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Wiederklarmachen Der Aufblasvorrichtung - Secumar Secumatic 3001S Gebrauchsanweisung

Aufblasbare rettungsweste
Inhaltsverzeichnis
3. Überprüfen der Aufblasvorrichtung
4. Überprüfen der Rettungsweste vor
vor jedem Gebrauch (Kurz-Check)
jeder Saison / längerem Törn
Prüfen Sie vor jedem Anlegen die Einsatzbereitschaft der
Öffnen Sie die Druckknöpfe, Klett- oder Reißverschlüsse der
Aufblasvorrichtung bzw. Aufblasvorrichtungen. Öffnen Sie
Rettungsweste und entfalten Sie den Schwimmkörper.
hierzu die Rettungsweste am Klett- oder Reißverschluss.
bzw. schauen Sie durch das Sichtfenster auf die Aufblas-
Blasen Sie den Schwimmkörper über das Mundventil prall
vorrichtung.
auf (s. auch Kapitel 6) und lassen ihn ca. 16 Stunden lie-
gen. Ist der Schwimmkörper nach dieser Zeit noch prall
1 Gaspatrone (CO
) voll?
gefüllt, ist er in Ordnung.
2
Schrauben Sie die Patrone heraus und überprüfen Sie, ob
Wenn Ihre Rettungsweste eine zweite Schwimmkörper-
die Patrone unversehrt ist (s. Abbildung 1). Ersetzen Sie die
Kammer hat (z.B. SOLAS-Westen), wiederholen Sie diesen
Gaspatrone durch eine neue Original SECUMAR-Ersatz-
und die folgenden Schritte mit der zweiten Kammer.
patrone, wenn die Mündungen beschädigt ist. Schrauben
Sie die Patrone wieder ein, bis das Sichtfenster voll grün
• Mundventil funktionsfähig?
zeigt, dann nicht mehr weiterdrehen.
Die Staubkappe abnehmen und mit der umgedrehten
Staubkappe bzw. mit der Nase an der Staubkappe den
2 Zeigen alle Indikatoren grün?
Ventileinsatz auf Gängigkeit prüfen (s. Abbildung 4). Das
SECUMATIC 3001S (s. Abbildung 2)
Mundventil muss nach dem Niederdrücken und Wiederher-
A = Handauslösehebel gesichert?
ausziehen der Kappe vollständig schließen. Die Staubkap-
B = Automatiktablette vorhanden?
pe wieder aufsetzen.
DE
C = Patrone korrekt eingeschraubt?
• Schutzhülle und Gurte ohne Beschädigungen?
SECUMAR 301SM (s. Abbildung 3)
Überprüfen Sie die Schutzhülle, Gurtbänder und Beschläge
A = Handauslösehebel gesichert?
auf Beschädigungen, sowie vorhandenes Zubehör auf Voll-
B = Patrone korrekt eingeschraubt?
ständigkeit. Sollte der CLICK-Beschlag schwer zu schließen
sein, so können Sie ihn mit Teflon-Spray wieder gangbar
Wenn alle Indikatoren grün sind und die Patrone voll ist, ist
machen.
die Aufblasvorrichtungen einsatzbereit, andernfalls muss sie
Ein Aussondern der Rettungsweste kann z.B. erforderlich
gemäß Kapitel 8 wieder klargemacht werden.
werden, wenn die Reißfestigkeit des Gewebes und der
Gurte durch dauernde UV-Strahlung vermindert ist. Dies gilt
Wiederholen Sie diese Kontrolle ggf. an der zweiten Auf-
insbesondere bei Rettungswesten mit integriertem Lifebelt!
blasvorrichtung an Ihrer Rettungsweste.
Rettungswesten mit integriertem Lifebelt sind bei Beschä-
Nach dem Überprüfen der Aufblasvorrichtung und ggf.
digungen (z. B. nach einem Sturz oder durch chemische
Wiederklarmachen ist die Schutzhülle wieder zu verschlie-
Einflüsse) auszusondern.
ßen, die Reißleine für die Handauslösungen muss dabei frei
aus der Schutzhülle hängen.
• Gaspatrone (CO ² ) o.k.?
Tauschen Sie leere sowie korrodierte / verrostete Gaspa-
tronen gegen eine neue Original SECUMAR-Ersatzpatrone
aus. Entdecken Sie bei der Überprüfung Mängel, geben
Sie Ihre Rettungsweste unbedingt beim SECUMAR SERVICE
zur Wartung ab (über einen Fachhändler oder direkt beim
Hersteller).
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5. Anlegen der Rettungsweste
Tragen Sie die Rettungsweste immer über der Kleidung. Öff-
nen Sie den Verschluss und ziehen Sie die Rettungsweste
wie eine normale Weste, bzw. bei geschlossenen Model-
len über den Kopf, an (s. Abbildungen 6 und 7). Verschluss
sicher schließen. Siehe hierzu auch die ergänzende Bedie-
nungsanleitung. Niemals offen tragen.
Stellen Sie den Leibgurt so ein, dass im angelegten Zustand
ca. 2 cm (zwei Finger) zwischen Körper und Leibgurt passen.
Nur eine fest am Körper sitzende Rettungsweste kann Sie im
Wasser in die stabile Rückenlage drehen und dort halten.
Schließen Sie ggf. den Schrittgurt und stellen Sie ihn auf
eine bequeme Weite ein.
ACHTUNG: Ein lockeres oder offenes Tragen der Ret-
tungsweste ist gefährlich.
6. Aufblasen der Rettungsweste
Rettungswesten
mit
automatischer
Aufblasvorrichtung
SECUMATIC 3001S:
Beim Eintauchen in das Wasser wird die Rettungsweste
vollautomatisch aufgeblasen. Außerhalb des Wassers oder
bei Versagen der Vollautomatik kann der Aufblasvorgang
durch kräftiges Ziehen an der Handauslöseleine ausgelöst
werden.
Rettungswesten mit manueller Aufblasvorrichtung SECUMAR
301SM:
Der Aufblasvorgang wird durch kräftiges Ziehen an der
Handauslöseleine ausgelöst.
Aufblasen von Mund (Dichtigkeitsprüfung) / Nachblasen:
Öffnen Sie die Rettungsweste von Hand und blasen Sie den
Schwimmkörper über das Mundventil mit Atemluft auf. Zie-
hen Sie hierzu die Staubschutzkappe vom Mundventil ab.
Beim Nachblasen über das Mundventil ist das Einatmen von
CO ² -Gas aus dem Schwimmkörper zu vermeiden (ungiftig,
jedoch ist ein Hustenreiz oder Benommenheit möglich).
7. Handhabung nach Gebrauch /
8. Wiederklarmachen
Wiederklarmachen
der Aufblasvorrichtung
• Rettungsweste säubern.
Nach jedem Gebrauch, bei dem die Rettungsweste auf-
geblasen wurde, muss die Aufblasvorrichtung wieder
Feucht oder nass gewordene Rettungsweste auf einem Klei-
klargemacht werden. Sie benötigen hierfür eine Original-
derbügel oder am Nackenteil hängend trocknen lassen.
SECUMAR-Ersatzpackung.
Nicht auf die Heizung legen! Öl- und Fettverschmutzungen
sofort entfernen. Säubern mit handelsüblichen Feinwasch-
Automatische Aufblasvorrichtung SECUMATIC 3001S
mitteln oder schwacher Seifenlauge. Unbedingt mit klarem
(s. Abbildung 7)
Wasser nachspülen. Bitte beachten Sie die Pflegesymbole
• Leere Patrone aus der Aufblasvorrichtung herausschrau-
an der Rettungsweste!
ben und entsorgen.
Verwenden Sie zum Reinigen keine alkohol- oder lösungs-
• Seitlichen Hebel herausklappen, bis er einrastet.
mittelhaltigen Reinigungsmittel.
Achtung: Starke Federkräfte!
• Handauslösehebel in das Gehäuse klappen und mit
• Schwimmkörper über das Mundventil entlüften.
neuem Pin sichern (falls erforderlich).
• Neue Original SECUMAR-Automatiktablette in das Ta-
Zum Entlüften Staubschutzkappe des Mundventils abneh-
blettenfach einsetzen. Falls erforderlich alte Tablettenreste
men. Das Ventil mit der umgedrehten Staubschutzkappe
herausblasen, keine Werkzeuge verwenden! Zum leich-
bzw. mit der Nase an der Staubkappe herunterdrücken
teren Einsetzen kann der Hebel über den Anschlagpunkt
(niemals spitze Gegenstände verwenden). Durch gleichzei-
hinaus etwas nach oben gedrückt werden. Achtung: Ge-
tiges Glattstreichen bzw. Ausdrücken den Schwimmkörper
häuse und Hände müssen trocken sein! Niemals andere
vollständig entleeren. Setzen Sie nach dem Entlüften die
Gegenstände als eine Original SECUMAR-Automatik-
Staubschutzkappe wieder auf (s. Abbildung 4).
tablette einsetzen!
• Seitlichen Hebel wieder herunterklappen.
• Eine neue volle CO
das Sichtfenster C voll grün zeigt, dann nicht mehr wei-
terdrehen. Die erforderliche Größe (in g Gewicht) ist auf
den Schwimmkörper gestempelt.
Nach dem Wiederklarmachen müssen alle Indikatoren
A, B und C grün zeigen.
Manuelle Aufblasvorrichtung SECUMAR 301SM
(s. Abbildung 8)
• Leere Patrone aus der Aufblasvorrichtung herausschrau-
ben und entsorgen.
• Handauslösehebel in das Gehäuse klappen und mit
neuem Clip sichern.
• Eine neue volle CO
-Ersatzpatrone einschrauben, bis
2
das Sichtfenster B voll grün zeigt, dann nicht mehr wei-
terdrehen. Die erforderliche Größe (in g Gewicht) ist auf
den Schwimmkörper gestempelt.
Nach dem Wiederklarmachen müssen alle Indikatoren A
und B grün zeigen.
9. Austauschen der Tablette
Zum Austauschen der Tablette (z.B. nach Einsatz in Umge-
bungen mit hoher Luftfeuchtigkeit) orientieren Sie sich bitte
an der Anleitung zum Wiederklarmachen der Aufblasvor-
richtung (s. Kapitel 8).
Bitte beachten Sie: Entfernen Sie immer die CO ² -Patrone
bevor Sie den Spannhebel betätigen.
10. Packen der Rettungsweste
-Ersatzpatrone einschrauben, bis
2
Den Schwimmkörper der Rettungsweste vollständig entlüf-
ten (s. Kapitel 7). Verschließen Sie das Mundventil mit der
Staubkappe (s. Kapitel 4).
Rettungsweste gemäß der Anleitung auf der beiliegenden
Produktinformation falten. Dabei darauf achten, dass die
Aufblasvorrichtung nicht „eingewickelt" wird. Der Schwimm-
körper darf nicht in sich verdreht sein. Die weißen Haltebän-
der dürfen nicht zusammengezogen werden! Alle Druck-
knöpfe, Klett- und Reißverschlüsse sorgfältig schließen.
Die Reißleine der Handauslösung muss frei aus der Schutz-
hülle heraushängen und greifbar sein.
Die Gurte dürfen nicht verdreht oder verknotet sein.
DE
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