Vorwort Vorwort Grundsätze Diese Betriebsanleitung: • ist ein Teil der Vakuumzentralanlage mit einer Vakuumpumpe C-VLR 1000 VSD und Solldruckregelung • beschreibt den sicheren und sachgemäßen Einsatz in allen Lebensphasen • muss am Einsatzort verfügbar sein. Die mitgeltenden Dokumente der Vakuumzentralanlage müssen ebenfalls am Einsatzort verfügbar sein. Abbildungen in dieser Anleitung dienen dem besseren Verständnis und können von den verbauten Kompo- nenten abweichen.
Vorwort Symbole und Bedeutung Symbol Erklärung Handlungsanweisung, Maßnahme Ø a), b),... Mehrschrittige Handlungsanweisung Ergebnis Verweis Warnzeichen Beachten Sie alle Sicherheitshinweise mit diesem Symbol, um Verletzun- gen oder Tod zu vermeiden. Warnt vor potenzieller Verletzungsgefahr Warnt vor elektrischer Spannung Warnt vor schwebenden Lasten Warnt vor heißer Oberfläche Warnt vor automatischem oder unerwartetem Anlauf der Maschine Gebotszeichen...
Vorwort Fachbegriffe und Bedeutung Begriff Erklärung Kombination aus Pumpe, Motor, Frequenzumrichter und Steuerung Vakuumzentralanlage (selbstregelndes System) Maschine Anschlussfertige Kombination aus Pumpe und Motor Vakuumpumpe Maschine zur Erzeugung eines Unterdrucks (Vakuum) Motor Antriebsmotor der Pumpe Frequenzumrichter Frequenzumrichter ermöglicht eine stufenlose Regelung der Drehzahl Die Steuerung ermöglicht die Übernahme einer Drehzahlregelung, damit die Pumpe den gewünschten Betriebsdruck halten kann.
Sicherheit Unzulässige Betriebsweisen • absaugen, fördern und verdichten von explosiven, brennbaren, aggressiven oder giftigen Medien, z. B. Staub gemäß ATEX Zone 20-22, Lösungsmittel sowie gasförmiger Sauerstoff und andere Oxidationsmit- tel, Wasserdampf (gilt nicht für Ausführung XD), Flüssigkeiten oder Feststoffe • der Einsatz der Vakuumzentralanlage in nicht gewerblichen Anlagen, sofern anlagenseitig nicht die not- wendigen Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen getroffen werden •...
Sicherheit Sicherheitshinweise für Aufstellung, Inbetriebnahme und Wartung • Der Betreiber sorgt dafür, dass alle Arbeiten für die Aufstellung, Inbetriebnahme und Wartung von auto- risiertem und qualifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden, welches sich durch eingehendes Studium der Betriebsanleitung sowie der Betriebsanleitung der Pumpe ausreichend informiert hat •...
Sicherheit 2.11 Not-Halt / Not-Aus An der Vakuumzentralanlage befindet sich ein Not-Halt-Taster. Bei Betätigen des Not-Halt-Tasters wird die Vakuumzentralanlage sofort stillgesetzt, d.h. alle drehenden Teile werden abgeschaltet. Die Steuerung bleibt weiterhin aktiv. Der Not-Halt-Taster befindet sich auf dem Steuerkasten. GEFAHR Lebensgefahr durch fehlende Sicherheitseinrichtungen! Fehlende Sicherheitseinrichtungen können zu gefährlichen Betriebszuständen führen.
Sicherheit Transport und Lagerung Transportieren 3.1.1 Auspacken und Lieferzustand prüfen a) Vakuumzentralanlage beim Empfang auspacken und auf Transportschäden prüfen. b) Transportschäden beim Spediteur reklamieren und Gardner Denver Schopfheim benachrichtigen. c) Lieferumfang prüfen. Alle bestellten zusätzlichen Optionen sowie Serienteile müssen enthalten sein. d) Verpackungsmaterial gemäß...
Transport, Lagerung und Entsorgung a) Die Vakuumzentralanlage wird auf einer Europalette geliefert. Vakuumzentralanlage vom Transportfahr- zeug abladen und mittels Stapler oder Hubwagen zum Aufstellort befördern. b) Die Ringschrauben (Abb. 1/1) und Befestigungsschraube an der Transportlasche (Abb. 1/2) fest anziehen. c) Zum Anheben und Transportieren der Maschine ist diese mittels Hebezeug an den Ringschrauben und der Transportlasche aufzuhängen.
Aufbau und Funktion 4.1.1 Datenschild Die technischen Daten der Vakuumzentralanlage befinden sich auf dem Typenschild der Pumpe und des Frequenzumrichters. Die Steuerung hat ein eigenes Datenschild. SN: SC1234567890 / 2018 SN: SC1234567890 BJ: 2018 vacuum pump mbar(abs.) C-VLR 1000 (29) ID: 102781F001 m³/h 1497...
Aufbau und Funktion Beschreibung der Steuerung Die Steuerung wurde zur Solldruckregelung einer Vakuumpumpe konzipiert. Damit ist es möglich, einen Soll- druck vorzugeben, so dass dieser durch die Steuerung gehalten werden kann. Ist das benötigte Fördervolu- men zu gering und der Solldruck erreicht, wird die Drehzahl des Antriebs auf die Mindestdrehzahl reduziert. Bleibt dieser Zustand (Mindestdrehzahl, Unterschreiten des Solldrucks) für eine bestimmte Zeit bestehen, wird der Antrieb abgeschaltet, die Steuerung bleibt aber aktiv.
Aufstellung Aufstellung Aufstellung vorbereiten Stellen Sie folgende Bedingungen sicher: • Vakuumzentralanlage von allen Seiten frei zugänglich • Lüftungsgitter und -öffnungen nicht verschließen oder abdecken • genügend Raum für Ein-/Ausbau der Rohrleitungen sowie Wartungsarbeiten, insbesondere für Aus-/Ein- bau der Maschine • keine Einwirkung von Fremdschwingungen •...
Aufstellung Sachschaden durch verunreinigte Ansaugluft! ACHTUNG Durch Partikel in der Ansaugluft können innenliegende Bauteile beschädigt wer- den. Dies kann die Leistung der Maschine mindern oder zum Ausfall der Maschine führen. Ø Zur Reinigung der Ansaugluft muss der Betrieber vor dem Vakuum-Anschluss geeignete Filter installieren.
Aufstellung Bei zu enger und/oder langer Saugleitung vermindert sich das Saugvermögen der Vakuumpumpe. Schmieröl kontrollieren Abb. 7 Kontrolle Ölstand a) Schmierölstand am Ölschauglas (Abb. 2/I, I , 3/I, I ) kontrollieren und gegebenenfalls auffüllen. b) Das Schmieröl für die Zahnräder und Lager an der Öleinfüllstelle (Abb. 2/H) bis zur Mitte an den Schau- gläsern (Abb.
Aufstellung 5.5.1 Elektrischer Anschluss der Steuerung Die Steuerung benötigt einen eigenen 1~ Anschluss. Dieser wird an Klemme -10X1 im Steuerkasten ange- schlossen (Abb. 8). Die Steuerung ist intern mit einer Sicherung (6 A) abgesichert. Durch den Betreiber muss zusätzlich eine Si- cherung mit 10 A Auslösestrom als Vorsicherung installiert werden.
Aufstellung a) Führen Sie das Netzanschlusskabel (Abb. 9/11) durch die Kabelverschraubung (Abb. 9/M40) in den Fre- quenzumrichter (Abb. 9/9) ein. ACHTUNG Sachschaden! Durch Queschen, Knicken oder zu große Zugbelastung können die Kabel beschä- digt werden. Ø Die Kabelverschraubung dient der Zugentlastung, die PE Anschlussleitung muss voreilend (deutlich länger) angeschlossen werden! b) Verbinden Sie die Leitungen mit den Anschlussklemmen (Abb.
Aufstellung Inbetriebnahme, Betrieb und Außerbetriebnahme WARNUNG Verletzungsgefahr durch unsachgemäßen Betrieb! Unsachgemäßer Betrieb der Maschine kann zu schweren oder tödlichen Verletzungen führen. Ø Unbedingt die Sicherheitshinweise beachten. Auch die Sicherheitshinweise in Kapitel 2 beachten. WARNUNG Verletzungsgefahr durch rotierende Teile! An rotierenden Teile besteht die Gefahr des Einziehens und Fangens von Gliedmaßen. Gliedmaßen können gequetscht oder abgetrennt werden.
Aufstellung Erstinbetriebnahme 6.2.1 Drehrichtung prüfen VORSICHT Verletzungsgefahr durch falsche Drehrichtung! Längerer Rückwärtslauf kann zu Verletzungen durch Ansaugen führen und Beschädi- gungen an der Maschine verursachen. Ø Verwenden Sie einen Drehfeldanzeiger zur Prüfung der Drehrichtung (Linksdrehfeld). Ø Halten Sie 1 m Abstand zu Druck- und Sauganschlüssen. Die vorgesehene Drehrichtung der Antriebswelle ist durch den Drehrichtungspfeil (Abb.
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Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme Abb. 11 Startseite Legende zu Abb. 11: Seite „Prozess“: Änderung des Solldruckwertes der Pumpe Seite „Analogeingang“: Auswahl des Analageingangstypen und Eingabe min./max. Wert des Sensors Seite „Grenzwerte“: Eingabe min./max. Wert des Solldrucks Seite „PID“: Anpassen PID-P-/ PID-I-/ PID-D-Werte, Eingabe PID-Standbyzeit, PID-Standbyhysterese und Rel1-diff Seite „Uhrzeit“: Einstellung von Datum und Uhrzeit Seite „Passwort“: Einstellung von Zugriffsrechten...
Die Modbus-Kommunikation zum Frequenzumrichter ist noch nicht abge- Initialisierung läuft schlossen Service notwendig - Hersteller Die Anlage muss überprüft werden. Elmo Rietschle Service verständigen. kontaktieren Zeitschaltuhr aktiviert Die Zeitschaltuhr ist eingeschaltet. Der Sollwert wird dem Frequenzumrichter über den CAN-Master vorgege-...
Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme 6.3.2 Passwort (Benutzerverwaltung) Die Steuerung verfügt über 5 Zugriffsebenen. Der Zugriff auf die angezeigten Daten ist abhängig von der Be- rechtigung. Weiß hinterlegte Werte dürfen geändert werden. Grau hinterlegte Werte sind geschützt und kön- nen mit der aktuell gewählten Berechtigung nicht geändert werden. Auswahl Zugriffsebene Eingabe Kennwort Abb.
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Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme Sachschaden durch Fehlbedienung! ACHTUNG Falsche Parameter und mangelhafte Kenntnisse in der Regelungstechnik können zu Fehlfunktion der Anlage führen. Ø Änderungen an Parametern dürfen auschließlich durch autorisiertes, unterwiese- nes und fachkundiges Personal erfolgen, dass Kenntnisse in PID-Regelung hat. Ø...
Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme Wartungsintervall [h] (Abb. 13/6) Geben Sie ein Wartungsintervall in [h] ein. Nach Ablauf der vorgegebenen Stunden erscheint die Meldung „Wartung notwendig - siehe Betriebsanleitung“ in der Statuszeile des Displays. Nach der Wartung muss der Wert für das Wartungsintervall neu gesetzt werden. Erst danach wird die Statusmeldung nicht mehr angezeigt. PID-D (Abb.
Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme Über das Auswahlmenü „Handvorgabe“ (Abb. 14/1) kann gewählt werden, ob der Sollwert durch Eingabe eines Wertes im Feld „Sollwert [mbar abs.]“ (Abb. 14/2), durch die Zeitschaltuhr oder eine externe Quelle (CAN) eingegeben werden soll. Mit der Berechtigung „Hauptbedienung“ ist es nur möglich, den Sollwert der Pumpe über das Feld „Sollwert [mbar abs.]“...
Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme Eingabe bestätigen Eingabe: Uhrzeit Eingabe: Datum Übernahme Systemzeit Abb. 15 Uhrzeit 6.3.6 Zeitschaltuhr Auf der Seite „Zeitschaltuhr“ kann die tägliche und wöchentliche Betriebszeit der Anlage festgelegt werden. Die Einstellungen können in einem Betriebsprofil gespeichert werden. Das Anlegen verschiedener Profile ist möglich.
Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme Legende zu Abb. 16: Verringert die angezeigte Woche um vier Wochen Verringert die angezeigte Woche um eine Woche Schaltet die Zeitschaltuhr ein oder aus Öffnet die Einstellungsseite der Zeitschaltuhr Öffnet den Kalender Erhöht die angezeigte Woche um eine Woche Erhöht die angezeigte Woche um 4 Wochen Nachfolgend sind die Einstellungsseite und die wählbaren Schaltflächen sowie Eingabefelder beschrieben.
Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme 6.3.8 Kondensat ablassen (Nachlauf) Um angefallene Feuchtigkeit und Verunreinigungen aus der Pumpe zu entfernen, sollte vor einem Still- stand von mehr als 2 Stunden oder vor dem Stillegen die Vakuumpumpe bei 200 mbar (abs.) mindestens 15 – 30 Minuten mit trockener Luft nachlaufen. VORSICHT Verletzungsgefahr durch heißes Kondensat! Das Ablassen des Kondensats von Hand kann zu Verbrennungen führen.
Wartung und Instandsetzung Wartung und Instandsetzung GEFAHR Lebensgefahr durch Berührung spannungsführender Teile! Das Berühren von spannungsführenden Teilen kann zu schweren Verletzungen bis zum Tod führen. Ø Vor allen Wartungsarbeiten Maschine durch Betätigen des Hauptschalters oder Ziehen des Netzsteckers von der Spannungsversorgung trennen und gegen Wie- dereinschalten sichern.
Ölsorte. Extreme Belastung kann die Ölstandszeit verkürzen. Das angegebene Intervall von 8.000 h gilt nur für Öle, die von Elmo Rietschle geliefert oder zugelassen sind. min. 1 x pro Jahr Kühlluftventilator auf festen Sitz und Beschädigung prüfen 7.7.2...
Wartung und Instandsetzung Ölwechsel / Ölkontrolle 7.4.1 Ölstand kontrollieren ACHTUNG Sachschaden durch Mangelschmierung! Ein zu niedriger Ölstand kann zu Schäden an der Vakuumpumpe führen. Ø Ölstand regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf Öl nachfüllen. H Öleinfüllstelle mit Entlüftungsschraube K Ölablassstelle M Ölempfehlungsschild Ölschauglas Abb.
Ölstand am Schauglas (Abb. 18/I) kontrollieren. c) Schraube an der Öleinfüllstelle (Abb. 18/H) schließen. Als Betriebsmittel empfehlen wir die Verwendung der Elmo Rietschle Öle (siehe auch Ölempfehlungsschild (Abb. 18/M)): GEAR-LUBE 150 – Synthetiköl, hoch belastbar bei hoher Alterungsbeständigkeit und exzellentem Verschleißschutz...
Wartung und Instandsetzung ACHTUNG Sachschaden durch ungenügende Wartung des Luftfilters! Durch verschmutzten Luftfilter und ungenügende Wartung vermindert sich die Leis- tung der Maschine. Dies kann auch zur Beschädigung der Maschine führen. Ø Siebfilter regelmäßig reinigen. Ø Stark verschmutzte oder beschädigte Siebfilter ersetzen. Saugflansch Schrauben Druckluft...
Wartung und Instandsetzung Kupplung Schrauben Ventilatorgehäuse Ventilator P Motor Abb. 20 Ventilator prüfen a) Motor ausschalten und gegen Wiedereinschalten sichern. b) Hebezeug an der Transportlasche (Abb. 1/2) des Motors befestigen. c) Schrauben (Abb. 20/s ) am Flansch des Gehäuses (Abb. 20/n ) lösen.
Wartung und Instandsetzung Reparatur und Service GEFAHR Lebensgefahr durch Berührung spannungsführender Teile! Das Berühren von spannungsführenden Teilen kann zu schweren Verletzungen bis zum Tod führen. Ø Vor allen Reparaturarbeiten Maschine durch Betätigen des Hauptschalters oder Ziehen des Netzsteckers von der Spannungsversorgung trennen und gegen Wie- dereinschalten sichern.
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Kühlluftstrom wird behindert Umgebungsbedingungen Kapitel 5.1 prüfen Lüftungsschlitze reinigen Kapitel 7.2 Anlage erzeugt abnor- Ablagerungen auf den Arbeitsraum und die Drehkol- Elmo Rietschle males Geräusch Drehkolben ben reinigen Service Pumpe schaltet ab Pumpe startet zu schnell und Hochlaufzeit prüfen, –...
Störungen: Ursachen und Beseitigung Demontage und Entsorgung Demontage GEFAHR Lebensgefahr durch Berührung spannungsführender Teile! Das Berühren von spannungsführenden Teilen kann zu schweren Verletzungen bis zum Tod führen. Ø Vor der Demontage Maschine durch Betätigen des Hauptschalters oder Ziehen des Netzsteckers von der Spannungsversorgung trennen und gegen Wiederein- schalten sichern.
Technische Daten Technische Daten C-VLR 1000 HV+ Schalldruckpegel (max.) EN ISO 3744 dB(A) Toleranz ± 3 dB(A) Schallleistungsgpegel dB(A) Gewicht * Länge * 1597 Breite Höhe 1123 Vakuum-Anschluss Flansch DN 100 PN 6 Abluft-Austritt Flansch DN 100 PN 10 Öleinfüllmenge * Die Länge sowie das Gewicht können je nach Motorfabrikat von den hier aufgeführten Angaben abwei- chen.