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Spd (U ) - Tests Von Überspannungsschutzgeräten - Sonel Measureeffect Bedienungsanleitung

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7.12 SPD (U
) – Tests von Überspannungsschutzgeräten
C
Überspannungsschutzgeräte SPD (englisch: Surge Protection Device) werden in Objekten mit und
ohne Blitzschutzanlagen eingesetzt. Sie gewährleisten die Sicherheit der Elektroinstallation bei unkon-
trolliertem Spannungsanstieg im Netz, z.B. durch Blitzeinschlag. Überspannungsschutzgeräte zum
Schutz elektrischer Anlagen und daran angeschlossener Geräte basieren meist auf Varistoren oder
Funkenstrecken.
Überspannungsschutzgerät vom Typ Varistor unterliegen Alterungsprozessen: Der Ableitstrom, der
bei Neugeräten 1 mA beträgt (so schreibt das auch die Norm EN 61643-11 vor), steigt mit der Zeit an,
was zu einer Überhitzung des Varistors führt, was wiederum zu einem Kurzschluss seiner Struktur
führen kann. Wichtig für die Lebensdauer des Überspannungsschutzgerätes sind auch Umgebungs-
bedingungen, unter denen er installiert wurde (Temperatur, Luftfeuchtigkeit usw.) und die Anzahl der
ordnungsgemäß zur Erde abgeleiteten Überspannungen.
Das Überspannungsschutzgerät wird durchschlagen (leitet den Überspannungsimpuls zur Erde ab),
wenn die Überspannung seine höchste Dauerbetriebsspannung U
nen Sie feststellen, ob dies korrekt durchgeführt wird. Das Messgerät legt mit einer bestimmten
Stirnsteilheit eine immer höhere Spannung an den Überspannungsschutzgerät an und prüft bei wel-
chem Wert ein Leckstrom von 1 mA auftritt.
Es wird zwischen AC- und DC- Überspannungsschutzgeräte unterschieden. Die Messung erfolgt mit
Gleichspannung. Wenn das zu prüfende Überspannungsschutzgerät mit Wechselspannung arbeitet, wird
das Ergebnis nach der folgenden Formel von Gleichspannung in Wechselspannung umgerechnet:
Ein Überspannungsschutzgerät kann als fehlerhaft angesehen werden, wenn die höchste Dauerbe-
triebsspannung U
C
zu hoch ist (z. B. 30% höher als vom Hersteller angegeben) – dann ist die durch das Überspan-
nungsschutzgerät geschützte Installation nicht vollständig geschützt, da kleinere Überspannungs-
stöße in sie eindringen können,
zu niedrig ist – das bedeutet, dass das Überspannungsschutzgerät Signale nahe der Nennspan-
nung gegen Erde ableiten kann.
Vor dem Test:
überprüfen Sie die sicheren Spannungen für das getestete das Überspannungsschutzgerät. stel-
len Sie sicher, dass Sie es mit den von Ihnen eingestellten Testparametern nicht beschädigen. Bei
Schwierigkeiten befolgen Sie die Norm EN 61643-11 oder die Richtlinien des Herstellers des
Überspannungsschutzgerätes,
trennen Sie das Überspannungsschutzgerät von der Spannung – trennen Sie die Spannungslei-
tungen davon oder entfernen Sie den zu prüfenden Einsatz.
Um eine Messung vorzunehmen, müssen Sie einstellen (
Spannungstyp, mit der das Überspannungsschutzgerät arbeitet (AC oder DC),
Messspannung R
werden kann. Auch die Stirnsteilheit (Anstiegsgeschwindigkeit) hängt von deren Wahl ab (1000 V:
200 V/s, 2500 V: 500 V/s),
Spannungsgrenze U
rätes angegeben ist. Dies ist die maximale Spannung, bei der kein Durchschlag auftreten sollte.
Toleranzbereich U
U
MIN...U
MAX-Bereich, in den die tatsächliche Betriebsspannung des Überspannungsschutz-
C
C
gerätes passen sollte, wobei:
Der Toleranzwert ist den Herstellerunterlagen zu entnehmen, z.B. der Katalogkarte. Die Norm EN
61643-11 erlaubt maximal 20% Toleranz.
:
U
– maximale Spannung, die an das Überspannungsschutzgerät angelegt
ISO
n
– Parameter, der auf dem Gehäuse des getesteten Überspannungsschutzge-
C MAX
[%] für die tatsächliche Durchbruchspannung. Er bestimmt den
C
TOL
U
C
U
C
MeasureEffect │ BEDIENUNGSANLEITUNG
U
DC
=
U
C
, 1
15
2
MIN = (100% - U
C TOL
MAX = (100% + U
C TOL
überschreitet. Mit dem Test kön-
C
):
) U
C MAX
) U
C MAX
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