Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Innenbearbeitung, Bohren Und Längsdrehen; Auswahl Der Werkzeuge - Optimum Optiturn Tu 1503V Betriebsanleitung

Vorschau ausblenden Andere Handbücher für OPTIturn TU 1503V:
Inhaltsverzeichnis
Vorschubrichtung
Schnitttiefenzustellung
Zum Plandrehen muss der Bettschlitten mit der Klemmschraube fixiert werden. Der Vorschub
erfolgt durch Drehen am Handrad des Planschlittens. Die Zustellung der Schnitttiefe erfolgt
über das Handrad des Oberschlittens.
Schnitttiefenzustellung
Vorschubrichtung
Abb.6-21: Plandrehen
6.6
Innenbearbeitung, Bohren und Längsdrehen

Auswahl der Werkzeuge

Bohrfutter mit Morsekegelaufnahme.
Spiralbohrer mit Zentrierbohrer.
Bohrstange mit 95° Einstellwinkel. Diese Bohrstange hat einen Schaftdurchmesser von 8,0
mm, also eine Schneidspitzenhöhe von 4,0 mm. Bei einem Bohrstangenschaft mit einer
Abflachung von der Oberseite, kann eine Unterlage unter das Werkzeug gelegt werden um
auf die erforderliche Spitzenhöhe zu kommen. Sollte die Bohrstange einen Rundschaft
haben, wird ein Prisma oder eine spezielle Rundschaftaufnahme benötigt.
Bei Bohrstangen ist zu beachten, dass Sie einen vorgegebenen Minimaldrehdurchmesser
besitzen, in diesem Beispiel 11 mm.
Der Vorteil dieser Werkzeugwahl ist, dass die gleichen Wendeschneidplatten wie bei der
Außenbearbeitung eingesetzt werden können.
Mit diesem Werkzeug lassen sich ca. 75% aller Dreharbeiten am Innendurchmesser
durchführen.
Um eine zentrische Bohrung auf der Drehmaschine herzustellen, werden Spiralbohrer
(HSS) benötigt. Des weiteren wird ein Bohrfutter mit einem Spannbereich von 1-13 mm
oder 3-16 mm mit einer Morsekegelaufnahme (Beispiel Morsekegelaufnahme der Größe 2).
Das Bohrfutter mit der Morsekegelaufnahme wird in der Reitstockpinole aufgenommen und
die Spiralbohrer werden im Bohrfutter eingespannt. Der Vorschub beim Bohren wird nach
dem Klemmen des Reitstocks an seiner Position mit dem Handrad der Reitstockpinole
ausgeführt.
Um sicher zu sein, dass der Spiralbohrer beim Anbohren nicht verläuft, sollte das
Werkstück mit einem Zentrierbohrer zentriert werden. Bei Bohrungen ab 6,0 mm sollte mit
einem kleineren Bohrer vorgebohrt werden. Der Bohrerdurchmesser muss so groß sein wie
der Bohrerkerndurchmesser des zu bohrenden Lochdurchmessers! Zum Bohren kommt ein
4,0 mm und 11,5 mm Bohrer zum Einsatz.
Mit der Bohrstange wird nun der vorgegebene Durchmesser ausgedreht. Der Vorschub
erfolgt durch Drehen am Handrad des Oberschlittens parallel zur Drehachse (hier sind auch
die Hinweise wie beim Längsdrehen zu beachten). Die Zustellung der Schnitttiefe erfolgt
über das Handrad des Planschlittens in Richtung weg von der Drehmitte.
Bei Bohrstangen ist darauf zu achten, dass diese so kurz wie möglich eingespannt werden
(Vermeidung von Schwingungen). Als Faustformel kann eine Auskraglänge aus der
Bohrstangenaufnahme von 4 x Bohrlochdurchmesser angenommen werden.
DE
38
Abb.6-20: Längsdrehen
Originalbetriebsanleitung
Version 1.0.6 - 2022-10-24
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis