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Hameg Instruments HM303-4 Bedienungsanleitung Seite 9

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gend). Wird der Feinstellknopf nach links gedreht,
verringert sich die Empfindlichkeit in jeder Teilerschal-
terstellung mindestens um den Faktor 2,5. So kann
jeder Zwischenwert innerhalb der 1-2-5 Abstufung ein-
gestellt werden. Bei direktem Anschluß an den Y-
Eingang sind Signale bis 400V
schalter auf 20V/cm, Feinsteller auf Linksanschlag).
Mit den Bezeichnungen
H = Höhe in cm des Schirmbildes,
U = Spannung in V
ss
A = Ablenkkoeffizient in V/cm am Teilerschalter
läßt sich aus gegebenen zwei Werten die dritte Größe
errechnen:
U = A · H
Alle drei Werte sind jedoch nicht frei wählbar. Sie
müssen beim HM303 innerhalb folgender Grenzen
liegen (Triggerschwelle, Ablesegenauigkeit):
H zwischen 0,5cm und 8cm, möglichst 3,2cm und 8cm,
U zwischen 1mV
und 160V
ss
A zwischen 1mV/cm und 20V/cm in 1-2-5 Teilung.
Beispiele:
Eingest. Ablenkkoeffizient A = 50mV/cm
abgelesene Bildhöhe H = 4,6cm,
gesuchte Spannung U = 0,05x4,6 = 0,23V
Eingangsspannung U = 5V
eingestellter Ablenkkoeffizient A = 1V/cm,
gesuchte Bildhöhe H = 5:1 = 5cm
Signalspannung U = 230V
(Spannung >160V
, mit Tastteiler 10:1 U = 65,1V
ss
gewünschte Bildhöhe H = mind. 3,2cm, max. 8cm,
maximaler Ablenkkoeffizient A = 65,1:3,2 = 20,3V/cm,
minimaler Ablenkkoeffizient A = 65,1:8 = 8,1V/cm,
einzustellender Ablenkkoeffizient A = 10V/cm
Die Spannung am Y-Eingang darf 400V (unabhängig
von der Polarität) nicht überschreiten. Ist das zu
messende Signal eine Wechselspannung die einer Gleich-
spannung überlagert ist (Mischspannung), beträgt der
höchstzulässige Gesamtwert beider Spannungen (Gleich-
spannung und einfacher Spitzenwert der Wechselspan-
nung) ebenfalls + bzw. −400V (siehe Abbildung. Wechsel-
spannungen, deren Mittelwert Null ist, dürfen maximal
800V
betragen.
ss
Beim Messen mit Tastteilern sind deren höhere Grenz-
werte nur dann maßgebend, wenn DC-Eingangs-
kopplung am Oszilloskop vorliegt. Für Gleichspan-
nungsmessungen bei AC-Eingangskopplung gilt der nied-
rigere Grenzwert des Oszilloskopeingangs (400V). Der
aus dem Widerstand im Tastkopf und dem 1MΩ Eingangs-
widerstand des Oszilloskops bestehende Spannungsteiler
ist, durch den bei AC-Kopplung dazwischen geschalteten
M 4
darstellbar (Teiler-
ss
des Signals am Y-Eingang,
U
H =
A =
A
,
ss
0,05V/cm,
ss
,
ss
x 2x√ 2 = 651V
eff
ss
Eingangs-Kopplungskondensator, für Gleichspannungen
unwirksam. Gleichzeitig wird dann der Kondensator mit
der ungeteilten Gleichspannung belastet. Bei Misch-
spannungen ist zu berücksichtigen, daß bei AC-Kopplung
deren Gleichspannungsanteil ebenfalls nicht geteilt wird,
während der Wechselspannungsanteil einer frequenzab-
hängigen Teilung unterliegt, die durch den kapazitiven
Widerstand des Koppelkondensators bedingt ist. Bei Fre-
quenzen ≥40Hz kann vom Teilungsverhältnis des
Tastteilers ausgegangen werden.
In Stellung GD wird der Signalweg direkt hinter dem Y-
Eingang aufgetrennt; dadurch ist der Spannungsteiler
auch in diesem Falle unwirksam. Dies gilt selbstverständ-
lich für Gleich- und Wechselspannungen.
U
H
Unter Berücksichtigung der zuvor erläuterten Bedingun-
gen können mit HAMEG-Tastteilern 10:1 Gleichspan-
nungen bis 600V bzw. Wechselspannungen (mit Mittel-
wert Null) bis 1200V
tastteilern 100:1 (z.B. HZ53) lassen sich Gleichspannungen
bis 1200V bzw. Wechselspannungen (mit Mittelwert Null)
bis 2400V
ss
Allerdings verringert sich dieser Wert bei höheren Fre-
quenzen (siehe technische Daten HZ53). Mit einem nor-
malen Tastteiler 10:1 riskiert man bei so hohen Spannun-
gen, daß der den Teiler-Längswiderstand überbrückende
C-Trimmer durchschlägt, wodurch der Y-Eingang des
Oszilloskops beschädigt werden kann. Soll jedoch z.B.
nur die Restwelligkeit einer Hochspannung oszilloskopiert
werden, genügt auch der 10:1-Tastteiler. Diesem ist dann
noch ein entsprechend hochspannungsfester Kondensa-
tor (etwa 22-68 nF) vorzuschalten.
Mit der auf GD geschalteten Eingangskopplung und dem
),
ss
Y-POS.-Einsteller kann vor der Messung eine horizontale
Rasterlinie als Referenzlinie für Massepotential einge-
stellt werden. Sie kann beliebig zur horizontalen Mittellinie
eingestellt werden, je nachdem, ob positive und/oder nega-
tive Abweichungen vom Massepotential zahlenmäßig
erfaßt werden sollen.
Spannung
DC + AC
Spitze
AC
DC
DC
Gesamtwert der Eingangsspannung
Die gestrichelte Kurve zeigt eine Wechselspannung, die um 0 Volt
schwankt. Ist diese Spannung einer Gleichspannung überlagert
(DC), so ergibt die Addition der positiven Spitze zur Gleichspannung
die maximal auftretende Spannung (DC + AC Spitze).
gemessen werden. Mit Spezial-
ss
messen.
= 400V
Spitze
max.
AC
Zeit
Änderungen vorbehalten
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