Seite 1
EINBAU- UND BEDIENUNGSANLEITUNG EB 6493 Originalanleitung Elektronik von SAMSON Automationssystem 6400 · Kompaktregler TROVIS 6493 Firmwareversion 4.03 Ausgabe Juli 2015...
Seite 2
Bedeutung der Hinweise in der vorliegenden Einbau- und Bedienungsanleitung GEFAHR! ACHTUNG! Warnung vor gefährlichen Situationen, die Warnung vor Sachschäden. zum Tod oder zu schweren Verletzungen führen. Hinweis: Ergänzende Erläuterungen, Informa- tionen und Tipps WARNUNG! Warnung vor gefährlichen Situationen, die zum Tod oder zu schweren Verletzungen führen können.
Wichtige Sicherheitshinweise Wichtige Sicherheitshinweise Beachten Sie zu Ihrer Sicherheit die folgenden Hinweise zur Montage, Inbetriebnahme und zum Betrieb des Kompaktreglers: Das Gerät darf nur von Fachpersonal, das mit der Montage, der Inbetriebnahme und dem Betrieb dieses Produktes vertraut ist, montiert und in Betrieb genommen werden. Fachpersonal im Sinne dieser Einbau- und Bedienungsanleitung sind Personen, die auf Grund ihrer fachlichen Ausbildung, ihrer Kenntnisse und Erfahrungen sowie ihrer Kenntnisse der einschlägigen Normen die ihnen übertragenen Arbeiten beurteilen und...
Programm und einem ge- rätespezifischen Modul konfiguriert und pa- rametriert werden können. Das Gerätemo- dul TROVIS 6493 kann kostenlos im Internet unter www.samson.de > Service > Software > TROVIS-VIEW heruntergeladen werden. Weitere Informationen zu TROVIS-VIEW (z. B. Systemvoraussetzungen) sind auf die- ser Internetseite und im Typenblatt T 6661 aufgeführt.
Einbau Einbau Der Kompaktregler TROVIS 6493 ist ein Tafeleinbaugerät mit den Frontmaßen 48 x 96 mm. +0,6 +0,8 Schalttafelausschnitt von 45 x 92 mm anfertigen. Kompaktregler von vorn in den Tafelausschnitt schieben. Mitgelieferte Befestigungsklammer (2) in die Aussparungen oben und unten einlegen (Bild 1).
Elektrischer Anschluss Elektrischer Anschluss Gefahr durch elektrischen Schlag! Bei der elektrischen Installation sind die einschlägigen elektrotechnischen Vorschriften des Be- stimmungslandes zu beachten. In Deutschland sind dies die VDE-Vorschriften und die Unfall- verhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften. Hinweise für die Verlegung der elektrischen Leitungen Versorgungs- und Signalleitungen sollten räumlich voneinander getrennt und nicht parallel zueinander verlegt werden.
Seite 10
Elektrischer Anschluss che Verfälschung des Messwertes verursacht wird. Dieser Messwert lässt sich mit einem Korrek- turwert ausgleichen, siehe Kapitel 6.4.7 „-CO- F.FOR Störgrößenaufschaltung“, Seite 52. Potentiometer Die Analogeingänge IN1 und IN2 sind für den Anschluss von Potentiometern (Widerstands- ferngebers) mit 2-Leiter- und 3-Leiter-Anschluss vorgesehen. Ein Potentiometer wird beispielsweise für die Stellungsmeldung eines elektrischen Antriebs oder für die Vorgabe des externen Sollwertes eingesetzt.
Seite 11
Elektrischer Anschluss Strom Strom Spannung Widerstands- Potentiometer 2-Leiter- thermometer Messumformer Pt 100/Pt 1000 Ni 100/Ni 1000 0/4...20 mA 4...20 mA 0/2...10 V 1000 Ω 3-Leiter 2-Leiter 3-Leiter 2-Leiter 100 % 100 % – – Analogeingang ϑ ϑ – – Speiseausgang 20 V, max.
Bedienung Bedienung Der Kompaktregler TROVIS 6493 ist ein mikroprozessorgesteuerter Regler mit flexibler Softwa- rekonzeption zur Automatisierung industrieller und verfahrenstechnischer Anlagen. Er eignet sich sowohl zum Aufbau einfacher Regelkreise als auch zur Lösung komplexerer Regelungsauf- gaben. Die flexible Softwarekonzeption gestattet es, Regelschaltungen ohne Änderung der Hardware zu konfigurieren.
Seite 13
Bedienung Regelgröße X 7 Störmeldung 12 Auswahltaste Wert W, W2, WE, Y 8 Handsymbol 13 Hand-/Automatiktaste oder XD 9 Nach Drücken von 14 Cursortaste Grenzwertrelais L2 aktiv erscheint W, W2, Y oder (vergrößern, vorwärts) XD mit dem Wert in 2 Dreipunktausgang –...
Bedienung Bedientasten Die Funktion der Tasten unterscheidet sich nach der Ebene, in der sich der Regler befindet. Taste Betriebsebene Konfigurationsebene – Konfigurationsebene aufrufen. – Menüs, Funktionen und Pa- rameter öffnen. – Sollwert aktivieren.* Program- – Einstellungen bestätigen. * Nur wenn deren Symbol W, W2 oder WE blin- miertaste kend im Display dargestellt wird.
Bedienung Betriebsebene Die Betriebsebene ist während des Betriebes aktiv. Hier werden wichtige Informationen zum Re- gelprozess angezeigt. In der Standardanzeige werden Regelgröße X, Regeldifferenz Xd, aktu- eller Sollwert W, W2 oder WE sowie aktive Grenzwertrelais und ggf. Informationen zum Drei- punktausgang angezeigt.
Bedienung 5.3.3 In den Handbetrieb umschalten und Stellgröße einstellen In den Handbetrieb wechseln. Angezeigt wird das Handsymbol und die Stellgröße Y. Stellgröße vergrößern. Stellgröße verringern. Rückkehr in den Automatikbetrieb In den Automatikbetrieb wechseln. Das Handsymbol erlischt und es wird der aktuelle Sollwert angezeigt. Hinweis: Bei Bedarf kann mit der -Taste die Stellgröße Y angezeigt werden.
Bedienung 5.4.1 Regler konfigurieren Um eine Funktion/einen Parameter einzustellen, muss die reglerinterne Abkürzung der Funkti- on/des Parameters und das Menü, in dem die Funktion abgelegt ist, bekannt sein. Diese Infor- mationen enthält die Übersicht in Kapitel 11.1. Ein Beispiel enthält Kapitel 5.4.3. Vorgehen: Der Regler befindet sich in der Betriebsebene.
Bedienung Soll ein anderer Parameter eingestellt werden: Parameter wählen. Parameter in Editiermodus bringen. Abkürzung des Funktionsparameters blinkt. Parameter einstellen. Einstellung bestätigen. Sind alle Parameter eingestellt: Schrittweise zur Betriebsebene zurückkehren. Hinweis: Fünf Minuten nach dem letzten Tastendruck wechselt der Regler zurück in die Betriebs- ebene.
Seite 19
Bedienung Schlüsselzahlabfrage Bei jedem ersten Funktionsaufruf nach Öffnen der Konfigurationsebene erfolgt die Schlüssel- zahlabfrage: KEY blinkt. Hinweis: Bei dieser Anzeige kann die Schlüsselzahl stets geändert werden, siehe Abschnitt „Betrieb mit Schlüsselzahl aktivieren/ deaktivieren“. Betrieb ohne Schlüsselzahl Schlüsselzahlabfrage beenden. Betrieb mit Schlüsselzahl Gültige Schlüsselzahl einstellen (im Beispiel 12).
Seite 20
Bedienung Konfigurationsebene öffnen. Parameterebene öffnen. Schlüsselzahlabfrage aufrufen. KEY blinkt. Service-Schlüsselzahl einstellen. Service-Schlüsselzahl bestätigen. Anzeige: - - - - und KEYP Hinweis: Steht anstelle der Anzeige - - - - eine Zahl, so wurde be- reits eine Schlüsselzahl aktiviert. Die angezeigte Zahl entspricht der gültigen Schlüsselzahl.
Bedienung Eigene Schlüsselzahl vorgeben (im Beispiel 12). Hinweis: Um den Betrieb mit Schlüsselzahl zu deaktivieren, ist die Anzeige - - - - zu wählen. Schlüsselzahlabfrage beenden. Der Regler kehrt zurück in die Konfigurationsebene. Solange drücken, bis sich der Regler wieder in der Be- triebsebene befindet.
Seite 22
Bedienung Der Proportionalbeiwert wird mit dem Parameter KP eingestellt. ↓ oder →........... ↓ und ↵ , dann Parameter- Parameter- siehe auswahl bezeichnung Wertebereich* Kapitel Proportionalbeiwert [0,1 … 1,0 … 100,0] 6.4.1 Nachstellzeit [1 … 120 … 9999 s] Vorhaltzeit [1 …...
Seite 23
Bedienung Menü öffnen. Anzeige: -CO- und C.PID (erste Funktion des Menüs CNTR) Funktion öffnen. Anzeige: PI (aktuelle Einstellung der Funktion C.PID) Funktion in Editiermodus bringen. Anzeige: Schlüsselzahlabfrage Nur bei Betrieb mit Schlüsselzahl: Gültige Schlüsselzahl eingeben (hier 27). Schlüsselzahlabfrage beenden. Die Funktion CP.YP befindet sich im Editiermodus. PI blinkt.
Seite 24
Bedienung 2x PI- auf PID-Regelalgorithmus ändern. Einstellung bestätigen. Der Editiermodus wird beendet. In die Parameterebene wechseln. Anzeige: -PA- und abwechselnd blinkend C.PID/CP.YP Parameterebene öffnen: Anzeige: KP (erster Parameter der Funktion C.PID) Parameter in Editiermodus bringen. KP blinkt. EB 6493...
Seite 25
Bedienung Proportionalbeiwert KP auf 1,5 einstellen. Einstellung bestätigen. Der Editiermodus wird geschlossen. Hinweis: Wenn weitere Parameter der Funktionseinstellung ein- gestellt werden sollen, Parameter anwählen ( ) und grau mar- kierte Schritte wiederholen. 4x In die Betriebsebene zurückkehren. EB 6493...
Bedienung Bedienübersicht Im folgenden ist die Bedienung des Reglers schematisch dargestellt: Konfigurationsebene öffnen Menü öffnen Funktion/Parameter auswählen Einstellung anzeigen Einstellung/Wert in Editiermodus bringen Einstellung/Wert ändern Einstellung/Wert übernehmen Parameterebene öffnen Nach Öffnen der Konfigurationsebene erscheint vor dem ersten Aufruf des Editiermodus die Schlüsselzahlabfrage.
Funktionen des Kompaktreglers Funktionen des Kompaktreglers In diesem Kapitel werden alle Funktionen der Konfigurationsebene beschrieben. Die Konfigura- tionsebene besitzt neun Menüs, in denen sich die Funktionen und die zugehörigen Parameter befinden. Jedes der neun Menüs beinhaltet die Funktionen eines bestimmten Themenbereichs: –...
Seite 33
I – O I – O ALRM Eingangs- LIM1 LIM2 zuordnung Dig. Filter Radizierung Funktionalisierung LIM1[L1.WE] LIM2[L2.WE] WE.VA CLAS[WE] DI.FI[WE] SQR[WE] FUNC[WE] CLAS[X] DI.FI[X] SQR[X] FUNC[X] Messbereichs- LIM1 LIM2 überwachung CO.VA LIM1[L1.X] LIM2[L2.X] MEAS...
Funktionen des Kompaktreglers -CO- IN2 Eingangssignal IN2 0–20 mA 0 bis 20 mA 4–20 mA 4 bis 20 mA 0–10 V 0 bis 10 V 2–10 V 2 bis 10 V Widerstandswerte → Kapitel 11.3 Pt 100 (–100 … 500 °C) 100 PT Widerstandswerte →...
Funktionen des Kompaktreglers 6.2.4 -CO- MAN: Umschaltung in den Handbetrieb bei Signalstörung Mit dieser Funktion wechselt der Regler bei einer Signalbereichsverletzung automatisch in den , wenn die Signalüberwachung aktiv ist (-CO- MEAS ≠ oFF ME.MO). Handbetrieb Einstellung F01 FAIL: Der Regler wechselt in den Handbetrieb und der konstante Stell- wert Y1K1 wird ausgegeben.
Funktionen des Kompaktreglers 6.2.6 -CO- DI.FI: Filterung X und WE Mit dieser Funktion werden die Eingangsgrößen X und/oder WE gefiltert. Der Filter erster Ordnung (Tiefpass bzw. Pt1-Verhalten) glättet die ausgewählten Signale und unterdrückt höherfrequente Störungen der Eingangssignale. Die Zeitkonstante des Pt1-Gliedes wird mit den Parametern TS.X für Eingangssignal X und TS.WE für Eingangssignal WE festge- legt.
Seite 38
Funktionen des Kompaktreglers wünschten neuen Ausgangssignal aus physikalischen Gesetzen, Erfahrungswerten oder ermit- telten Werten bekannt ist, z. B. der Zusammenhang zwischen Dampfdruck und Temperatur. Für die Funktionalisierung stehen sieben Koordinatenpunkte zur Verfügung, jeweils definiert durch einen Eingangs- und einen Ausgangswert. Die Eingabe erfolgt mit absoluten Werten, z.
Funktionen des Kompaktreglers – Der Verlauf des Polygonzuges wird nicht eingeschränkt. Polygonverläufe mit mehr als einem Maximum und Minimum sind möglich. Es ist darauf zu achten, dass einem Eingangswert nur ein Ausgangswert zugeordnet wird. Anderenfalls ist eine eindeutige Zuordnung des Eingangssignals nicht mehr gegeben.
Seite 40
I – O SETP I – O FE.CO SP.CO Auswahl Führungsgröße Führungsgrößen- rampe RAMP SP.FU CH.SP W/W2/WE SP.FU SP.VA...
Funktionen des Kompaktreglers 6.3.1 -CO- SP.VA: Sollwerteinstellung Mit dieser Funktion werden die Sollwerte W2 oder WE freigeschaltet. Der interne Sollwert W ist immer freigeschaltet. Sollwert und zugehöriger Messbereich werden in der Parameterebene festgelegt. Der Messbereich ( WINT, WINT) muss mit dem Messbereich der Regelgröße X IN1, IN1 oder IN2,...
Funktionen des Kompaktreglers 6.3.2 -CO- SP.FU: Sollwertfunktionen 6.3.2.1 -CO- SP.FU/RAMP Sollwertrampe Eine Sollwertrampe ist besonders bei Regelstrecken geeignet, die keine schnelle Sollwertände- rungen vertragen. Durch den rampenförmigen Übergang von einem Sollwert auf einen zweiten können Regelschwingungen vermieden werden. Bei der Sollwertrampe läuft der Sollwert am Vergleicher SP.CO gemäß...
Seite 43
Funktionen des Kompaktreglers SP.CO WINT SP.CO WINT TSRW Hand WINT Messbereichsanfang WINT Messbereichsende Auto TSRW Laufzeit der Sollwertrampe Tatsächliche Laufzeit der Soll- wertrampe Bild 6 · Sollwertrampe Start mit BI, SP.CO = X Einstellung F02 RAMP – Starten der Sollwertrampe mit Startsollwert: Diese Rampen- funktion wird durch den Binäreingang gestartet.
Seite 44
Funktionen des Kompaktreglers SP.CO WINT SP.CO WIRA WINT TSRW WINT Messbereichsanfang WINT Messbereichsende TSRW Laufzeit der Sollwertrampe Hand WIRA Startwert Auto Tatsächliche Laufzeit der Sollwertrampe Bild 7 · Sollwertrampe Start mit BI, SP.CO = WIRA tivem Binäreingang den Startsollwert WIRA und bei inaktivem Binäreingang den Ziel- sollwert an.
Funktionen des Kompaktreglers SP.CO WINT SP.CO WINT TSRW TSRW WINT Messbereichsanfang WINT Messbereichsende Hand TSRW Laufzeit der Sollwertrampe Tatsächliche Laufzeit der Soll- Auto wertrampe Bild 8 · Sollwertrampe ständig aktiv 6.3.2.2 -CO- SP.FU/CH.SP Sollwert-Umschaltung durch Binäreingang BI Mit dieser Funktion werden die Bedingungen für die Umschaltung zwischen internem und exter- nem Sollwert festgelegt.
Seite 46
Funktionen des Kompaktreglers Hinweis: Dem Binäreingang können mehrere Funktionen zugeordnet werden, siehe Seite 32. Sollwertrampe SETP -CO- SP.FU oFF RAMP F01 RAMP Start mit Istwert durch Binäreingang BI1 F02 RAMP Start mit WIRA durch Binäreingang BI1 F03 RAMP ohne Startbedingung -PA- SP.FU/RAMP TSRW Laufzeit...
Funktionen des Kompaktreglers Menü CNTR: Regler In diesem Menü wird das Regelverhalten festgelegt. Insbesondere wird festgelegt, ob der Regler mit P-, PI-, PD-, PID- oder P²I-Verhalten arbeiten soll. Des Weiteren werden hier Störgrößenauf- schaltungen und zusätzliche Regelfunktionen eingestellt. 6.4.1 -CO- C.PID: Regelalgorithmus Mit dieser Funktion werden der Regelalgorithmus und die Regelparameter eingestellt.
Funktionen des Kompaktreglers 6.4.2 -CO- SIGN: Invertierung Regeldifferenz XD Die Wirkrichtung der Regeldifferenz kann invertiert werden. Mit der Invertierung wird eine steigende Regeldifferenz in eine fallende oder umgekehrt eine fallende in eine steigende Regel- differenz gewandelt. Damit wandelt sich ebenfalls das Stellsignal in seiner Wirkrichtung. CNTR -CO- SIGN Invertierung Regeldifferenz XD...
Funktionen des Kompaktreglers Sollwert die P- (bzw. PD) oder die PI- (bzw. PID)-Regelung aktiv. Außerhalb eines definierbaren Bereiches der Regeldifferenz oder des Sollwertes wird mit den Parametern für die P- bzw. PD- Regelung gefahren, innerhalb dieses Bereiches wird der I-Anteil zugeschaltet. Der genannte Be- reich wird durch die Parameter CLI.P und CLI.M festgelegt.
Funktionen des Kompaktreglers 6.4.5 -CO- M.ADJ: Arbeitspunkteinstellung durch Handbetrieb für YPID Mit dieser Funktion wird ein Arbeitspunkt im Handbetrieb definiert. Im Automatikbetrieb wird der definierte Arbeitspunkt dann auf die berechnete Stellgröße addiert. Der definierte Arbeitspunkt bleibt solange aktiv, bis entweder die Arbeitspunkteinstellung durch den Handbetrieb mit der Auswahl von oFF MA.YP deaktiviert wird oder im Handbetrieb ein neuer Arbeitspunkt eingestellt wird.
Seite 53
Funktionen des Kompaktreglers Die Funktion -CO- F.FOR kann für eine Messwertkorrektur eingesetzt werden. Wird beispielsweise ein Pt-100-Sensor in Zweileiterschaltung angeschlossen und bedingt durch den Leitungswiderstand eine höhere Temperatur angezeigt, kann der Anzeigefehler mit einem negativen Korrekturwert ausgeglichen werden. Beispiel: Die Temperatur wird um 2 °C zu hoch angezeigt (Messbereich 0 bis 100 °C). Der Aus- gleich des Anzeigefehlers erfolgt durch die folgende Einstellung Funktion: -CO- F.FOR, Einstellung POS FECO Parameter -PA-: FC.K1 = 0,0 %;...
Funktionen des Kompaktreglers Menü OUT: Ausgang In diesem Menü werden die Ausgangsfunktionen des Kompaktreglers bestimmt. 6.5.1 -CO- SAFE: Aktivierung konstanter Stellwert Am Stellausgang Y kann im Automatikbetrieb mittels Binäreingang ein vordefinierter, konstan- ter Stellwert Y1K1 ausgegeben werden. Der konstante Stellwert wird gesetzt, wenn der Binär- eingang aktiv ist.
Seite 56
I – O TUNE ALRM YPID LIM1 LIM2 Konstanter Stellwert Hand Begrenzung Rampe Blockierung Adaption Funktionalisierung ADAP LIM1 LIM2 [L1.YP] [L2.YP] SAFE MA.AU Y.LIM RAMP BLOC ADAP FUNC[FU.YP] I – O YOUT Ausgang Y Anpassung Stellausgang Stellsignalbereich YPID 0-20 mA (+/–) ( Y –...
Funktionen des Kompaktreglers 6.5.3 -CO- Y.LIM: Stellsignalbegrenzung YPID Die Stellsignalbegrenzung ist stets aktiv. Mit dieser Funktion können die Parameter für die mini- male und maximale Stellgröße festgelegt werden. Beim Stellsignal 4 bis 20 mA sind 0 % = 4 mA und 100 % = 20 mA. Stellsignalbegrenzung YPID -CO- Y.LIM on LI.YP...
Funktionen des Kompaktreglers -CO- RAMP Stellgrößenrampe/Begrenzung der Stellgrößen-Änderungsgeschwindigkeit oFF RA.YP F01 RA.YP Rampe steigend, Start mit –10 % durch BI1 F02 RA.YP Rampe steigend/fallend, Start mit Y1RA durch BI1 F03 RA.YP Begrenzung bei fallender und steigender Stellgröße F04 RA.YP Begrenzung bei steigender Stellgröße F05 RA.YP Begrenzung bei fallender Stellgröße -PA- RAMP/RA.YP...
Seite 60
Funktionen des Kompaktreglers YOUT YPID Einstellung F03 RA.YP Begrenzung bei fallender und stei- YPID gender Stellgröße YOUT TSRA TSRA YOUT YPID Einstellung F04 RA.YP Begrenzung bei stei- gender Stellgröße YPID YOUT TSRA YOUT YPID Einstellung F05 RA.YP Begrenzung bei fallender Stellgröße YOUT YPID TSRA...
Funktionen des Kompaktreglers 6.5.6 -CO- FUNC: Funktionalisierung Stellgröße Die Stellgröße Y kann ebenso wie die Eingangsgrößen X und WE funktionalisiert werden. Die Funktionalisierung wird im Kapitel 6.2.8 ausführlich erläutert und soll an dieser Stelle nicht wie- derholt werden. Die Ein- und Ausgangswerte werden in Prozent vorgegeben. Funktionalisierung Stellgröße -CO- FUNC oFF FU.YP...
Funktionen des Kompaktreglers -CO- Y.SRC Quelle für Analogausgang Y on Y.PID Ausgang YPID on Y.X Eingang X on Y.WE Eingang WE on Y.XD Regeldifferenz XD 6.5.9 -CO- CALC: Mathematische Anpassung Analogausgang Y Mit dieser Funktion wird der stetige Ausgang mathematisch verändert. Dazu wird folgende For- mel verwendet: YOUT = ±(Y –...
Funktionen des Kompaktreglers XSDY Bild 15 · Zweipunktausgang Hinweise: – Es lassen sich weitere Varianten des Zweipunktausgangs einstellen: (1) Zweipunktausgang mit Puls-Pausen-Modulation (PPM), siehe Seite 67 (2) Zweipunktausgang als Grenzwertüberwachung der Regeldifferenz XD oder der Regelgröße X mit den Grenzwertrelais L1 und L2, siehe Seite 74 –...
Seite 64
Funktionen des Kompaktreglers Der Dreipunktausgang hat zwei Schaltpunktpaare Y+ und Y– mit je einem Einschalt- punkt und einem Ausschaltpunkt. Mit der Schaltdifferenz XSDY wird der Abstand zwischen Ein- und Ausschaltpunkt ein- gestellt. Je kleiner XSDY eingestellt wird, umso kürzer werden die Stellimpulse und umso häufiger wird geschaltet.
Seite 65
Funktionen des Kompaktreglers – Ist die Stellgröße YPID größer oder gleich 100 %, dann schaltet der Stellimpuls Y+ das Relais BO1 dauerhaft ein. – Ist die Stellgröße YPID kleiner oder gleich 0 %, dann schaltet der Stellimpuls Y– das Relais dauerhaft ein. Im Handbetrieb werden die Relais nicht über den Dreipunktausgang angesteuert.
Seite 66
Funktionen des Kompaktreglers – Ist die Differenz größer als TZ/2, schaltet der Stellimpuls Y+ das Relais BO1 ein. – Ist die Differenz kleiner als -TZ/2, schaltet der Stellimpuls Y– das Relais BO2 ein. – Ist die Differenz kleiner als der Betrag TZ/2 – XSDY, sind beide Relais aus. Im Handbetrieb werden die Relais über den Dreipunktausgang nicht angesteuert.
Seite 67
Funktionen des Kompaktreglers Hinweis: Die Soll-Stellung des Antriebs kann unter -CO- Y.LIM mit den Parametern Y begrenzt werden (Hubbegrenzung). -CO- C.OUT Zwei- oder Dreipunktausgang E.Fb 3.STP Dreipunktausgang mit externer Rückführung -PA- C.OUT/3.STP XSDY Schaltdifferenz [0,10 … 0,50 % … TZ] Totzone [XSDY …...
Seite 68
Funktionen des Kompaktreglers TYL1 TYL1 YPID KPL1 – YPID TYL1 TYL1 1) Anzeige der Stellgröße – in der Betriebsebene als Y – im Menü I-O/ANA als YPID Bild 18 · Zweipunktausgang mit PPM Hinweise: – Es lassen sich weitere Varianten des Zweipunktausgangs einstellen: (1) Zweipunktausgang als Grenzwertüberwachung der Regeldifferenz XD oder der Regelgröße X mit den Grenzwertrelais L1 und L2, siehe Kapitel 6.6.
Seite 69
Funktionen des Kompaktreglers Einstellung i.PP 3.STP – Dreipunktausgang mit interner Rückführung und PPM Beim Dreipunktausgang mit interner Rückführung und Puls-Pausen-Modulation werden die Stellimpulse Puls-Pausen-moduliert ausgegeben. Die Stellung des Antriebs wird aus der eingegebenen Stellzeit TY (Laufzeit des Antriebs) und den intern zurückgeführten Stellimpulsen berechnet. Hierbei ist zu beachten, dass die tatsächliche Stellung des Antriebs von der berechneten Stellung abweichen kann.
Seite 70
Funktionen des Kompaktreglers TYL1 TYL1 TYL1 TYL1 KPL1 YPID – TYL2 YPID – – KPL2 Y– TYL2 TYL2 TYL2 1) Anzeige der Stellgröße – in der Betriebsebene als Y im Automatikbetrieb – im Menü I-O/ANA als YPID 2) Anzeige der internen Stellungsrückführung in der Betriebsebene als Y im Handbetrieb Bild 19 ·...
Seite 71
Funktionen des Kompaktreglers Einstellung E.PP 3.STP – Dreipunktausgang mit externer Rückführung und PPM Beim Dreipunktausgang mit externer Rückführung und Puls-Pausen-Modulation werden die Stellimpulse Puls-Pausen-moduliert ausgegeben. Die Stellung des Antriebs wird über die Eingangsgröße WE beispielsweise mit einem Potentiometer zurückgeführt. Für die Bildung der Stellimpulse Y+ und Y- ist jeweils eine Kennlinie einstellbar. –...
Seite 72
Funktionen des Kompaktreglers Hinweis: Die Soll-Stellung des Antriebs kann unter -CO- Y.LIM mit den Parametern Y begrenzt werden (Hubbegrenzung). TYL1 TYL1 KPL1 TYL1 TYL1 YPID – YPID–WE – KPL2 Y– TYL2 Y– TYL2 TYL2 TYL2 100 % IN1/IN2 1) Anzeige der Stellgröße –...
Funktionen des Kompaktreglers Menü ALRM: Grenzwertrelais In diesem Menü wird die Funktion der Grenzwertrelais L1 und L2 festgelegt. Die Grenzwertrelais überwachen eine Größe auf Über- oder Unterschreitung eines Grenz- wertes. Mit den Funktionen -CO- LIM1 und -CO- LIM2 wird die zu überwachende Größe und die Bedingung (Über- oder Unterschreiten des Grenzwertes) für das Schalten der Grenzwertre- lais vorgegeben.
Funktionen des Kompaktreglers 6.6.1 -CO- LIM1: Grenzwertrelais L1 Mit dieser Funktion wird die zu überwachende Größe und die Bedingung (Über- oder Unter- schreiten des Grenzwertes) für das Schalten des Grenzwertrelais L1 vorgegeben. Die Funktion der Grenzwertrelais wurde im vorangehenden Kapitel 6.6 ausführlich beschrieben. Hinweis: Funktionen des Zwei- oder Dreipunktausgangs -CO- C.OUT (→...
Funktionen des Kompaktreglers Hinweis: Funktionen des Zwei- oder Dreipunktausgangs -CO- C.OUT (→ Kapitel 6.5.10) und Funktionen für die Binärausgänge -CO- B.OUT (→ Kapitel 6.5.11) haben Vorrang vor den Ein- stellungen in den Funktionen -CO- LIM1 und -CO- LIM2. ALRM -CO- LIM2 Grenzwertrelais 2 oFF L2 Lo L2.X...
Funktionen des Kompaktreglers -CO- RE.CO Wiederanlauf nach Netzausfall F01 MODE Handbetrieb mit konstantem Stellwert Y1K1 F02 MODE Auto, Start mit Stellwert Y1K1 -PA- RE.CO/MODE Y1K1 Konstanter Stellwert [–10,0 … 0,0 … 110,0 %] 6.7.2 -CO- ST.IN: Rücksetzen auf Werkseinstellung Mit dieser Funktion werden alle Einstellungen der Parameter, Funktionen und die Kalibrierwerte zurückgesetzt.
Funktionen des Kompaktreglers -CO- VIEW Display-Blickwinkel oben/unten 01 VIEW Stufe 1 … … Stufe 6 06 VIEW … … 10 VIEW Stufe 10 6.7.5 -CO- FREQ: Netzfrequenz (Brummfilter) Mit dieser Funktion wird aus den Analogeingangssignalen das überlagerte Netzbrummen von 50 Hz oder 60 Hz herausgefiltert. Hierzu ist am Regler die Netzfrequenz der Niederspan- nungsanlage einzustellen.
Funktionen des Kompaktreglers -CO- TUNE: Inbetriebnahmeadaption Die Adaption hat das Ziel, mit minimalen Vorkenntnissen über den zu regelnden Prozess und minimalem Zeitaufwand die optimalen Regelparameter KP, TN und TV zu finden. Der Regler ermittelt die Regelparameter aus der Sprungantwort gemäß den Einstellregeln von Chien, Hrones und Reswick für den aperiodischen Regelverlauf und gutes Führungsverhalten.
Seite 81
Funktionen des Kompaktreglers Schritte für die Durchführung der Inbetriebnahmeadaption: Der Kompaktregler ist in der Betriebsebene. Im Handbetrieb die Stellgröße Y auf den Arbeitspunkt einstellen, so dass der aktuelle Wert der Regelgröße X gleich dem Sollwert W ist. Stellgröße Y um z. B. 10 % (bei Stellgrößen-Sprungwert Y.JMP = 20 %) vergrößern und warten, bis sich der Wert der Regelgröße X nicht mehr ändert.
Funktionen des Kompaktreglers Fehlermeldungen 30 ERR Maximal nach fünf Stunden wird die Adaption beendet. 31 ERR Es konnten keine Parameter ermittelt werden. 32 ERR Das Signal am X-Eingang ist kleiner 0 % oder größer 100 %. Abhilfe: Y.JMP verändern. 33 ERR Rauschen zu groß.
Funktionen des Kompaktreglers 6.9.2 -CO- S-No: Seriennummer Anzeige der Seriennummer -CO- S-No Seriennummer 6.9.3 -CO- ANA: Anzeige analoger Ein- und Ausgänge In dieser Funktion werden die Analogwerte angezeigt. Analogwerte -CO- ANA Analogeingang IN1 Analogeingang IN2 CO.VA Regelgröße vor Funktionalisierung WE.VA WE vor Funktionalisierung FE.CO WE nach Funktionalisierung...
Seite 84
Funktionen des Kompaktreglers -CO- ADJ Abgleich AdJ IN1 Analogeingang IN1 AdJ IN2 Analogeingang IN2 AdJ YOUT Analogausgang Analogeingang abgleichen: Präzisionsgeber am Eingang (IN1, IN2) anschließen. Im Menü I-O den Menüpunkt ADJ anwählen. Mit den Tasten ( ) den gewünschten Eingang (AdJ IN1, AdJ IN2) anwählen. Eingang bestätigen ( Die Schlüsselzahl wird abgefragt.
Seite 85
Funktionen des Kompaktreglers Anfangswert bestätigen ( Anzeige: 0.0 und ZERO Mit den Tasten ( ) den Ausgang so einstellen, dass auf dem Präzisionsmessgerät der gewünschte Endwert angezeigt wird. Anzeige: SPAN und YOUT im Wechsel Endwert bestätigen ( Anzeige: 100.0 und SPAN EB 6493...
Anwendungsbeispiele Anwendungsbeispiele Temperaturregelung Anwendungsbeispiel 1: Regelung der Vorlauftemperatur eines Wärmeaustauschers (Festwertregelung mit Pt-100-Eingang und mA-Ausgang) Der Regler erfasst über ein Widerstandsthermometer Pt 100 am Eingang IN2 die sekundärseiti- ge Vorlauftemperatur T und steuert über Ausgang Y mit 4 bis 20 mA das primärseitige Stellven- til so an, dass die Vorlauftemperatur auf 50 °C konstant gehalten wird.
Seite 87
Anwendungsbeispiele SETP -CO- SP.VA = on W ⇒ Interner Sollwert: 50 °C -PA- = 50,0 °C CNTR Regelverhalten: PI -CO- C.PID = PI CP.YP Wirkrichtung: Steigend -CO- DIRE = dir.d DI.AC Ausgangssignal Y: 4 – 20 mA -CO- Y.VA = 4–20 mA Wiederanlauf nach Netzausfall: im Automatikbetrieb -CO- RE.CO...
Seite 88
Anwendungsbeispiele Ausgehend von der Werkseinstellung sind nur die mit ⇒ gekennzeichneten Einstellungen vor- zunehmen. Proportionalbeiwert (anlagenspezifisch) -PA- = 1,0 ⇒ Nachstellzeit (anlagenspezifisch) = 120 s ⇒ Eingang IN2: Eingangssignal Pt 100 -CO- = 100 PT Eingang IN2: Messbereichsanfang 0 °C -PA- 0,0 °C Eingang IN2: Messbereichsende 100 °C...
Seite 89
Anwendungsbeispiele Anwendungsbeispiel 3: Außentemperaturgeführte Regelung der Vorlauftemperatur eines Wärmeaustauschers (Folgeregelung mit Pt-100-Eingang und Dreipunktausgang) Der Regler erfasst über ein Widerstandsthermometer Pt 100 am Eingang AI2 die sekundärseiti- ge Vorlauftemperatur T2 und steuert über den Dreipunktausgang das primärseitige Stellventil so an, dass die Vorlauftemperatur konstant gehalten wird. Bei der außentemperaturgeführten Regelung wird der Sollwert mittels der Außentemperatur vorgegeben.
Seite 90
Anwendungsbeispiele Proportionalbeiwert (anlagenspezifisch) -PA- = 1,0 ⇒ Nachstellzeit (anlagenspezifisch) = 120 s ⇒ ⇒ Eingang IN1: Eingangssignal Pt 100 -CO- = 100 PT Eingang IN1: Messbereichsanfang 0 °C -PA- 0,0 °C Eingang IN1: Messbereichsende 100 °C = 100,0 °C Eingang IN2: Eingangssignal Pt 100 -CO- = 100 PT Eingang IN2: Messbereichsanfang 0 °C...
Anwendungsbeispiele ⇒ Dreipunktausgang mit interner Rückführung -CO- C.OUT = i.Fb 3.STP Schaltdifferenz -PA- XSDY = 0,5 % Totzone = 2,0 % ⇒ Stellzeit (Laufzeit des Antriebs) = 120 s Wiederanlauf nach Netzausfall: im Automatikbetrieb -CO- RE.CO = F02 MODE Startwert der Stellgröße Y Y1K1 = 0,0 % In der Betriebsebene den externen Sollwert WE aktivieren:...
Seite 92
Anwendungsbeispiele Ausgehend von der Werkseinstellung sind nur die mit ⇒ gekennzeichneten Einstellungen vor- zunehmen. Proportionalbeiwert (anlagenspezifisch) -PA- = 1,0 ⇒ Nachstellzeit (anlagenspezifisch) = 10 s ⇒ Eingang IN1: Eingangssignal 4 bis 20 mA -CO- = 4–20 mA Eingang IN1: Messbereichsanfang 0 bar -PA- = 0 bar ⇒...
Seite 93
Anwendungsbeispiele Anwendungsbeispiel 5: Druckregelung (Folgeregelung mit mA-Eingang und mA-Ausgang) Der Regler erfasst über einen Messumformer am Eingang IN1 mit 4 bis 20 mA den Druck nach dem Stellventil und steuert über Ausgang Y mit 4 bis 20 mA das Stellventil so an, dass der Druck konstant gehalten wird.
Seite 94
Anwendungsbeispiele CNTR Regelverhalten: PI -CO- C.PID = PI CP.YP Wirkrichtung: Steigend -CO- DIRE = dir.d DI.AC Ausgangssignal: 4 bis 20 mA -CO- Y.VA = 4–20 mA Wiederanlauf nach Netzausfall: im Automatikbetrieb -CO- RE.CO = F02 MODE Startwert der Stellgröße Y Y1K1 = 0,0 % In der Betriebsebene den externen Sollwert WE aktivieren:...
Inbetriebnahme Inbetriebnahme Der Regler muss eingebaut (Kapitel 3), elektrisch angeschlossen (Kapitel 4) und über die Konfi- guration und Parametrierung an die Regelungsaufgabe angepasst werden. In das Konfigura- tionsprotokoll ab Seite 124 können die Einstellungen eingetragen werden. Optimierung der Regelparameter Mit den Regelparametern KP, TN und TV muss der Regler an das dynamische Verhalten der Re- gelstrecke angepasst werden, damit die durch Störeinflüsse bedingte Regeldifferenz beseitigt oder in engen Grenzen gehalten werden kann.
Inbetriebnahme Vorgehensweise beim P-Regler In den Handbetrieb wechseln ( Im Menü CNTR die Funktion -CO- C.PID = P CP.YP einstellen. Im Menü PAR den Parameter KP = 0,1 einstellen. In der Betriebsebene den Sollwert W auf den gewünschten Wert einstellen. Hierzu W mit anwählen und mit einstellen.
Seite 97
Inbetriebnahme Vorgehensweise beim PI-Regler In den Handbetrieb wechseln ( Im Menü CNTR die Funktion -CO- C.PID = PI CP.YP einstellen. Im Menü PAR die Parameter KP = 0,1 und TN = 9999 s einstellen. In der Betriebsebene den Sollwert W auf den gewünschten Wert einstellen. Hierzu W mit anwählen und mit einstellen.
Seite 98
Inbetriebnahme Vorgehensweise beim P-Regler In den Handbetrieb wechseln ( Im Menü CNTR die Funktion -CO- C.PID = P CP.YP einstellen. Im Menü PAR den Parameter KP = 0,1 einstellen. In der Betriebsebene den Sollwert W auf den gewünschten Wert einstellen. Hierzu W mit anwählen und mit einstellen.
Seite 99
Inbetriebnahme Vorgehensweise beim PID-Regler In den Handbetrieb wechseln ( Im Menü CNTR die Funktion -CO- C.PID = PI CP.YP einstellen. Im Menü PAR die Parameter KP = 0,1 und TN = 9999 s einstellen. In der Betriebsebene den Sollwert W auf den gewünschten Wert einstellen. Hierzu W mit anwählen und mit einstellen.
Sekunden wieder einzuschalten. Fehlermeldung Mögliche Ursache Fehlerbehebung/Anmerkung 1 ERR Kein Zugriff auf EEPROM möglich. Gerät zur Reparatur an SAMSON 2 ERR EEPROM lässt sich nicht programmieren. schicken. 3 ERR Werkskalibrierung verloren Funktionen ohne Bedienereingriff geän- 4 ERR Einstellungen der Funktionen überprüfen.
Programm und einem gerätespezifischen Modul konfiguriert und parame- triert werden können. Das Gerätemodul TROVIS 6493 kann kostenlos im Internet unter www.samson.de > Service > Software > TROVIS-VIEW heruntergeladen werden. Weitere In- formationen zu TROVIS-VIEW (z. B. Systemvoraussetzungen) sind auf dieser Internetseite und im Typenblatt T 6661 aufgeführt.
Seite 102
Reglerfront. Der Infrarot-Adapter kann mittels des USB-RS232-Adapters (Bestell- Nr. 8812-2001) an der USB-Schnittstelle am PC angeschlossen werden. Dazu ist die Installa- tion eines Treibers erforderlich. Der Treiber befindet sich im Internet unter www.samson.de > Service > Software > TROVIS-VIEW > USB-RS232-Adapter (8812-2001)].
Anhang Anhang 11.1 Technische Daten Eingänge Analogeingang IN1 zwei Analogeingänge, wahlweise für Regelgröße X oder externer Sollwert WE Analogeingang IN2 0(4) bis 20 mA oder 0(2) bis 10 V, Widerstands- thermometer Pt 100, Pt 1000, Ni 100, Ni 1000 oder Potentiometer 1 kΩ...
Seite 104
Relaiskontakt Binärausgang BO3 für Störmeldungen galvanisch getrennter Transistorausgang, externe Speisung 3 bis 50 V DC, max. 30 mA Infrarotschnittstelle Übertragungsprotokoll: SAMSON-Protokoll (SSP) Übertragungsrate: 9600 bit/s Abstrahlwinkel: 50° Abstand IR-Adapter zum Regler: max. 0,7 m * bezogen auf 20 °C...
Seite 105
Anhang Allgemeine Angaben Anzeige LC-Display mit Hintergrundbeleuchtung Anzeigebereich –999 bis 9999, Anfangswert, Endwert und Dezimal- punkt einstellbar Konfigurierung festgespeicherte Funktionen für Festwert- und Folge- regelung, 1 Regelkreis Versorgungsspannung 90 bis 250 V AC; 47 bis 63 Hz 24 V AC/DC (20 bis 30 V AC/DC), 47 bis 63 Hz Leistungsaufnahme 13 VA (90 bis 250 V AC), externe Absiche- rung >...
11.1 Konfigurationsliste → … → ...... ↓ oder →..........→………......… Einstellungs- Funktions- Paramter- Menü Funktion -CO- varianten* beschreibung ebene -PA- Regelparameter Eingang 0–20 mA 0 bis 20 mA IN1/mA Eingangssignal 4–20 mA 4 bis 20 mA IN1/mA 0–10 V 0 bis 10 V IN1/V 2–10 V 2 bis 10 V...
Seite 108
→ … → ...... ↓ oder →..........→………......… Einstellungs- Funktions- Paramter- Menü Funktion -CO- varianten* beschreibung ebene -PA- off FAIL MAN/FAIL Umschaltung in den F01 FAIL mit konstantem Stellwert Y1K1 Handbetrieb bei F02 FAIL mit letztem Stellgrößenwert Signalstörung In2 X X = IN2 noPA CLAS/X CLAS...
Seite 109
↓ oder →..........↓ und ↵ ...., dann Parameter- siehe auswahl Parameterbezeichnung Wertebereich* Kapitel Y1K1 Konstanter Stellwert [–10,0 … 110,0 %] 6.2.4 keine Parameter 6.2.5 keine Parameter TS.X Zeitkonstante X-Filter [0,1 … 1,0 … 100,0 s] 6.2.6 TS.WE Zeitkonstante WE-Filter [0,1 …...
Seite 110
→ … → ...... ↓ oder →..........→………......… Einstellungs- Funktions- Parameter- Menü Funktion -CO- varianten* beschreibung ebene -PA- Sollwert SETP SP.VA on W SP.VA/W Interner Sollwert W Interner oFF W2 Sollwert W2 on W2 P.VA/W2 Eingangs- oFF WE noPA SP.VA/WE größe WE on WE Externer Sollwert WE...
Seite 112
→ … → ...... ↓ oder →..........→………......… Einstellungs- Funktions- Parameter- Menü Funktion -CO- varianten* beschreibung ebene -PA- Regler CNTR C.PID P CP.YP P-Verhalten C.PID/CP.YP Regelalgorithmus PI-Verhalten C.PID/CP.YP PI CP.YP Pd CP.YP PD-Verhalten C.PID/CP.YP PId CP.YP PID-Verhalten C.PID/CP.YP PPI CP.YP P²I-Verhalten C.PID/CP.YP SIGN...
Seite 113
↓ oder →........... ↓ und ↵ ...., dann Parameter- Parameter- siehe auswahl bezeichnung Wertebereich* Kapitel Proportionalbeiwert [0,1 … 1,0 … 100,0] 6.4.1 Nachstellzeit [1 … 120 … 9999 s] Vorhaltzeit [1 … 10 … 9999 s] TVK1 Vorhaltverstärkung [0,10 … 1,00 … 10,00] Y.PRE Arbeitspunkt [–10,0 …...
Seite 114
→ … → ...... ↓ oder →..........→………......… Einstellungs- Funktions- Parameter- Menü Funktion -CO- varianten* beschreibung ebene -PA- Ausgangsfunktionen SAFE oFF SA.VA Aktivierung kon- bi1 SA.VA durch Binäreingang BI1 SAFE/SA.VA stanter Stellwert MA.AU oFF CH.MA noPA MA.AU/CH.MA Hand-Automatik- bi1 CH.MA durch Binäreingang BI1 Umschaltung Y.LIM/LI.YP...
Seite 115
↓ oder →..........↓ und ↵ ...., dann Parameter- siehe auswahl Parameterbezeichnung Wertebereich* Kapitel Y1K1 Konstanter Stellwert [–10,0 … 0,0 … 110,0 %] 6.5.1 keine Parameter 6.5.2 Minimale Stellgröße [–10,0 … 0,0 … 110,0 %] 6.5.3 Maximale Stellgröße [–10,0 …...
Seite 116
→ … → ...... ↓ oder →..........→………......… Einstellungs- Funktions- Parameter- Menü Funktion -CO- varianten* beschreibung ebene -PA- Y.SRC on Y.PID Ausgang YPID no PA Y.SRC/Y.PID Quelle für Analog- on Y.X Eingang X no PA Y.SRC/Y.X ausgang Y on Y.WE Eingang WE no PA Y.SRC/Y.WE on Y.XD...
Seite 117
↓ oder →..........↓ und ↵ ...., dann Parameter- siehe auswahl Parameterbezeichnung Wertebereich* Kapitel keine Parameter 6.5.8 CA.K1 Konstante 1 [0,0 … 100,0 %] 6.5.9 CA.K2 Konstante 2 [0,0 … 1,0 … 10,0] CA.K3 Konstante 3 [–10,0 … 0,0 … 110,0 %] KPL1 Verstärkung Y+ (BO1) [0,1 …...
Seite 118
→ … → ......↓ oder →..........→……………………. Einstellungs- Funktions- Paramter- Menü Funktion -CO- varianten* beschreibung ebene -PA- Grenzwertrelais ALRM LIM1 oFF L1 Grenzwertrelais L1 Lo L1.X bei Unterschreiten von X LIM1/L1.X Hi L1.X bei Überschreiten von X LIM1/L1.X Lo L1.WE bei Unterschreiten von WE LIM1/L1.WE Hi L1.WE...
Seite 119
↓ oder →..........↓ und ↵ ...., dann Parameter- siehe auswahl Parameterbezeichnung Wertebereich* Kapitel 1,2) LI.X Grenzwert für X IN1 … 100,0 … IN1] 6.6.1 1,2) IN2 … 100,0 … IN2] 1,2) LI.WE Grenzwert für WE IN1 … 100,0 … IN1] 1,2) IN2 …...
Seite 120
→ … → ......↓ oder →..........→……………………. Einstellungs- Funktions- Parameter- Menü Funktion -CO- varianten* beschreibung ebene -PA- Meldefunktionen RE.CO F01 MODE Hand, mit konstantem Stell- RE.CO/MODE wert Y1K1 Wiederanlauf RE.CO/MODE nach Netzausfall F02 MODE Auto, Start mit Stellwert Y1K1 ST.IN FrEE INIT aus/beendet...
Seite 121
↓ oder →..........↓ und ↵ ...., dann Parameter- siehe auswahl Parameterbezeichnung Wertebereich* Kapitel Y1K1 Konstanter Stellwert [–10,0 … 0,0 … 110,0 %] 6.7.1 keine Parameter 6.7.2 keine Parameter 6.7.3 keine Parameter 6.7.4 keine Parameter 6.7.5 keine Parameter 6.7.6 Wertebereich gleich dem des zugehörigen Eingangs ·...
Seite 122
→ … → ......↓ oder →..........→……………………. Einstellungs- Funktions- Parameter- Menü Funktion -CO- varianten* beschreibung ebene -PA- Inbetriebnahmeadaption TUNE ADAP oFF ADP.S Adaption run ADP.S starten ADAP/ADP.S Anzeige von Prozessdaten Anzeige Firmwareversion S-No Anzeige Seriennummer Analogeingang IN1 Anzeige analoger Ein- Analogeingang IN2 und Ausgänge CO.VA...