10.2 Außerplanmäßige Wartung
10.2.1 Wartungspersonal der Maschine
Das Wartungspersonal der Maschine besteht aus qualifizierten Personen, die über die entsprechenden
Administratorrechte verfügen, um die Konfiguration von PSEN rd1.1 systems über den PSEN rd1 Configurator zu
ändern sowie Wartungs- und Problemlösungstätigkeiten durchzuführen.
10.2.2 Firmware-Update der Auswerteeinheit
1. Die letzte Version des PSEN rd1 Configurators über die Website www.pilz.com/manuals herunterladen und
auf dem Computer installieren.
2. Die Auswerteeinheit über Ethernet verbinden und mit der Administratorrolle anmelden.
3. Unter Einstellungen > Allgemein prüfen, ob ein neues Update zur Verfügung steht.
4. Das Update durchführen, ohne die Verbindung zum Gerät zu trennen oder das Gerät auszuschalten.
10.2.3 Austausch eines Sensors: Funktion Systemwiederherstellung
Die Funktion Systemwiederherstellung dient dazu, einen Sensor auszutauschen, ohne die aktuellen Einstellungen
zu ändern. Die Funktion kann über Digitaleingänge (Systemwiederherstellung oder Wiederanlaufsignal +
Systemwiederherstellung) oder über Feldbus (nur Systemwiederherstellung) aktiviert werden.
WARNUNG! Wenn die Funktion Systemwiederherstellung über den Sicherheitsfeldbus und über die
Digitaleingänge konfiguriert wurde, kann sie auf beide Weisen verwendet werden.
Info: Die Szene während der Ausführung der Systemwiederherstellung statisch halten, sodass die
Manipulationsschutzfunktionen ihre Referenzen speichern können.
Info: Während der Ausführung der Systemwiederherstellung geht das System in den sicheren Zustand über und
deaktiviert die OSSDs, bis der Vorgang abgeschlossen ist.
1. Die Digitaleingänge oder den Feldbus für die Ausführung der Systemwiederherstellung konfigurieren.
2. Einen Sensor ohne Node-ID an der Position des ausgetauschten Sensors in der CAN-Bus-Leitung
anschließen.
Info: Es darf nur ein Sensor gleichzeitig angeschlossen werden, damit der Vorgang ordnungsgemäß
abgeschlossen werden kann.
3. Die Funktion (über Digitaleingänge oder Feldbus) aktivieren und warten, bis der Vorgang ausgeführt
wird. Siehe "LEDs der Auswerteeinheit" auf Seite 87 für die Anzeige des Systemzustandes.
Folgende Schritte werden ausgeführt:
Die erste verfügbare Node-ID wird dem neuen Sensor zugewiesen.
l
Die vorhergehende Systemkonfiguration wird übernommen (Vorgang ÄNDERUNG ÜBERNEHMEN).
l
Das Ereignis wird im Berichtarchiv (Einstellungen > Aktivitätsverlauf > Seite Konfigurationsberichte) mit
l
den folgenden Zeichenketten in der Spalte Benutzer, PC protokolliert:
„sys-recondition-i", wenn die Funktion über einen Digitaleingang ausgeführt wird
o
„sys-recondition-f", wenn der Feldbus verwendet wird
o
Info: Für weitere Informationen siehe "Digitaleingangssignale" auf Seite 122.
10.2.4 Sicherung der Konfiguration auf einen PC
Für die aktuelle Konfiguration kann ein Back-up ausgeführt werden; dieses enthält auch die Einstellungen für die
Eingabe/Ausgabe. Die Konfiguration wird in einer .cfg-Datei gespeichert, die zum Wiederherstellen der
Konfiguration oder zur Erleichterung der Konfiguration mehrerer PSEN rd1.1 systems verwendet werden kann.
1. Unter Einstellungen > Allgemein auf BACKUP klicken.
2. Den Speicherort für die Datei auswählen und speichern.
Info: Bei diesem Sicherungsmodus werden die Anmeldeinformationen nicht gespeichert.
10.2.5 Sicherung der Konfiguration auf eine microSD-Karte
Wenn die Auswerteeinheit über einen microSD-Slot verfügt, können eine Sicherungsdatei der
Systemeinstellungen und (optional) die Anmeldeinformationen aller Benutzer auf der microSD-Karte gespeichert
werden. Die Sicherung auf SD-Karte und die Sicherung der Anmeldeinformationen aller Benutzer können über
den PSEN rd1 Configurator aktiviert/deaktiviert werden. Standardmäßig sind beide Optionen deaktiviert.
1. Zum Aktivieren der Sicherung auf SD-Karte unter Admin > SD-Karte Automatische Sicherung
auswählen.
Bedienungsanleitung PSEN rd1.1 systems
1005737-DE-07
10. Wartung
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