichtige Eigenschaften des Oszilloskops soll-
ten in gewissen Zeitabständen sorgfältig überprüft werden.
Nur so besteht eine weitgehende Sicherheit, daß alle Signale
mit der den technischen Daten zugrundeliegenden Exaktheit
dargestellt werden. Die im Testplan dieses Manuals be-
schriebenen Prüfmethoden sind ohne großen Aufwand an
Meßgeräten durchführbar. Sehr empfehlenswert ist jedoch
ein SCOPE-TESTER HZ60, der trotz seines niedrigen Prei-
ses Aufgaben dieser Art hervorragend erfüllt. Die Außensei-
te des Oszilloskops sollte regelmäßig mit einem Staubpin-
sel gereinigt werden. Hartnäckiger Schmutz an Gehäuse
und Griff, den Kunststoff- und Aluminiumteilen läßt sich
mit einem angefeuchteten Tuch (Wasser +1%
Entspannungsmittel) entfernen. Bei fettigem Schmutz
M 2
kann Brennspiritus oder Waschbenzin (Petroleumäther)
benutzt werden. Die Sichtscheibe darf nur mit Wasser
oder Waschbenzin (aber nicht mit Alkohol oder Lösungs-
mitteln) gereinigt werden, sie ist dann noch mit einem
trockenen, sauberen, fusselfreien Tuch nachzureiben.
Nach der Reinigung sollte sie mit einer handelsüblichen
antistatischen Lösung, geeignet für Kunststoffe, behan-
delt werden. Keinesfalls darf die Reinigungsflüssigkeit in
das Gerät gelangen. Die Anwendung anderer Reinigungs-
mittel kann die Kunststoff- und Lackoberflächen angrei-
fen.
Schutz-Schaltung
Dieses Gerät ist mit einem Schaltnetzteil ausgerüstet,
welches über Überstrom und -spannungs Schutzschal-
tungen verfügt. Im Fehlerfall kann ein, sich periodisch
wiederholendes, tickendes Geräusch hörbar sein.
Netzspannung
Das Gerät arbeitet mit Netzwechselspannungen von 100V
bis 240V. Eine Netzspannungsumschaltung ist daher
nicht vorgesehen. Die Netzeingangssicherungen sind von
außen zugänglich. Netzstecker-Buchse und Sicherungs-
halter bilden eine Einheit. Der Sicherungshalter befindet
sich über der 3poligen Netzstecker-Buchse. Ein Aus-
wechseln der Sicherungen darf und kann (bei unbeschä-
digtem Sicherungshalter) nur erfolgen, wenn zuvor das
Netzkabel aus der Buchse entfernt wurde. Mit einem
geeigneten Schraubenzieher (Klingenbreite ca. 2mm)
werden die, an der linken und rechten Seite des Sicherungs-
halters befindlichen, Kunststoffarretierungen nach Innen
gedrückt. Der Ansatzpunkt ist am Gehäuse mit zwei schrä-
gen Führungen markiert. Beim Entriegeln wird der
Sicherungshalter durch Druckfedern nach außen gedrückt
und kann entnommen werden. Jede Sicherung kann dann
entnommen und ebenso ersetzt werden. Es ist darauf zu
achten, daß die zur Seite herausstehenden Kontaktfedern
nicht verbogen werden. Das Einsetzen des Sicherungs-
halters ist nur möglich, wenn der Führungssteg zur Buch-
se zeigt. Der Sicherungshalter wird gegen den Feder-
druck eingeschoben, bis beide Kunstoffarretierungen ein-
rasten. Die Verwendung ,,geflickter" Sicherungen oder
das Kurzschließen des Sicherungshalters ist unzulässig.
Dadurch entstehende Schäden fallen nicht unter die
Garantieleistungen.
Sicherungstype:
Größe 5 x 20 mm; 250V~, C;
IEC 127, Bl. III; DIN 41 662
(evtl. DIN 41 571, Bl. 3).
Abschaltung: träge (T) 0,8A.
ACHTUNG!
Im Inneren des Gerätes befindet sich im Bereich des
Schaltnetzteiles eine Sicherung:
Größe 5 x 20 mm; 250V~, C;
IEC 127, Bl. III; DIN 41 662
(evtl. DIN 41 571, Bl. 3).
Abschaltung: flink (F) 0,5A.
Diese Sicherung darf nicht vom Anwender ersetzt wer-
den!
Änderungen vorbehalten