Motor :
Als Kraftquelle findet der zu hoher Vollkommenheitentwickelte Zweizylinder•
Boxermotor
Verwendung.
Die Vorteile
dieser bewährten
Genüge bekannt. Der Motor der BMW R 51/2 wurde gegenöber dem voraus.
gegangenen Baumuster Serie I mit einer Reihe technischer Verbesserungenver-
sehen.
I. Gehöuse und Zylinder:
Das Motor- und Getriebegehäuse bestehen aus einer sehr widerstandsfähigen
LeichtmetaII-Legierung und ist tunnelförmig ausgebildet. Die Craugußzytinder
sind tief verrippt und haben abnehmbareLeichtmetallköpfe, die in Verbindung
mit ihren großen Rippen fijr eine gute Kühlung sorgen. Die verwendeten Leicht-
metallkolben sind mit zwei Kolbenringen und einem Olabstreifring versehen.
Der gehärtete
geschliffene Kolbenbolzen ist im Pleuelkopf Und in den
Kolbenaugen Schwimmendgelagert Und durch Sprengringe gesichert.
2. Kurbelwelle:
Sorgfältig ermittelte Gegengewichte, sowie ein peinlich ausgewuchtetesTrieb-
werk gewährleisten erschütterungsfreien Lauf. Die aus Stahl mit gehärfeten
Lagerzapfen bestehende Kurbelwelle ist geteilt und löuft in zwei kräftigen
Kugellagern; Bohrungen in den Zapfen dienen in Verbindung mit entsprechenden
Olkanälen zur Schmierung sämtlicher Lagerstellen, Kolben, Kolbenbolzen,
Nocken, Stößel UsW.Die Rollenlager der PleuelSind druckölgeschmiert.
20
Konstruktion
sind zur
4.
Ventile:
Die Ventile Sind hängend im Zylinderkopf
gekapselte Stoßstangen über Schwinghebel betätigt, die in schwimmenden
Büchsen gelagert Sind.
Die Stoßstangenerhalten ihre Bewegung von den an der Steuerwelle anliegen,
den Stößeln. Die im Zylinderkopf befindlichen SchwinghebelSind auf Stehbolzen,
welche bis zum Zylinder
durchgehen, gelagert.
Vorteil, daß die Schwinghebelwelle von der Wärmeausdehnung des Zylinder-
kopfes unabhängig ist und das Ventilspiel, ganz gleich bei welcher Temperatur,
konstant
bleibt.
Nockenwellenantrieb:
Auf die oberhalb
der Kurbelwelle
angeordneten
in druckgeschmierten Gleitlagern laufen, ist an den vorderen Enden ie ein
Kettenrad aufgekeilt. Die linke Nockenwelle ist nach vorn fortgesetzt und be•
tätigt die Unterbrecherkontakte. In die Bohrung des Zahnrades der rechten
Nockenwelle greift ein Mitnehmer des Drehschiebers ein, welcher die Motor.
gehäuse-Entlüftung übernimmt. Die Nockenwellen werden von dem auf der
Kurbelwelle sitzenden Kettenrad durch eine Hülsenkette angetrieben, in welche
oben das Kettenrad der Lichtmaschine eingreift.
Die Steuerkette Wird durch ein Olrohr dauernd geschmiert.
angeordnet (OHV) und werden durch
Diese Konstruktion
hat den
zwei Nockenwellen,
welche
21