Abhängig vom Trockensubstanzgehalt (TS-Gehalt) des Ausgangsmediums hat der Stopfen mit der
Anfangseinstellung der Gewichte entweder bereits die richtige Konsistenz oder ist zu weich oder zu
fest.
Bevor die Pumpe nach der Stopfenbildung und ca. 20cm TS-Durchsatz im Dauerbetrieb eingeschaltet
wird, sind gegebenenfalls die Grundeinstellungen zu korrigieren, da sonst der Stopfen "schießt", wenn
er zu weich ist, bzw. der Separator verstopft, wenn er zu fest ist.
Als Faustregel für eine stabile Stopfenkonsistenz kann beobachtet werden:
Der Stopfen ist zu weich, wenn das Material der festen Phase teigig ist, nicht zerfällt, an einer glatten
ca. 45° schrägen Fläche hinunterrutscht und nicht kollert.
Beim Zusammendrücken ("normaler Händedruck") entwässert er sich deutlich.
Der Stopfen ist zu fest, wenn das Material der festen Phase in sehr kleine Einzelkomponenten zerfällt,
bei Austritt aus dem Mundstück nach ca. 30 mm nicht auseinanderbricht, beim Zusammendrücken
("sehr starker Händedruck") keinerlei Entwässerung mehr festgestellt werden kann.
Diese Angaben sind nur eine grobe Klassifizierung und sehr stark vom Medium abhängig. Die jeweili-
gen realen Grenzen müssen im praktischen Betrieb ermittelt werden.
Sie dienen nur zur Abschätzung eines stabilen Stopfens und nicht zur Trockensubstanzbestimmung
der festen Phase.
7.3 EINSTELLUNG ZUR STABILISIERUNG DES STOPFENS
7.3.1 Stopfen zu fest
Abb. 7-4 Stopfen zu fest
den aushärtet, so ist entweder mit einem neuen Hilfspfropfen anzufahren, die Gewichte auf den He-
belarmen zu verringern oder auch der Pfropfen durch Wasser aufzuweichen. Keineswegs darf ver-
sucht werden, die Maschine im Handbetrieb durch sogenannten Tippbetrieb mit einem harten Pfrop-
fen wieder anzufahren, da es hierdurch zu Schäden an der Maschine kommen kann.
7.3.2 Stopfen zu weich
Abb. 7-5 Stopfen zu weich
Die oben beschriebenen Einstellungen müssen bei der Inbetriebnahme des Separators je nach Medi-
um mehrmals durchgeführt werden, bis ein stabiler Zustand herausgefunden und die Leistung des Se-
parators optimiert ist.
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Die Gewichte an den Hebeln einschieben oder sogar entfernen.
Ist der Stopfen zu fest, kann sich bei längerem Betrieb der Separator
verstopfen, da der Stopfen nicht mehr aus dem Mundstück herausge-
schoben werden kann!
Damit der Stopfen aus dem Mundstück leichter austreten kann werden
die Gewichte symmetrisch nach vorne geschoben. Sollten das nicht
ausreichen und der Stopfen trotzdem so fest sein, dass sogar der Mo-
torschutz aktiv wird, können die Gewichte auch ganz entfernt werden
und der Feststoff nur durch das Eigengewicht des Deckels
belastet werden. Besteht die Gefahr, dass der Pfropfen bei Stillstän-
Ist der Stopfen zu weich kann dies zum "Schießen" des Stopfens füh-
ren, dass heißt der Stopfen löst sich auf und unsepariertes Medium
strömt auf der Feststoffseite aus!
Damit der Stopfen fester wird und sich stabilisiert, die Gewichte
symmetrisch nach hinten schieben
Betriebsanleitung für BAUER Separator Compact