Technische Beschreibung
(Spülvorgang). Der Kolben strebt nun wieder zum oberen Totpunkt, schließt Überströmkanä-
le und Auslassschlitz und beginnt damit ein neues Arbeitsspiel. Der gleichmäßige Rundlauf
des Triebwerks wird durch die vom Arbeitstakt herrührende und in der Schwungmasse ge-
speicherte Energie erreicht.
3.9. Kühlung
Sie erfolgt durch den von einem Radialgebläse erzeugten Luftstrom, der durch die Luftfüh-
rung zum Zylinderkörper und -deckel gelenkt wird. Das Schaufelrad des Gebläses ist auf der
Schwungscheibe des Magnetzünders aufgesetzt.
In diesem Zusammenhang muss auch die sogenannte "innere Kühlung" erwähnt werden.
Das durch den Vergaser angesaugte Frischgas entzieht zu seiner Verdampfung dem Motor
einen bestimmten Wärmebetrag. Ist der Kraftstoffanteil im Gemisch zu gering, so wird dem
Motor nicht genügend Wärme entzogen, wodurch trotz guter Außenkühlung die Motortempe-
ratur steigt, was, wie Sie wissen, schädliche Folgen haben kann.
3.10. Triebwerk
Die vom Kurbeltrieb erzeugte Drehbewegung wird durch ein schrägverzahntes Zahnradpaar
auf die Kupplung, die ihrerseits wieder auf der Antriebswelle des Getriebes sitzt, und von
dort über die verschiedenen Gangradpaare und die Abtriebswelle auf das Kettenritzel über-
tragen.
Die weitere Kraftübertragung geschieht über eine vollkommen gekapselte Rollenkette auf
das hintere Kettenrad und von dort über Mitnehmerzapfen und den Elastikring auf die Hinter-
radnabe.
Durch die Zahnradübersetzung im Triebwerk finden Drehzahlminderungen statt, die eine
Erhöhung des vom Motor erzeugten Drehmoments bewirken. Die Gesamtübersetzung wird
vom Fahrer durch Einschalten des jeweiligen Ganges festgelegt. Im 1. Gang ist der Unter-
schied der Motordrehzahl zur Drehzahl des Hinterrades und damit das am Hinterrad wirken-
de Drehmoment am größten. Bei eingeschaltetem 3. Gang ist dieses Verhältnis entspre-
chend kleiner.
3.11. Vergaser und Luftfilter
Sie dienen zur Aufbereitung eines zündfähigen und verunreinigungsfreien Kraftstoff-Luft-
Gemisches.
Das Luftfilter mit Metallgestrickeinsatz ist am Eingang des Ansauggeräuschdämpfers ange-
ordnet.
3.12. Auspuffanlage
Die zerlegbare Auspuffanlage ist genau auf die Eigenheiten des Motors abgestimmt. Es
empfiehlt sich aus diesem Grunde nicht, irgendwelche Veränderungen an ihr vorzunehmen,
da sie nur nachteilige Folgen für Kraftstoffverbrauch und Motorleistung hätten.
Der Schwunglichtmagnetzünder vereinigt in sich den Magnetzünder, der den zur Entzündung
des Kraftstoff-Luft-Gemisches erforderlichen Zündfunken liefert, sowie einen Wechselstrom-
erzeuger, der den für die Beleuchtung und zum Laden der Batterie benötigten Strom abgibt.
Der Ladestrom muss dazu durch einen Gleichrichter gehen, der ihn in Gleichstrom verwan-
delt.