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Betriebsarten - Nidec Unidrive M 9A Installationshandbuch

Universelle frequenzumrichtermodullösungen zur regelung von asynchron- und synchronmotoren und zur sinusförmigen netzversorgung
Inhaltsverzeichnis
Sicherheitsinformationen
Einführung
3.2

Betriebsarten

Der Umrichter kann in den folgenden Betriebsarten betrieben werden:
1. Open Loop-Modus
Open Loop-Vektormodus
Modus mit linearer U/f-Kennlinie (V/Hz)
Modus mit quadratischer U/f-Kennlinie (V/Hz)
2. RFC-A-Modus
mit Drehzahlgeberrückführung
Ohne Drehzahlgeberrückführung (sensorlos)
3. RFC-S-Modus
mit Drehzahlgeberrückführung
Ohne Drehzahlgeberrückführung (sensorlos)
4. Netzwechselrichter
3.2.1
Open Loop-Modus
Der Umrichter steuert den Motor mit Frequenzen, die vom Betreiber verändert werden können. Die Motordrehzahl ergibt sich aus der
Ausgangsfrequenz des Umrichters und dem aus der mechanischen Last resultierenden Schlupf. Der Umrichter kann diese Drehzahlabweichung
durch eine Schlupfkompensation verbessern. Das Verhalten bei niedrigen Drehzahlen hängt davon ab, ob der U/f-Modus oder der Open Loop-
Vektormodus gewählt wurde.
Open Loop-Vektormodus
Die Motorspannung ist bei höheren Drehzahlen direkt proportional zur Frequenz. Bei niedrigen Drehzahlen wird die Motorspannung lastabhängig
berechnet, um den magnetischen Fluss konstant zu halten.
Bei 50-Hz-Motoren wird normalerweise für Frequenzen ab 1 Hz ein Drehmoment von 100 % erreicht.
Modus mit linearer U/f-Kennlinie
Die Motorspannung ist außer bei niedrigen Drehzahlen, bei denen eine vom Betreiber eingestellte Spannungsanhebung erzeugt wird, der Frequenz
direkt proportional. Dieser Modus kann in Anwendungen mit mehreren Motoren verwendet werden.
Bei 50-Hz-Motoren wird normalerweise für Frequenzen ab 4 Hz ein Drehmoment von 100 % erreicht.
Modus mit quadratischer U/f-Kennlinie
Die Motorspannung ist außer bei niedrigen Drehzahlen, bei denen eine vom Betreiber eingestellte Spannungsanhebung erzeugt wird, dem Quadrat
der Frequenz direkt proportional. Dieser Modus kann in Anwendungen mit Lüftern oder Pumpen, die quadratische Lastkennlinien besitzen, oder in
Anwendungen mit mehreren Motoren verwendet werden. Dieser Modus eignet sich nicht für Anwendungen, bei denen ein hohes Startdrehmoment
erforderlich ist.
3.2.2
RFC-A-Modus
Rotor Flux Control - Rotorflussorientierte Regelung für Asynchronmotoren (RFC-A) umfasst eine Closed Loop-Vektorregelung mit Drehzahlgeber
Mit Drehzahlgeberrückführung
Für Asynchronmotoren mit Drehzahlgeber. Der Umrichter steuert die Motordrehzahl mit Hilfe des Drehzahlgebers, um eine genaue Läuferdrehzahl
sicherzustellen. Der magnetische Fluss des Motors wird ständig überwacht, um über den gesamten Drehzahlbereich bis zum Stillstand das volle
Drehmoment zu garantieren.
Ohne Positionsrückführung (sensorlos)
Der sensorlose Modus liefert einen Stromregelkreis (Open Loop), ohne dass eine Positionsrückführung unter Verwendung von Strom, Spannungen
und wichtigen Motorparametern zur Schätzung der Motordrehzahl erforderlich ist. Er kann Instabilitäten beseitigen, die üblicherweise im Open Loop-
Modus auftreten, wie etwa beim Betreiben großer Motoren im Teillastbereich bei niedrigen Frequenzen.
3.2.3
RFC-S-Modus
Rotor Flux Control - Rotorflussorientierte Regelung für bürstenlose permanent erregte Synchronmotoren (RFC-S) bietet eine Closed Loop-Regelung
mit Drehzahlgeber.
Mit Drehzahlgeberrückführung
Für bürstenlose permanent erregte Synchronmotoren mit Drehzahlgeber.
Der Umrichter steuert die Motordrehzahl mit Hilfe des Drehzahlgebers, um eine genaue Läuferdrehzahl sicherzustellen. Eine Regelung der
Magnetisierung ist nicht notwendig, da der Motor durch die Dauermagnete auf dem Läufer selbsterregt wird.
Vom Drehzahlgeber werden Informationen zur absoluten Rotorposition benötigt, um sicherzustellen, dass die Ausgangsspannung genau an die
Gegen-EMK des Motors angepasst werden kann. Es wird das volle Drehmoment über den gesamten Drehzahlbereich bis zum Stillstand erreicht.
3.2.4
Netzwechselrichter
Für die Verwendung als sinusförmige Ein- und Rückspeisung für den Vierquadrantbetrieb.
Mit dem Betrieb als Netzwechselrichter ist ein bidirektionaler Leistungsfluss zum und vom Netz möglich. Dies ermöglicht weit höhere Wirkungsgrade
bei Anwendungen, die
andernfalls mit Hilfe eines Bremswiderstandes große Energiemengen als Wärmeverlust abgeben würden.
Im Vergleich mit einem herkömmlichen Brückengleichrichter oder einer SCR/Thyristorvorschaltung kann der Oberschwingungsanteil des
Eingangsstroms auf Grund der Sinusform
vernachlässigt werden.
Installationshandbuch für den Unidrive M / Unidrive HS Modularumrichter
Ausgabenummer: 7
Produktinformationen
Systemkonfiguration
Mechanische
Elektrische Installation
Installation
Technische Daten
UL-Informationen
19
Inhaltsverzeichnis
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