9.6 Alarmsystem
Der tCOM+ ist mit einem Alarmsystem gemäß IEC 60601-1-8 ausgestattet. Dieser
Standard definiert „Verzögerung von Alarmbedingungen" als die Zeit vom Auftreten
eines auslösenden Ereignisses bei entweder a) dem Patienten (physiologische
Alarmbedingungen) oder bei b) dem Gerät (technische Alarmbedingungen) bis zur
Erkennung einer Alarmbedingung durch das Alarmsystem. Zudem wird die
„Verzögerung der Ausgabe von Alarmsignalen" als die Zeit vom Auftreten einer
Alarmbedingung bis zur Ausgabe der zugehörigen Alarmsignale definiert.
Verzögerung der Ausgabe von Alarmsignalen
Im tCOM+ gilt die „Verzögerung der Ausgabe von Alarmsignalen" von < 2 s für alle
Alarmbedingungen, d. h. sobald der tCOM+ eine Alarmbedingung erkennt, wird das
entsprechende
Alarmsignal
Kommunikationsschnittstellen (seriell, LAN, WLAN) verfügbaren Alarmsignale werden
während einer Alarmbedingung mit einer Verzögerung von max. 2 Sekunden aktiviert.
Bitte beachten Sie in Bezug auf Verzögerungen bis zur Aktivierung des Alarmsignals auf
externen (Fern-) Instrumenten, die an den tCOM+ angeschlossen sind, das
Handbuch/die Bedienungsanleitung des entsprechenden Instruments.
Verzögerungen von Alarmsignalen für physiologische Alarmbedingungen
Wenn einer der physiologischen Parameter des Monitors (PCO
ihn eingestellten oberen/unteren Grenzwert überschreitet, erkennt der tCOM+ eine
Alarmbedingung für den jeweiligen Parameter. Wie in der folgenden Tabelle
zusammengefasst sind die Verzögerungen von Alarmsignalen für physiologische
Alarmbedingungen daher von der Reaktionszeit des jeweiligen Parameters abhängig:
Verzögerungen von Alarmsignalen für physiologische Alarmbedingungen
Physiologische
Alarmbedingung
Alarm PCO
2
niedrig/hoch
umgehend
Einflussfaktoren entsprechend der Reaktionszeit
des Parameters an der jeweiligen Messstelle
Die Reaktion auf Veränderungen des
Kohlendioxid-Drucks in der Haut an
einer spezifischen Messstelle ist von der
gewählten Sensortemperatur und der
PCO
-Reaktion des Sensors in vitro
2
abhängig. Je langsamer die PCO
Reaktion des Sensors in vitro ist, desto
länger ist die Verzögerung der PCO
Alarmbedingung.
Hinweis:
Die angegebene Verzögerung
der Alarmbedingung entspricht der Zeit,
die erforderlich ist, um eine 10–90 %ige
Reaktion auf eine Stufenveränderung in
eine beliebige Richtung zwischen einem
Testgas mit einem CO
bzw. 10 % anzuzeigen.
Hinweis:
Wenn der tCOM+ erkennt, dass
die PCO
-In-vitro-Reaktion des Sensors
2
langsam ist, wird die Statusmeldung
Sentec Transkutanes Monitoring System 99
ausgegeben.
-
2
-
2
-Gehalt von 5 %
2
Die
an
, PO
, SpO
, PF) den für
2
2
2
Typische Verzögerung der
Alarmbedingung
< 75 s (V-Sign™
Sensor 2)
< 80 s (OxiVenT™
Sensor)
120 s (wenn die
Statusmeldung „PCO
langsam" angezeigt
wird)
120 s (wenn die
Statusmeldung
„Applikation
überprüfen" im
Sensor-an-Patient-
den
2